Freitag, 12. August 2022

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Dirigent György Vashegyi
Ungarns Botschafter der Alten Musik

Dieser Mann folgt einer Mission: György Vashegyi entdeckt lohnenswerte, vergessene Komponisten und führt deren Werke neu auf. Mittlerweile genießen seine Ensembles große internationale Anerkennung. Harte Arbeit, die sich nun auszahlt.

Am Mikrofon: Bernd Heyder | 26.05.2020

    Der Weg zur Alten Musik war für György Vashegyi früh vorgezeichnet. Lange schon spielte er Violine, Blockflöte, Oboe und Cembalo, als er mit 18 Jahren das Dirigierstudium in seiner Heimatstadt Budapest begann. Als er Mitte der 1990er-Jahre zu weiteren Studien an die Dresdner Akademie für Alte Musik wechselte, konnte Vashegyi bereits erste Erfolge mit seinem Purcell Choir und dem auf historischem Instrumentarium spielenden Orfeo Orchestra feiern. Zu ihren Markenzeichen gehören ungarische Erstaufführungen zentraler Werke der Alten Musik und Wiederentdeckungen zu Unrecht vergessener Kompositionen, aber auch Konzerte mit Haydn-Sinfonien an ihrer Original-Spielstätte, dem Esterházy-Schloss in Fertőd.
    Wie sehr man den ungarischen Dirigenten und seine Ensembles inzwischen international schätzt, das belegt die enge Zusammenarbeit mit dem eher auf französische Formationen fokussierten Centre de musique baroque in Versailles, aus der inzwischen mehrere Opern-Produktionen inklusive CD-Einspielungen hervorgegangen sind.