Wirtschaft
Deutschland gibt wegen des Iran-Kriegs Teil der Ölreserven frei

Deutschland gibt einen Teil seiner nationalen Ölreserven frei. Das bestätigte Bundeswirtschaftsministerin Reiche, CDU. Man komme damit einer Bitte der Internationalen Energieagentur (IEA) nach. Auch andere Ländern vermelden Freigaben aus ihren Ölreserven, etwa Japan und Österreich.

    Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche spricht in ihrem Ministerium.
    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, CDU (picture alliance/dts-Agentur)
    Reiche sagte, die IEA habe ihre Mitgliedstaaten um die ​Freigabe von insgesamt 400 Millionen Barrel Öl gebeten. Die geplante Menge würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die Mitgliedsstaaten der IEA 2022 nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf den Markt gebracht hatten.

    Reiche: "Sichtbares Signal in den Markt"

    Reiche unterstrich, dass es in Deutschland keinen Versorgungsmangel gebe. In Deutschland ist gesetzlich eine Reserve an Öl- und Ölprodukten vorgegeben. Mehr dazu hier. Laut Reiche geht es der Regierung in Japan, die von Öl aus der Golfregion abhängig ist und auf eine koordiniere Freigabe der Ölreserven gedrängt hatte, sowie auch den USA vor allem um ein "sichtbares Signal in den Markt". 
    Hintergrund der Freigabe der Ölreserven sind die wegen des Iran-Kriegs gestiegenen Öl- und Spritpreise. Die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten. Mit dem Schritt erhofft man sich eine Beruhigung der Märkte.
    Der CDU-Wirtschaftspolitiker Wiener begrüßte die Entscheidung. Damit könnten die Preise kurzfristig gedämpft werden, sagte Wiener, der dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags angehört, im Deutschlandfunk. Das eigentliche Problem, nämlich die Verknappung von Öl, werde aber dadurch nicht gelöst.
    Diese Nachricht wurde am 11.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.