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StartseiteLied- und Folkgeschichte(n)Kritische Stimmen aus Haiti 05.05.2017

Die Bands Lakou Mizik und Djazakala Kritische Stimmen aus Haiti

Die politische Situation auf Haiti ist seit Jahrzehnten instabil, Naturkatastrophen bedrohen die Menschen zusätzlich. Das Künstlerkollektiv Lakou Mizik formt aus traditionellen haitianischen Rhythmen, Hip-Hop- und Gospel-Elementen, Reggae- und Jazzeinflüssen einen Sound gegen die Angst. Auch die Band Djazakala will den Haitianern eine Stimme geben.

Von Marlene Küster

Die Musiker der Band Djazakala spielen ein Konzert vor Publikum  (Maxence Bradley)
Djazakala: Rootsmusik der jungen Haitianer (Maxence Bradley)
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"Lakou Mizik ist die einzige Waffe, die uns bleibt, um Haiti zu verändern, bessere Lebensbedingungen zu fordern und unsere Landsleute zu ermutigen. Angefangen haben wir damit, dass wir damals den Opfern des Erdbebens sagten: Es gibt Hoffnung, das Leben geht weiter, lasst euch nicht unterkriegen! Kopf hoch! Die Musik in Haiti hat Kraft und Macht, gerade jetzt!"

Steeve Valcourt, Gitarrist und Gründer des Künstlerkollektivs Lakou Mizik. "Wa Di Yo" heißt ihr aktuelles Album, was soviel bedeutet wie: "Sagt ihnen, wir sind immer noch hier!" Die drei Silben stehen für den Glauben an die Zukunft in einem gebeutelten Land. Nach dem Erdbeben 2010 hat der Gitarrist Steeve Valcourt das Künstlerkollektiv Lakou Mizik ins Leben gerufen – eine stilistisch bunt zusammen gewürfelte Formation von neun Musikern. 

"Wir sind mit Gitarren und Trommeln zu den Zeltstädten, wo viele obdachlos gewordene Menschen nach der Katastrophe Zuflucht fanden. Unsere Rhythmen und Klänge sollten die Opfer aufmuntern und ihnen Hoffnung geben. Als wir damals den traditionellen Song Peze Kafe spielten, sahen wir zum ersten Mal wieder ein Lachen in ihren Gesichtern."

"Musik ist unser Leben, unsere Rettung. Musik gibt uns Halt, Musik eint uns."

Ras Ely ist Gitarrist der Band Djazakala.

"So schaffen wir es, uns von dieser ständigen Angst und Unsicherheit zu befreien, die unsere Landsleute tagtäglich erleben."

2010 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7 auf der Richterskala Haiti. Es war das bislang schwerste Beben in der Geschichte Nord- und Südamerikas. Die Zahl der Toten wird auf bis zu 500.000 Menschen geschätzt, von den Verwüstungen waren oder sind immer noch gut drei Millionen Menschen betroffen.

Der Inselstaat bekommt die Auswirkungen nicht in den Griff und ist seit dem Erdbeben von internationaler Entwicklungshilfe abhängig. Und Haiti bleibt nicht von Naturkatastrophen verschont: Zuletzt wütete im Oktober 2016 der Hurrikan Matthew.

"Jedes Mal ist ein Hurrikan oder ein Erdbeben ein Desaster für uns, erschüttert unseren ohnehin geschwächten Organismus und legt ihn vollkommen lahm."

Aber auch politisch ist Haiti instabil und kommt nicht zur Ruhe. Die Terror-Ära der Dynastie von François Duvalier und seinem Sohn Jean-Claude Duvalier dauerte von 1957 bis 1986. Im Jahr 1987 erhielt Haiti eine demokratische Verfassung und freie Wahlen, die wegen Ausschreitungen und Ermordungen jedoch abgesagt wurden.

