Nach Untersuchung
Epstein-Affäre: Präsident des Weltwirtschaftsforums, Brende, tritt zurück

Der Präsident des Weltwirtschaftsforums, der Norweger Brende, tritt von seinem Amt zurück. Brende erklärte, das Forum solle die Arbeit ohne Ablenkungen fortsetzen können. Vorausgegangen war eine Untersuchung externer Anwälte wegen Brendes Kontakten zu dem verurteilten Sexualstraftäter Epstein.

    Börge Brende, Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), spricht in Davos, Schweiz, die Schlussrede beim WEF-Jahrestreffen 2026.
    Börge Brende, Präsident des Weltwirtschaftsforums (Archivbild) (picture alliance/Xinhua News Agency/Lian Yi)
    Der Stiftungsrat des Weltwirtschaftsforums erklärte, die Untersuchung habe über das bereits Bekannte hinaus keine weiteren Bedenken ergeben. Brende hatte Anfang des Monats erklärt, er habe dreimal mit Epstein zu Abend gegessen und einige Male per Mail und Kurznachricht kommuniziert. Von Epsteins Vergangenheit und kriminellen Aktivitäten habe er nichts gewusst.
    Epstein hatte über Jahre hinweg einen Ring zur sexuellen Ausbeutung Minderjähriger unterhalten und Kontakte zu zahlreichen prominenten Persönlichkeiten gepflegt. Er wurde 2019 tot in einer New Yorker Gefängniszelle aufgefunden. Die Behörden stuften seinen Tod als Suizid ein.

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    Diese Nachricht wurde am 26.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.