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StartseiteAus Religion und GesellschaftDas zersägte Testament13.12.2017

Die BibelDas zersägte Testament

Wie wichtig ist das Alte Testament? Weniger wichtig als das Neue, befand vor vier Jahren der evangelische Theologe Notger Slenczka. Die Debatte hält bis heute an. Gestritten wird über den biblischen Kanon - und über das Verhältnis zwischen Christentum und Judentum.

Von Carsten Dippel

In der Ausstellung "Luther und die deutsche Sprache" ist am 04.05.2016 auf der Wartburg in Eisenach (Thüringen) eine Bibelausgabe, gedruckt 1700 in Nürnberg, in der Schaubibliothek zu sehen. (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
Luther-Bibel aus Nürnberg (um 1700) (picture alliance / dpa / Martin Schutt)
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"Fürchte Dich nicht. Ich habe Dich erlöst. Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen. Du bist mein."(Jesaja 43, Vers 1)

Es ist ein beliebter Taufspruch, die bekannte Stelle aus Jesaja 43. Eigentlich jedoch umfasst der Vers aus dem Alten Testament einen entscheidenden Punkt mehr. Denn der Spruch, der unter Christen als segensreich gilt, hat einen ganz konkreten Adressaten, der vorangestellt ist. So beginnt der Vers mit den Worten:

"So spricht Gott zu Jacob, so spricht Gott zu Israel: Fürchte Dich nicht. Ich habe Dich erlöst. Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen. Du bist mein." (Jesaja 43,1)

Es ist die unmittelbare Anrede Gottes an sein Volk Israel. Wenn Christen diesen Vers zur Taufe ihrer Kinder auswählen, dann jedoch nicht, weil sie sich in den Bund Gottes mit Israel gestellt sähen. Sie stellen ihn vielmehr in einen neuen Sinnzusammenhang.

Der evangelische Theologe Alexander Deeg sagt: "Dieses Beispiel zeigt die grundlegende Spannung in der wir Christen uns befinden. Wir lesen Texte, die nicht nur unsere Texte sind, aber die wir notwendig als unsere Texte reklamieren. Das führt uns immer in die Spannung: Christliche Identität ist niemals bei sich selbst und vollkommen, sondern wir erzählen uns hinein in die Geschichte Israels, die teils unsere Geschichte ist und zu gleichen Teilen bleibend eine fremde Geschichte ist."          

Um diese Identität, die Deeg hier beschreibt, ringen Christen seit jeher.

Ist nur das Neue normativ?

Damit verbunden ist immer auch eine Positionsbestimmung zum Alten Testament, zu jenem Teil der Bibel, der für die Juden der Tanach und für Christen, je nach Sichtweise, der ältere Teil der Bibel ist. Bislang gehört er für Christen aller Konfessionen zum Kanon der Bibel.

Doch welche Bedeutung hat das Alte Testament für christliche Theologie und Glaubenspraxis?

Eine leidenschaftlich geführte Kontroverse, die weit über die akademische Zunft hinausreicht berührt die Grundfesten des christlichen Selbstverständnisses: Die Haltung gegenüber dem Judentum. Die Art und Weise, wie die biblische Botschaft in Forschung, Lehre und im kirchlichen Leben, im Gottesdienst, in den Gemeinden gelebt und verkündet wird. Und nicht zuletzt die Ökumene.

Ausgelöst wurde die Debatte um das Alte Testament durch Thesen des Berliner systematischen Theologen Notger Slenczka. Dieser hatte 2013 im Marburger Jahrbuch für Theologie einen Aufsatz veröffentlicht, dessen Sprengkraft zunächst kaum jemandem auffiel.

Slenczka entwirft darin einen Umgang mit dem Alten Testament, der einem radikalen Bruch gleichkommt: Könne das Alte Testament für das christlich-fromme Selbstbewusstsein wirklich die gleiche normative Kraft entfalten wie das Neue? Nein, sagt Slenczka. Für ihn hat das Alte Testament nur mehr apokryphe Bedeutung.

