Interview der Woche
Digitalminister Wildberger: KI-Bilder "ohne Bezug zur Realität" bedrohen die Demokratie

Bundesdigitalminister Wildberger hat sich dafür ausgesprochen, Künstliche Intelligenz stärker zu regulieren. KI-generierte Bilder und Videos seien ein Problem für Demokratie und Gemeinwesen, sagte er im Interview der Woche des Deutschlandfunks.

    Karsten Wildberger (CDU), Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, spricht in der Debatte im Bundestag.
    Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (Niklas Graeber / dpa / Niklas Graeber)
    Es bestehe die Gefahr, dass das, was Menschen im Internet sähen und läsen, nichts mehr mit der Realität zu tun habe. Das sei ein Riesenthema, das die Politik angehen müsse, erklärte Wildberger. Auch die gesetzlichen Instrumente im Umgang mit Deepfakes und pornografischen KI-Bildern müsse man gegebenenfalls nachschärfen. Im Internet sollten dieselben Rechte gelten wie in der realen Welt, betonte der CDU-Politiker.
    "Pornografie, vor allen Dingen auch gerichtet gegen Frauen, Kinder, egal gegen welche Menschen, das geht überhaupt nicht." Wildberger bezog sich dabei auf die Funktion des KI-Assistenten Grok von Elon Musks KI-Firma xAI. Mit dieser hatten Nutzer ungefragt, sexualisierte Bilder vor allem von Frauen erzeugt und verbreitet. Inzwischen hat xAI Beschränkungen des Chatbots angekündigt.
    Wildberger erklärte, Künstliche Intelligenz sei zu einem weltweiten Machtfaktor geworden. Europa müsse daher auch eigene Modelle entwickeln, die nach europäischen Regeln und Werten funktionierten.

    Mehr zum Thema:

    KI-generierte Sexbilder: Bundesregierung kündigt schärfere Maßnahmen an
    Deepfake-Pornografie: Sexualisierte Gewalt durch KI
    Diese Nachricht wurde am 17.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.