
+++ Iranisches Regime ruft zu regierungsfreundlichen Kundgebungen auf
Präsident Peseschkian sprach von einem "Marsch des Widerstands", der morgen in zahlreichen Städten stattfinden solle und sich gegen die Gewalt von - wie er es nannte - "urbanen Terroristen" richte. Die Regierung verhängte zudem drei Tage Staatstrauer und verwies darauf, dass bei den Protesten Einsatzkräfte getötet worden seien.
+++ UNO-Generalsekretär "schockiert" über Gewalt im Iran
Guterres rief die Behörden zur Zurückhaltung auf. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit müssten "uneingeschränkt geachtet und geschützt werden". Guterres verlangte außerdem eine Aufhebung der Internetsperre im Iran.
+++ EU-Parlamentspräsidentin Metsola ermuntert Demonstranten im Iran
Metsola rief dazu auf, die Proteste gegen das Regime fortzusetzen. Sie schrieb in den Sozialen Netzwerken, Irans neue Generation fordere auf den Straßen Würde und Freiheit. Das sei nicht zu viel verlangt. Metsola rief die Führung in Teheran auf, das Töten zu beenden und unschuldig Inhaftierte freizulassen.
+++ Trump über verschiedene Maßnahmen gegen den Iran informiert
US-Präsident Trump erwägt US-Medienberichten zufolge Militärschläge im Iran, aber auch andere Möglichkeiten. Neben einer Reihe möglicher militärischer Optionen wird demnach auch über andere Maßnahmen diskutiert wie den Einsatz von Cyberwaffen gegen militärische und zivile Ziele, weitere Sanktionen gegen den Iran sowie die Unterstützung regierungskritischer Stimmen im Internet. Nach Angaben des US-Senders "CNN" wurde der US-Präsident bereits über die Möglichkeiten informiert, während das "Wall Street Journal" berichtet, ein Trump-Briefing solle am Dienstag stattfinden.
+++ Deutlich mehr Todesopfer im Iran befürchtet
Die Zahl der Todesopfer bei den Protesten gegen das islamistische Regime im Iran könnte womöglich höher sein als bislang vermutet. Inzwischen sei von fast 500 toten Demonstranten auszugehen, teilten Exil-Menschenrechtsgruppen in den USA mit. Es seien auch knapp 50 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden. Fast 11.000 Menschen wurden demnach festgenommen.
Der Iran-Experte Ali Fathollah-Nejad sagte im Mitteldeutschen Rundfunk, es gebe Anzeichen, dass Hunderte von Demonstranten - wenn nicht gar eine vierstellige Zahl - getötet worden seien. Der iranische Polizeichef Radan hat jüngst erklärt, die Sicherheitskräfte hätten ihre Bemühungen zur Bekämpfung der "Randalierer" verstärkt.
+++ Die israelische Regierung sichert dem iranischem Volk Unterstützung zu
Israels Außenminister Saar erklärte, man unterstütze den Kampf des iranischen Volkes für die Freiheit und wünsche viel Erfolg. Die Regierung in Teheran sei der größte Exporteur von Terrorismus und Radikalismus. Saar rief die EU auf, die iranischen Revolutionsgarden als terroristische Organisation einzustufen. Dies habe er auch Bundesinnenminister Dobrindt mitgeteilt, der sich gerade in Israel aufhält.
+++ Iran droht mit Angriffen auf US-Ziele und Israel
Der Iran hat Israel und die USA davor gewarnt, die Protestbewegung im Land militärisch zu unterstützen. Jeder Angriff der USA werde zu Angriffen auf Israel und regionale US-Militärstützpunkte sowie den Seeverkehr der Vereinigten Staaten führen, sagte Parlamentssprecher Ghalibaf in Teheran. Diese seien dann legitime Ziele. US-Präsident Trump hatte den Teilnehmern der Massenproteste gegen das iranische Regime Unterstützung zugesichert. Der Iran strebe nach Freiheit, vielleicht wie nie zuvor. Die USA seien bereit zu helfen, so Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Warum die Menschen im Iran erneut auf die Straße gehen und welches Potential die Proteste diesmal haben - ausführliche Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel: Iran: Wie gefährlich sind die Proteste für das Mullah-Regime?
Diese Nachricht wurde am 11.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