Slenczka folgt in seiner Argumentation ausdrücklich den Theologen Adolf von Harnack und Friedrich Schleiermacher, die als Vertreter der spätliberalen Theologie Ende des 19. Jahrhunderts die Bedeutung des Alten Testaments abzuschwächen suchten und das Christentum gegenüber dem Judentum in einer höheren Entwicklungsstufe sahen. Adolf von Harnack schrieb seinerzeit:

"Das Alte Testament im zweiten Jahrhundert zu verwerfen, war ein Fehler, den die große Kirche mit Recht abgelehnt hat; es im 16. Jahrhundert beizubehalten, war ein Schicksal, dessen sich die Reformation noch nicht zu entziehen vermochte; es aber seit dem 19. Jahrhundert als kanonische Urkunde im Protestantismus noch zu conservieren, ist die Folge einer religiösen und kirchlichen Lähmung."

"Urkunde einer andere Religionsgemeinschaft"

Notger Slenczka greift diesen Gedanken Adolf von Harnacks auf und streitet den Texten des Alten Testamentes einen kanonischen Rang für das Christentum ab. Er schreibt in seinem Aufsatz ‚Die Kirche und das Alte Testament’:

"Es handelt sich eben von vornherein nicht mehr um ein unmittelbar in die eigene Geschichte hineinredendes Buch, sondern um die Identität stiftende Urkunde einer anderen Religionsgemeinschaft. (...) Damit ist aber das Alte Testament als Grundlage einer Predigt, die einen Text als Anrede an die Gemeinde auslegt, nicht mehr geeignet. Sie – die christliche Kirche – ist als solche in den Texten des Alten Testaments nicht angesprochen."


"Ja, was heißt das anderes, es muss nicht in die Bibel? Apokryph gehört nicht zur Bibel. Die Frage ist ja, ist es offenbartes Wort Gottes oder nicht? Spricht es zu uns oder nicht?", sagt Rainer Kampling. Er lehrt am Seminar für Katholische Theologie der Freien Universität Berlin.

"Dann gehört es nicht zu dem, was zu predigen ist. Und was nicht zu predigen ist, ist nicht Wort Gottes. Und wir müssen, so ist es immer Auffassung der Kirche gewesen, auch über das Alte Testament als uns angehendes Wort sprechen. Und man erkläre mir nicht, das sei uns fremder als das Neue Testament."

Es ist eine augenfällige Diskrepanz zwischen katholischem und evangelischem Umgang mit dem biblischen Schriftenkorpus.           

Die Quelle dafür liegt in den Nachwehen der Reformation, die, wenn man Notger Slenczka hier in eine größere Traditionslinie stellen will, bis heute reichen.

"Martin Luther hat eine etwas unglückliche Tendenz gehabt, an dem Kanon der Schriften Alten und Neuen Testamentes herumzusägen", sagt Christoph Markschies, der das Institut Kirche und Judentum an der Humboldt Universität Berlin leitet.

"Theologisch desaströs"

"Es gibt eine mündliche Äußerung von ihm, da sagt er: ‚Ich würde den Jacobusbrief am liebsten ins Feuer werfen!’ Und da muss man nüchtern sagen, das ist natürlich theologisch desaströs. Auch hier muss man Martin Luther streng kritisieren. Die Schrift kann keine uns selber kritisierende, überführende, orientierende Funktion haben, wenn wir selbst nach unserem theologischen Gusto da einzelne Schriften heraussägen. Insofern ist die Idee, das Alte Testament zu einer Apokryphe zu machen, nur eine besonders unglückliche übersteigerte Fortsetzung der Idee, den Jacobusbrief in den Ofen zu werfen. Wir können von den katholischen Mitchristen lernen, dass vielleicht gerade die Konzentration auf Schriften, die wir in der Evangelischen Kirche und Theologie für uninteressant oder überwunden halten, Pastoralbriefe, Jacobusbrief, Epheserbrief, dass die uns hilft, Christus in neuem und besseren Licht zu sehen und auch besser zu verstehen, warum wir katholische Mitchristinnen und Mitchristen haben."

