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StartseiteDossierHomöopathie auf dem Prüfstand12.05.2017

Eine Frage des GlaubensHomöopathie auf dem Prüfstand

Die medizinische Versorgung in Deutschland ist heute besser als je zuvor. Trotzdem wächst die Skepsis gegenüber der Schulmedizin, der seelenlosen Apparatemedizin. Viele Patienten suchen ihr Heil in der Homöopathie. Dabei scheinen auch kritische Menschen jegliche Bedenken zu vergessen und glauben an den heilenden Geist des Wassers.

Von Dorothea Brummerloh

Globuli, ein homöopathisches Mittel (imago / Christian Ohde)
Globuli, ein homöopathisches Mittel (imago / Christian Ohde)

Die von Samuel Hahnemann im 18. Jahrhundert entwickelte Homöopathie setzte Methoden wie Aderlass und Brechkuren eine milde Behandlung entgegen. Der Arzt starb, bevor Robert Koch die Mikrobiologie und das Verständnis für Infektionskrankheiten entwickelte.

Da die Wirksamkeit von Homöopathika naturwissenschaftlich nicht belegt ist, müssen sie in den USA Warnhinweise tragen. In Deutschland hingegen sind sie zugelassen. Obwohl viele Forscher belegen, dass homöopathische Mittel nicht besser als Placebos wirken, erstatten die meisten Krankenkassen die Kosten dafür. Medizin ist nicht nur Wissenschaft, sondern auch Heilkunst. Das Dossier fragt: Gehört die Homöopathie dazu?


Anm. d. Red.: Im Manuskript wurde an einer Stelle eine falsche Zahl korrigiert.

Eine Frage des Glaubens. Homöopathie auf dem Prüfstand (PDF) (360 kB)

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