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StartseiteSternzeitDas Weltklasse-Teleskop in der Eifel12.05.2021

Einweihung der Radioschüssel vor 50 JahrenDas Weltklasse-Teleskop in der Eifel

Palomar, Mauna Kea, Paranal, Effelsberg: Diese Ortsnamen haben unter Astronomie-Fans in aller Welt magischen Klang – wegen der dort stehenden Teleskope, die zu den besten weltweit gehören.

Von Dirk Lorenzen

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Das Radioteleskop Effelsberg (MPIfR/Norbert Tacken)
Ein Stück Eifel, das alle Astronomen in der Welt kennen: das Radioteleskop Effelsberg (MPIfR/Norbert Tacken)

Nahe dem Ort Effelsberg in der Eifel steht ein Radioteleskop mit 100 Metern Durchmesser, das heute vor 50 Jahren eingeweiht wurde. Es war lange Zeit die größte bewegliche Radioschüssel der Welt. Aber selbst nach einem halben Jahrhundert ist es immer noch auf Platz 2.

Radiowellen werden nicht von Kunstlicht oder Wolken gestört. Daher lassen sich auch aus dem verregneten Deutschland exzellente Beobachtungen durchführen.

Mit der 100-Meter-Schüssel in einem Tal bei Effelsberg beobachten die Fachleute unter anderem Pulsare, schnell rotierende Sternleichen, kalte Gas- und Staubwolken im Kosmos und Magnetfelder in der Milchstraße.

Lang belichtete Aufnahme des Sternenhimmels über dem Teleskop im himmlischen Tal in der Eifel (MPIfR/Norbert Tacken)Radioteleskope beobachten bei Tag und bei Nacht, sehen aber nachts besonders spektakulär aus (MPIfR/Norbert Tacken)

Zudem wird das Teleskop oft mit Instrumenten auf anderen Kontinenten zusammengeschaltet, um noch scharfsichtiger ins All zu blicken, etwa in die Kerne aktiver Galaxien in Milliarden Lichtjahren Entfernung.

Das imposante Gerät wiegt mehr als 3000 Tonnen. Die Fläche der Schüssel ist größer als die eines Fußballfeldes, aber die größte Abweichung von der optimalen Form beträgt nicht einmal einen halben Millimeter.

Seit der Inbetriebnahme wurde die Oberfläche erneuert, ebenso kamen ganz neue Empfänger hinzu. Die Stahlstruktur ist ein halbes Jahrhundert alt – das Teleskop selbst ist hochmodern.

Mit etwas Glück feiert Effelsberg 2071 auch noch sein hundertjähriges Bestehen.

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