Spätestens seit dem Konzil von Trient im Jahr 1548, das eine unmittelbare Antwort auf die Reformation war, ist die Frage, was zum Kanon der Bibel gehört, für die katholische Kirche geklärt. Martin Luther hatte mit seiner sprachgewaltigen Bibelversion den Pfad der Tradition verlassen.

Der Reformator übersetzte das Alte Testament aus der Hebraica. Für die römisch-katholische Kirche wie auch die Kirchen der Orthodoxie und des Orients bildet die Grundlage der Bibel jedoch die griechische Übersetzung des Alten Testamentes, die Septuaginta. Wer heute eine katholische Bibel aufschlägt, findet deshalb darin Texte wie die Makkabäerbücher, die in evangelischen Ausgaben fehlen oder bestenfalls mit der Erweiterung als Apokryphe zu finden sind.

Wer legt fest, was zum Kanon gehört?

Rainer Kampling: "Es gibt einen Kanon durch Gebrauch, der ist gewachsen und wird nicht in Frage gestellt. Das Erstaunliche ist dann, das in diesem Konzilsdokument ausdrücklich festgehalten ist, dass Gott der Urheber von beiden Testamenten ist. Das heißt also, für einen katholischen Theologen ist die Vorstellung, dass das Alte Testament minderwertig sei oder nicht zum Kanon der Schriften gehört, außerhalb des Denkmodells."

"Das christliche Leben wäre verwüstet"

Bei einer Degradierung des Alten Testamentes zu einer Apokryphe ginge substantiell Entscheidendes verloren. Im Gegensatz zu seinem evangelischen Kollegen hält Rainer Kampling das Alte Testament daher sehr wohl für eine für das christliche Selbstverständnis wichtige Schrift:

"Ich würde behaupten, das religiöse Leben wäre mehr als verwüstet. Ganze Teile der Frömmigkeit wären unvorstellbar. Es gibt Menschen, die sich in den Texten des Alten Testamentes durchaus wiederfinden können, in ihrer Not und ihrem Elend, ihre Sorgen und auch ihren Zorn vor Gott tragen. Wenn wir sehen, welchen hohen Stellenwert das zum Beispiel in Kirchen hat, die in Afrika angesiedelt sind oder in Lateinamerika, also dann muss man sagen, dass es auch eine hohe kulturelle Frage ist. Ich glaube, das wäre eine Verarmung dessen, was wir Glaubensleben nennen."

Schon der Gnostiker Markion verwarf im zweiten Jahrhundert die Schriften des Alten Testaments. Darin sei die Rede von einem fürchterlichen, kriegerischen Gott, der mit dem Gott des Neuen Testaments nichts zu tun habe. So könne das Alte Testament kein Buch der Kirche sein.

Wenngleich Markions Position zunächst nur eine Strömung unter vielen darstellte und sich kirchenrechtlich nicht durchsetzte: Es war eine strikte Grenzziehung zum Judentum, an die spätere christliche Theologen anknüpften. Hier deutete sich dann eine über Jahrhunderte ziehende tiefe Judenfeindschaft an.

Dabei sind Markions Positionen weder historisch noch theologisch haltbar, findet Micha Brumlik, Senior Professor am Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg:

"Es gibt diese alte, seit Luther grassierende These, Gesetz versus Evangelium, wobei das Judentum und die hebräische Bibel ausschließlich so etwas wie das strenge Gesetz zum Ausdruck bringen und dagegen der Glaube an Jesus Christus, seine Taten, seine Auferstehung etwa ausschließlich von Erlösung handeln. Das ist, das haben die Bibelwissenschaften in den letzten Jahrzehnten immer und immer wieder gezeigt, so überhaupt nicht haltbar."           

