Nach Maduro-Festnahme
Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats - Guterres: "Operation nicht im Einklang mit Völkerrecht"

Der UNO-Sicherheitsrat berät über den US-Militäreinsatz in Venezuela, bei dem Staatschef Maduro festgenommen wurde. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Guterres, kritisierte in einer Botschaft, dass die Operation nicht im Einklang mit dem Völkerrecht gestanden habe.

    Das Foto zeigt die Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats bei einer Sitzung des Gremiums.
    Der UNO-Sicherheitsrat (Archivbild) berät über den US-Militäreinsatz in Venezuela. (dpa / ZUMA Press Wire / Lev Radin)
    Zugleich äußerte er seine Besorgnis über eine mögliche Verschärfung der Instabilität des lateinamerikanischen Landes. Der russische UNO-Botschafter Nebensja bezeichnete den US-Einsatz als Akt der Aggression und forderte die Freilassung Maduros.
    Die Dringlichkeitssitzung in New York war auf Antrag der venezolanischen Übergangspräsidentin Rodríguez einberufen worden. Diese hatte den Angriff verurteilt und die Freilassung Maduros gefordert. Inzwischen signalisierte Rodríguez Gesprächsbereitschaft mit den USA. Der Militäreinsatz wurde in Deutschland und Europa mit großer Zurückhaltung aufgenommen. Bei der EU-Kommission hieß es etwa, es sei noch zu früh, um alle Auswirkungen juristisch zu prüfen und zu bewerten.

    Maduro wird erstmals einem Gericht vorgeführt

    Bei dem Einsatz hatten die USA in der Nacht zum Samstag Ziele in Venezuela bombardiert und Maduro sowie dessen Frau festgenommen. Maduro soll wegen Drogenterrorismus der Prozess gemacht werden. Inzwischen wurde er zu einem New Yorker Bundesgericht gebracht. Dort soll Maduro heute erstmals zu einer Anhörung erscheinen. 
    Diese Nachricht wurde am 05.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.