In den Folgejahren blieben gewählte Präsidenten nicht lange im Amt, Staatsstreiche und politische Unruhen erschüttern den Inselstaat, die Bewohner haben mit Korruption und Armut zu kämpfen, sie leben in einem gescheiterten Staat, derzeit ohne Hoffnung darauf, dass sich das in absehbarer Zeit ändert.

Mit Liedtexten etwas bewirken, Dinge beim Namen nennen

"Wir sind zwar keine Politiker, aber ich bin davon überzeugt, dass wir mit Liedtexten und deutlicher Kritik etwas bewirken können - Dinge beim Namen nennen: Warum gehen die Kinder nicht zur Schule, warum haben wir nicht genug zu essen? Unsere Aufgabe besteht darin, positive Botschaften zu verbreiten, die Trost spenden, Hoffnung machen und eine neue Perspektive eröffnen. Im Song "Pran Ka Mwen" sagen wir, dass schon eine kleine Geste und ein Lächeln helfen."

Von Anfang an wollte die Band Lakou Mizik alle Generationen mit ihrer Musik erreichen und entsprechend breit gefächert sind die Genres, aus denen die Musiker stammen und ihr Alter, das von 20 bis 60 Jahren reicht.

"Jeder bringt sich mit seiner musikalischen Erfahrung ein, Jonas kommt vom Hip-Hop, Nadine vom Gospel, Zao vom Voodoo."

Und Steeve Valcourt bringt die Blues- und Jazz-Einflüsse in die Band. Der Sänger und Gitarrist stand als Sohn des legendären haitianischen Musikers Boulo Valcourt schon sehr früh gemeinsam mit seinem Vater auf der Bühne. Lakou Mizik ist haitianischer Kreol und bedeutet wörtlich "Musik im Hof" - Lakou ist eine dorfähnliche Gemeinschaft und ein in Haiti verbreitetes Wohnmodell, das aus Opposition gegen die Sklaverei und die Kolonialisierung entstanden ist. Lakou Mizik wird verwendet im Sinne von: Wir alle machen gemeinsam Musik.

"Lakou Mizik – ist ein Schmelztiegel verschiedenster Traditionen."

Voodoo, Gospel und die Straßenmusik Rara

In Europa sind Lakou Mizik kaum bekannt. Mit ihrer Mischung aus traditionellen haitianischen Rhythmen, Rock und Reggae sowie Jazz, Hip-Hop und Gospelelementen touren sie vor allem in den USA. Ihre Musik ist körperbetont und tanzbar. Über 300 verschiedene Rhythmen gibt es in der traditionellen haitianischen Musik: Sie stammen zum Teil aus der Voodoo-Tradition wie etwa Legba oder Marassa, bei denen repetitive Trommelrhythmen dominant sind, zum Teil aus der christlichen Gospel-Tradition oder sie gehören zu den Rhythmen, die beim Karneval in Port au Prince mit seinem acht Kilometer langen Zug von den vielen Musikgruppen gespielt werden. Beliebt ist der Karneval-Merengue.

Peterson "Ti Piti" Joseph und James Carrier bringen zudem Einflüsse der Straßenmusik Rara ein. Rara ist eine Musik aus ineinander übergreifenden rhythmischen Motiven, gespielt auf unterschiedlicher Perkussion und Bambustrompeten. Und Belony Beniste ist für die typisch haitianischen Twoubadou-Balladen auf der Gitarre zuständig. Im Song "Tanbou’n Frapé" geht es darum, dass all diese Rhythmen das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Identität der Haitianer stärken.

"Jeder Schlag der Conga-Trommel verdoppelt unsere Kraft, die sich direkt auf unsere Zuhörer überträgt. Hier steht die globale Energie unserer Musik im Mittelpunkt."

(Musik: "Tanbou’n Frapé" - Lakou Mizik)

     Unsere Muttertrommel Tanbou 
     bringt uns zum Tanzen,
     Jeder Trommelschlag gibt uns ein Gefühl von Freiheit,
     Ich will nicht wissen, aus welchem Land du kommst.
     Denn wir sind alle gleich.