Eher verstellt als erhellt

In seinem Aufsatz ‚Die Kirche und das Alte Testament’ äußert Notger Slenczka eine Grundskepsis gegenüber den Texten des Alten Testaments:

"Wenn jemand ernsthaft die Texte des Alten Testaments in ihrer Gänze liest und überschaut, wird er oder sie sich nur in engen Grenzen dazu im Stande sehen, sie als Ausdruck des Gottesverhältnisses zu lesen. Es ist faktisch so, dass wir den Texten des Alten Testaments in unserer Frömmigkeitspraxis einen minderen Rang im Vergleich zu den Texten des Neuen Testaments zuerkennen."    

Doch bei allem Gegenwind, der Notger Slenczka quer durch die Fachbereiche entgegenschlug, ganz allein steht er mit seiner Position keineswegs. Es gibt in der evangelischen Theologie durchaus eine lange, nachreformatorische Tradition, über den Kanon zu diskutieren. Schon der evangelische Theologe Falk Wagner hatte in den 1980er Jahren geschrieben:

"In systematischer Hinsicht erscheint das Festhalten an der kanonischen Geltung des Alten Testaments deshalb als problematisch, weil auf diese Weise das spezifisch Neue und Eigentümliche des christlichen Grundgedankens eher verstellt als erhellt wird."           

Das ist nicht so weit weg von dem, was Notger Slenczka sagt. Für den Leipziger Neutestamentler Rochus Leonhardt hat Slenczkas Argumentation eine entscheidende Schwäche:

"Die Grenze zwischen dem, was für den christlichen Glauben heute plausibel sein kann, verläuft nicht zwischen Altem und Neuem Testament, sondern sie geht quer durch das Alte und das Neue Testament jeweils hindurch."

Für Leonhardt folgt daraus eine grundsätzliche Frage, in die er die Debatte gern überführen würde.

Der Kanon fiel nicht vom Himmel

Rochus Leonhardt: "Wir müssen über Kanonizität überhaupt nachdenken. Wie ist überhaupt das Verhältnis zwischen christlich-frommen Selbstbewusstein auf der einen Seite und als normativ geltenden Texten auf der anderen Seite? Das betrifft unseren Umgang mit dem Neuen Testament genauso wie mit dem Alten."              

Der Kanon sei schließlich nicht vom Himmel gefallen, sondern Ergebnis kirchlicher Traditionsbildung. Genau dagegen habe Luther sein religiöses Selbstverständnis in Anschlag gebracht.    

Was Notger Slenczka in seiner Argumentation nicht erwähnt, ist der katastrophale Irrweg, den die deutsche evangelische Theologie, auch in Folge der spätliberalen Theologie von Harnacks und Schleiermachers, im 20. Jahrhundert beschritten hat.   

In radikaler Konsequenz hat die theologische Geringschätzung gegenüber dem Judentum zu einer scharfen Verneinung aller jüdischen Bezüge im Christentum geführt. Bis hin zu einer Theologie, die in Jesus einen arischen Christus sehen wollte und sich in den Dienst des Nationalsozialismus mit seinem Judenhass stellte.

So schrieb der bis heute als einer der bedeutendsten protestantischen Theologen des 20. Jahrhundert geschätzte Emmanuel Hirsch 1936 das Alte Testament sei "in seiner Ganzheit das Dokument einer fremden Religion, die für uns durch den Glauben an Jesus aufgehoben und zerbrochen ist."

Als "vom Evangelium verneinte Gesetzesreligion" galt dem Göttinger Neutestamentler das Judentum und mit ihm das Alte Testament als feindlicher Gegenentwurf zum christlichen Glauben. Der Harnack-Schüler Hirsch, einer der eifrigsten Deutschen Christen, Partei- und förderndes SS-Mitglied, gehörte damit zu jenen protestantischen Theologen, die im Judentum ein zu bekämpfendes Übel sahen.

