
DIHK-Außenwirtschaftschef Treier erklärte, der amerikanische Präsident verknüpfe politische Ziele in inakzeptabler Weise mit wirtschaftlichem Druck gegen einzelne EU-Staaten. Treier forderte, die Europäische Union müsse nun geschlossen handeln und dürfe sich nicht spalten lassen. Er bedauerte, der Einbruch der deutschen Exporte in die USA um fast zehn Prozent im vergangenen Jahr dürfte damit nur ein "Aufgalopp" gewesen sein.
Der Präsident des Maschinenbauverbands VDMA forderte, das Europäische Parlament dürfe zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Zollkürzungen für die USA zustimmen. Wenn die EU hier nachgebe, werde Trump nur ermutigt, die nächste aberwitzige Forderung zu stellen und mit weiteren Zöllen zu drohen.
Brantner: "Historische Bewährungsprobe"
Die Grünen forderten ebenfalls eine deutliche Gegenreaktion. Parteichefin Brantner sagte den Funke-Medien, die EU müsse eine harte Antwort geben. Mit Blick auf Deutschland sprach sie zudem von einer "historischen Bewährungsprobe" für Bundeskanzler Merz. Brantner forderte eine Digitalabgabe auf US-Tech-Konzerne und gezielte Zölle auf Produkte aus Trumps Unternehmerkreisen.
Van Weel: unnötige Erpressung
Der niederländische Außenminister van Weel kritisierte die US-Zolldrohung als unnötige Erpressung. Das Vorgehen Trumps helfe weder der NATO noch Grönland, sagt van Weel im niederländischen Fernsehen. Die italienische Ministerpräsidentin Meloni warnte vor einer Eskalation. Offensichtlich gebe es ein Kommunikationsproblem zwischen den Konfliktparteien, sagte Meloni bei einem Besuch in Südkoreas Hauptstadt Seoul.
Vertreter der EU-Staaten kommen am Nachmittag in Brüssel zu einer Sondersitzung zusammen. Nach Angaben der zypriotischen Ratspräsidentschaft findet das Treffen auf Botschafterebene statt.
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Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.







