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StartseiteSport am Wochenende"Goldener Plan" für moderne Sportstätten07.12.2019

DOSB-Versammlung"Goldener Plan" für moderne Sportstätten

In Frankfurt fand die Mitgliederversammlung des DOSB statt. Leistungssportreform und eine deutsche Olympiabewerbung waren die Themen. Und auch, dass das Geld des Bundes-Innenministeriums für den Spitzensport wieder mehr wird. Dazu gab es eine Überraschung.

Andrea Schültke im Gespräch mit Raphael Späth

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Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) spricht bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). (Frank Rumpenhorst/dpa/picture-alliance)
Innenminister horst Seehofer erklärte, Deutschland könne und wolle Olympische Spiele ausrichten (Frank Rumpenhorst/dpa/picture-alliance)
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Für die Überraschung sorgte der Bundesinnen- und Sportminister Horst Seehofer.  Und zwar, als er auf marode Sportstätten zu sprechen kam: Im kommenden Haushaltsjahr seien 200 Millionen Euro für die Sanierung oder den Bau kommunaler Sportstätten, Jugend und Kultur genehmigt worden, sagte Seehofer auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Gemeinsam mit dem Geld aus den zurückliegenden vier Jahren seien das 700 Millionen Euro - ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Nachwuchssports. Und dann kam die Überraschung: Der Minister brachte einen sogenannten "Goldenen Plan" für den Sportstättenbau in die Diskussion ein.

Neue Sportstätten und Olympische Spiele für Deutschland

Einen "Goldenen Plan" gab es bereits zwei Mal: einmal nach dem Krieg in Westdeutschland und einmal nach dem Mauerfall. Diese Sportstätten seien jetzt veraltet - man brauche deshalb dringend neue Schwimmbäder, im Sinne des Klimaschutzes gebaute Sportstätten, und welche, die auch altersgerecht sind. Horst Seehofer hat allerdings zunächst nur von einer Idee gesprochen.

Darüber hinaus betonte der Innenminister, Deutschland könne und wolle Olympische Spiele ausrichten und DOSB-Präsident Alfons Hörmann erklärte noch einmal, niemanden ausschließen zu wollen. Man spreche auch mit ehemaligen Bewerberstädten wie Hamburg. Deren Bewerbung war 2015 an einem Bürgerentscheid knapp gescheitert. Die Hamburger hätten allerdings erstmal kein Interesse bekundet. Auch mit Berlin sei man im Gespräch.

Alfons Hörmann, Präsident des des Deutschen Olympischen Sportbundes (rechts) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU, rechts), stehen am Rande der DOSB-Mitgliederversammlung beisammen. (Frank Rumpenhorst/dpa/picture_alliance)Alfons Hörmann, Präsident des des Deutschen Olympischen Sportbundes (rechts) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU, rechts) bei der DOSB-Mitgliederversammlung (Frank Rumpenhorst/dpa/picture_alliance)

Dann gibt es natürlich die Rhein-Ruhr Region. Dort hatte der Landtag im November beschlossen, hinter der Initiative Olympiabewerbung zu stehen. Die Initiative war von Sportmanager Michael Mronz angestoßen worden. Eine Privatinnitiative, die mit Geldern der Wirtschaft finanziert wird. Michael Mronz war auch in Frankfurt anwesend und hat intensiv für seine Idee geworben. Und der Sport kann sich auf die Position zurückziehen: das kommt alles nicht von uns, sondern wird an uns herangetragen.

Allerdings gab es gestern auch eine beunruhigende Mitteilung des Bundesverwaltungsamtes. Das hatte auf Anfrage des Deutschlandfunks mitgeteilt, dass aufgrund von Personalmangel die Verwendung der Mittel durch die Sportverbände seit fünf Jahren nicht mehr geprüft werden konnte. Innenminister Seehofer lächelte das auf Nachfrage aber weg und betonte, man wisse schon, wofür das Geld ausgegeben werde.

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