Alexander Deeg sagt: "Das ist, finde ich, ist der Grundfehler bei Slenczka, dass er diese liberale Denktradition, die sich in vieler Hinsicht eigentlich als gescheitert erwiesen hat, heute wieder aufnimmt. Als hätte es die Schoah, als hätte es die Jahre 1933-45, als hätte es die Abarten des Antisemitismus und v.a. als hätte es die zarten Schritte der Neubegegnung zwischen Christentum und Judentum nach 1945 niemals gegeben."

Die Slenczka-Debatte hat hohe Wellen geschlagen, gerade weil die Haltung zum Alten Testament den Kern des christlichen Selbstverständnisses berührt.

Defizite im Theologie-Studium

Dies hat schließlich Auswirkungen auf die liturgische Praxis, auf die Gottesdienste, das Gemeindeleben, sagt Christoph Markschies vom Institut Kirche und Judentum, der zu den schärfsten Kritikern Slenczkas zählt.

"Es gibt einen einzigen Satz bei Slenczka, dem ich zustimmen würde, der sagt: Es gibt Gemeinden, die behandeln das Alte Testament wie eine Apokryphe. Ich würde daraus natürlich sofort den Schluss ziehen: Da müssen wir was unternehmen! Die Bibel hat zwei gleichberechtigte Teile."             

Das Alte Testament im Gegensatz zu Slenczka viel stärker ins Bewusstein zu rücken, sei auch eine Aufgabe für die theologische Ausbildung. Denn hier gebe es derzeit deutliche Defizite.

Der Alttestamentler Andreas Schüle von der Universität Leipzig sieht in der kontroversen Debatte durchaus eine Chance, um grundsätzlich neu über den christlichen Umgang mit den beiden Testamenten nachzudenken:

"Es ist wichtig, den Standort und die Bedeutung des Alten Testaments wieder zu bedenken. Ist es überhaupt sinnvoll, die Bibel so klar nach Altem und Neuem Testament zu sortieren, wie das in dieser Debatte immer wieder so geschieht? Das ist ja fast, als stünden da zwei Monolithen nebeneinander – Altes und Neues Testament – und die haben nichts miteinander zu tun. Ich würde dafür plädieren, dass wir einen Sinn für Biblische Theologie zurückgewinnen, sowohl in der Forschung wie auch in der Lehre und vielleicht auch in den Strukturen der Universität."                

Neue Studien-Module machen es heute jedoch möglich, Theologie zu studieren, ohne eine einzige Veranstaltung zum Thema Judentum belegt zu haben. Außerhalb der Studien zum Alten oder Neuen Testament findet Judentum für viele Studenten daher kaum statt. Eine dramatische Situation, kritisiert Schüles Kollege Alexander Deeg.

"Hier muss dringend nachgebessert werden. Es muss zur christlichen theologischen Ausbildung gehören, dass das Judentum als lebendiges Judentum und als lebendiges Gegenüber fest verankert ist."           

Für den Leipziger Theologen ist dies letztlich auch eine Aufforderung an die Gemeinden, Altes Testament und Judentum wieder stärker in den Blick zu nehmen.

"Ich würde sehr dafür plädieren, dass wir in unseren Gottesdiensten immer wieder deutlich machen, dass wir uns auf Texte beziehen, die nicht zunächst unsere eigenen Texte sind. Diese spannungsreiche Identität gilt es zu leben als Christenmenschen. Anders, meine ich geht’s nicht. Und zugleich ist es die einzige Chance zu sagen, dass das Judentum eben nicht nur eine Religion wie alle anderen auch ist. Sondern es würde damit deutlich werden, dass wir auf eine außergewöhnliche Weise mit dem Judentum verbunden sind."

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