Die Musiker des Kollektivs Lakou Mizik stehen inebeneinander in einer Reihe  (Daniel Schechner)Lakou Mizik: Ein Schmelztiegel verschiedenster Musiktraditionen auf Haiti (Daniel Schechner)

Haiti war nach der französischen Kolonialzeit Anfang des 19. Jahrhunderts der reichste Staat in Lateinamerika, heute gehört Haiti zu den am wenigsten entwickelten Ländern. In den vergangenen zwanzig Jahren sind über drei Millionen Haitianer ausgewandert. Das ist ein Viertel der einstigen Bevölkerung. Das Vertrauen in die Politiker des Landes ist gering, und so gab im November 2016 bei der mehrfach verschobenen Präsidentschaftswahl gerade mal jeder Fünfte seine Stimme ab.

"Nach den Wahlen immer das Gleiche, sinnlose Wut"

"Chaotisch ist es hier. Der Wirbelsturm Matthew und die Wahlen - das war doch wirklich eine strapaziöse Kombination. Ich bewundere meine Landsleute, die irgendwie durchhalten. Aber wirklich dieses Mal trifft es uns hart."

Kurz nach den Wahlen kam es zu Unruhen, wieder einmal:

"Märkte sind in Port au Prince und in Tabarre im Westen der Insel in Flammen aufgegangen. Niemand wagte aus dem Haus zu gehen. Jeder hatte Angst. Hier herrschte höchste Alarmstufe."

Die Geschichte wiederhole sich, nach den Wahlen sei es immer das Gleiche, sinnlose Wut, meint Steeve Valcourt.

"Warum werden ausgerechnet bei uns, wo sowieso schon Hungersnot herrscht, Märkte zerstört? Jeder leidet darunter. Ich fühle mich hier nicht sicher, wir brauchen polizeiliche Präsenz, die diese öffentlichen Plätze schützt."

Lakou Mizik hat eine Vision

Trotz der äußerst schwierigen Lebensumstände, ja gerade deshalb, halten die neun Musiker von Lakou Mizik an ihrer Vision fest. Sie wollen die Stimmung auf der Insel retten und der desolaten Situation etwas entgegen setzen mit ihrer Musik und ihren Texten in haitianischem Kreol.

Im Song Anba Siklon - zu Deutsch: Wirbelsturm - kritisieren sie die Profitgier ihrer Landsleute bei Naturkatastrophen. Doch trotz aller Kritik verbreitet der Song eine positive Stimmung mit markanten Akkordeon- und Gitarrenklängen sowie dem Ruf-Antwort-Gesang zwischen Steeve Valcourt und den anderen Musikern als Chor.

(Musik: "Anba Siklon" - Lakou Mizik)

     Wie kannst du mich beim Wirbelsturm
     so schamlos ausnutzen? 
     Warum nimmst du mich nicht ernst?
     Ist dir mein Schicksal egal?
     Wie kannst du meinen letzten Funken Hoffnung rauben?
     Habe Erbarmen!
     Sieh nur, wie du mein Feld kaputt machst!
     Warum profitierst du von meiner Schwäche?
     Ich weiß aber, für Haiti sind besser Zeiten angebrochen,
     mit Haiti geht es aufwärts.

"Ich will aktiv am Aufbau meiner Heimat teilnehmen"

Steeve Valcourt, der Kopf des Musikerkollektivs Lakou Mizik, hat eine Zeit lang in New York gelebt, dort das College und die Universität besucht. Er ist aber ganz bewusst wieder nach Haiti zurückgekehrt.

"Ich liebe meine Heimat und es gibt gute Gründe dafür, Haiti die Perle der Antillen zu nennen. Ich muss hier sein und mich mit der Realität auseinandersetzen. Außerdem will ich meine Landsleute nicht im Stich lassen. Denn ich will aktiv am Aufbau meiner Heimat teilnehmen, um die Situation dort zu verbessern. Ich werde kritisch beobachten, wie die neue Regierung vorgeht, denn Haiti ist meine Heimat. Der Anführer der haitianischen Revolution Jean-Jacques Dessalines sagte damals schon: Haiti bedeutet, du bist Zuhause."

"Der tägliche Überlebenskampf auf Haiti"

Das war 1804, als Haiti als erstes lateinamerikanisches Land unabhängig wurde von Frankreich und wirtschaftlich gut da stand. Doch die Entwicklung seither lässt mehr als zu wünschen übrig. Auch Gitarrist und Sänger Ras Ely von der fünfköpfigen Band Djazakala, deren Musiker alle Mitte zwanzig sind, kritisiert das haitianische Regime ähnlich scharf wie Steeve Valcourt:

"Die permanent instabile und angespannte politische Situation in Haiti löst Angst und Schrecken aus und hat verheerende Auswirkungen auf die körperliche und geistige Verfassung der Bevölkerung."

Ras Ely spricht aus, was für viele Alltag ist: Der tägliche Überlebenskampf auf Haiti. Und das betrifft natürlich auch die Musiker. Raubkopien sind an der Tagesordnung und Urheberrechte nicht geschützt.

"Das ist Roots-Musik der jungen Generation."

"In unserer Musik sind Jazz-Anleihen, Blues und afrikanische Einflüsse, die wir mit traditionellen Elementen wie haitianischen Trommeln und heimischer Perkussion verbinden. Das ist Roots-Musik der jungen Generation."

Diese Roots-Musik heißt "La Racine", also aus dem Französischen übersetzt: die Wurzel, der Ursprung, da die auf Haiti immer noch verbreitete Voodoo-Zeremonie, begleitet von Trommeln und Gesang,  an die Heimat der westafrikanischen Vorfahren erinnert. Schließlich kam die Religion des Voodoo aus Afrika. Die Roots-Musik entwickelte sich in den 1970er-Jahren als eine Mischung aus haitianischer Voodoo-Musik und amerikanischem Jazz.

Die Band Djazaka besteht aus den beiden Brüdern: Ras Ely, Gitarre, und Seth, Bass. Dazu kommen Gitarrist Maquel Jean Baptiste und die Perkussionisten Edea und Regal. Diese beiden sind in der Band mit Schlaginstrumenten und sehr häufig der Trommel Kou für die Voodoo-Einflüsse zuständig. Die Gitarristen spielen vor allem akustisch.

Fehlender Bezug der Jugend zur traditionellen haitianischen Musik

Djzakala - die Mitglieder sind übrigens alle ausgebildete Toningenieure - halten bewusst am traditionell orientierten Musikstil fest - akustische Gitarren, kreolischer Gesang und Voodoo-Trommeln - auch wenn die Roots-Musik auf Haiti immer mehr vom amerikanischen Hip Hop verdrängt wird. Besonders die junge Generation wird zunehmend über das Internet und durch die Musikplattform Youtube von amerikanischer Musik beeinflusst und verliert den Bezug zur traditionellen haitianischen Musik.

"Wir dürfen unsere Geschichte nicht vergessen. Wir müssen uns ins Gedächtnis rufen, woher wir kommen. Erst dann wissen wir, wohin wir gehen. Unser Schulsystem ist marode, die meisten Menschen sind ungebildet. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Haitianer aufzuklären und ihr Bewusstsein zu schärfen, damit wir unsere heimische Identität am Leben erhalten."

An die jungen Haitianer richtet die Band Djazakala Botschaften, die sich aus der Entwicklung der karibischen Insel ergeben. Ein gutes Jahrhundert lang, von 1697 bis zur blutig erkämpften Unabhängigkeit 1804, war Haiti eine französische Kolonie und verdankt seine Existenz der einzig erfolgreichen Sklavenrevolution der Weltgeschichte.

Kampf gegen die Rolle Frankreichs als Kolonialmacht

Für die Mitglieder von Djazakala ist der haitianische Nationalheld Dutty Boukman ein großes Vorbild. Er war der Anführer des Sklavenaufstands in der damaligen französischen Kolonie Saint Domingue, das ist das heutige Staatsgebiet Haitis. Er kämpfte gegen die Rolle Frankreichs als Kolonialmacht, so wie Djazakala sie im Song Sila noch heute kritisiert.

    Gebt Haiti zurück, was Haiti gehört.
    Warum hat Frankreich unser Land so gnadenlos ausgebeutet?
    Warum wurden so viele Menschen gequält? 
    Warum musste  so viel Blut unserer Vorfahren fließen?

"Im Song Sila sprechen wir von den Reparationszahlungen, die Frankreich von Haiti nach der Unabhängigkeit verlangt hat: insgesamt 150 Millionen Gold-Franc. Der damalige Machthaber Haitis war einverstanden und hatte diese horrende Summe bezahlt. Frankreich hat sich nie seiner historischen Verantwortung für Haiti gestellt."

"Nur in der Gemeinschaft liegt die Stärke"

Ganz im Gegenteil, es unterstützte das korrupte Regime der Duvalier-Dynastie, zunächst den Vater, dann den Sohn, der nach seiner Vertreibung 1986 mit offenen Armen in Frankreich aufgenommen wurde.

Die Musiker der Band Djazakala leben ihre Vision in der dorfähnlichen Gemeinschaft Lakou, wo Familienmitglieder und Freunde gleichberechtigt zusammenleben.

"Unsere Lebensphilosophie knüpft an die Bewegung der Bauern an, die auf Selbstversorgung basiert. Nur in der Gemeinschaft liegt die Stärke. Nur dieses autonome Prinzip hat seit jeher das Überleben unserer Landsleute bei Katastrophen und in schwierigen Zeiten gesichert. Doch die Regierung nimmt das nicht zur Kenntnis und kümmert sich überhaupt nicht um diese autonome Bewegung."

Kreolischer Chor-Gesang

Deshalb versuchen Djazakala mit ihrem ruhigen Gitarrensound, dem eindringlichen kreolischen Chor-Gesang und ihren Trommeln die Inselbewohner im wahrsten Sinne des Wortes wachzurütteln.

     Es ist die Zeit gekommen,
     nach der langen Demütigung, Ausbeutung und Kolonialisierung,
     selbst über unser Land zu bestimmen,
     Kopf hoch! Wir jungen Leute müssen endlich aufwachen.
     Wir müssen unser Leben selbst in die Hand nehmen.
     Haiti hat so viele kulturelle Schätze, 
     daran müssen wir anknüpfen
     Und diese Tradition stolz fortführen.
     Nur gemeinsam sind wir stark! 

Soundtrack der Hoffnung

Die Musiker von Djazakala sind noch nicht international auf Tour gewesen. Sie haben sich aber in den vergangenen Jahren auf Haiti einen Namen gemacht und standen in der Hauptstadt Port au Prince mit Künstlern wie dem malischen Musiker Habib Koité oder dem haitianischen Sänger und Komponisten BélO auf der Bühne, der international für sein politisches und soziales Engagement bekannt ist.

Die Auftrittsmöglichkeiten in Haiti selbst sind dagegen eher begrenzt. Deshalb versucht das Quintett seine Musik übers Internet zu verbreiten, um zumindest die eigenen Landsleute zu gesellschaftlichen und politischen Veränderungen zu motivieren: mit einem Soundtrack der Hoffnung.  

(Musik: "Se Ayiti Wi" - Djazakala)

     Ihr könnt stolz sein!
     1804 haben wir die Sklaverei beendet.
     Wir haben es ihnen gezeigt,
     sie waren schockiert,
     als wir die Ketten ablegten,
     sie dachten, wir würden sie behalten,
     aber wir haben uns davon befreit. 

 

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