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StartseiteComputer und KommunikationDas Info-Update23.03.2019

Erforscht, entdeckt, entwickeltDas Info-Update

Facebook speicherte Millionen Nutzer-Passwörter im Klartext +++ Versteigerung von 5G-Frequenzen gestartet +++ EU verhängt weitere Milliardenstrafe gegen Google +++ Nokia-Smartphones sendeten Daten nach China +++ Funkloch-App erfasst 600.000 weiße Flecken +++ Facebooks KI-Kontrolle hat bei dem Christchurch-Video versagt

Von Michael Stang

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Facebook speicherte Millionen Nutzer-Passwörter im Klartext

Das räumte das IT-Unternehmen am Donnerstag auf seinem Blog ein. Demnach waren die Zugangsdaten von hunderten Millionen Facebook-Nutzern für Mitarbeiter des Konzern im Klartext zugänglich gewesen. Es gebe keine Hinweise darauf, dass es zu einem Missbrauch der Daten gekommen sei. Der Fehler sei bei einer Routine-Prüfung Anfang des Jahres aufgefallen und inzwischen behoben worden. Datenschützer kritisieren Facebook scharf und fordern eine umfassende Aufklärung der erneuten Daten-Panne. EU-Kommissarin Vera Jourova empfiehlt EU-Bürgern eine Löschung ihrer Facebook-Accounts.

Quelle: Facebook Blog, dpa, Reuters


Die Versteigerung von 5G-Frequenzen ist gestartet

Am Dienstag hat in Mainz die Bundesnetzagentur mit der Versteigerung der ersten 5G-Frequenzen an verschiedene Telefonanbieter begonnen. Die Auktion wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern und könnte dem Staat bis zu fünf Milliarden Euro einbringen. 5G steht für die 5. Mobilfunkgeneration. Der neue Standard ist vor allem für die Industrie wichtig, weil er eine Datenübertragung in Echtzeit ermöglicht. Die Netzagentur hat den Mobilfunkunternehmen auch Auflagen gemacht. Sie müssen unter anderem bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte, alle Bundesautobahnen sowie die wichtigsten Schienenwege mit schnellem Internet versorgen. An der Auktion beteiligen sich die Deutsche Telekom, Telefónica, Vodafone und 1&1.

Quelle: Bundesnetzagentur, DLF24


Die Europäische Union verhängt weitere Milliardenstrafe gegen Google

Die EU-Wettbewerbshüter haben zum dritten Mal eine Milliardenstrafe gegen den US-Konzern verhängt. Bei der Suchmaschinen-Werbung im Dienst "AdSense for Search" seien andere Anbieter unzulässigerweise behindert worden, teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Google müsse daher rund 1,49 Milliarden Euro Strafe zahlen. Im vergangenen Jahr hatte das IT-Unternehmen nach einer Untersuchung des Smartphone-Systems Android eine Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro zahlen müssen. 2017 war eine Strafe in Höhe von 2,42 Milliarden Euro wegen Suchergebnissen beim Online-Shopping fällig geworden.

Quelle: EU Kommission, dpa, AP


Nokia-Smartphones sendeten Daten nach China

Durch eine falsche Client-Software haben Nokia7 Plus-Smartphones in Finnland Aktivierungsdaten an den Mobilfunknetzbetreiber China Mobile gesendet. Übermittelt wurden die SIM-Kartennummer, die Geräte-Identifikationsnummer (IMEI), der Standort des Funkmasts und die Identifikationsnummer für das WLAN. Die finnische Datenschutzbehörde erwägt, Ermittlungen aufzunehmen. Der Hersteller HMD Global gestand den Fehler ein: Eine einzelne Lieferung des Modells Nokia 7 Plus sei fälschlicherweise mit der Geräteaktivierungs-Software für ein anderes Land ausgestattet worden. Inzwischen sei die Panne behoben, auf fast jedem betroffenen Gerät sei mittlerweile ein Update installiert worden.

Quelle: NRK, Golem, heise, dpa 


Die Funkloch-App erfasst 600.000 weiße Flecken

Nach dem Start der Funkloch-App im Oktober 2018 hat die Bundesnetzagentur erstmals Zahlen vorgelegt. Von Ende Oktober bis Ende Januar seien demnach mehr als 64 Millionen Messpunkte erfasst worden. In knapp 600.000 Fällen habe es "kein Netz" gegeben. Die App Breitbandmessung der Bundesnetzagentur erlaubt mit einem Klick auf die Schaltfläche "Netzverfügbarkeit erfassen" den Start der Abfrage. Ab diesem Zeitpunkt erfasst die App in regelmäßigen Abständen von maximal 50 Metern, ob eine Netzabdeckung vorhanden ist - und ob sie durch 2G-, 3G- oder 4G-Technik gegeben ist.

Quelle: Breitbandmessung, Golem, Tagesspiegel


Facebooks KI-Kontrolle hat bei dem Christchurch-Video versagt

Eine Facebook Software auf Basis künstlicher Intelligenz, mit der das soziale Netzwerk bei Livestreams Inhalte filtert, hat bei den Videos des Christchurch-Massakers offenbar versagt. Damit die Software derartige Inhalte erkennen und reagieren könne, müssten die Systeme erst mit großen Datenmengen versorgt werden, die genau solchen Content enthielten, erklärte ein Facebook-Sprecher. Der Attentäter von Christchurch hatte seinen Angriff, bei dem er 50 Menschen tötete, live auf Facebook übertragen. Der US-Konzern erhielt nach eigenen Angaben zwölf Minuten später einen ersten Hinweis auf das Video. In den folgenden Stunden seien 1,5 Millionen Kopien der Aufnahme gelöscht worden.

Quelle: heise, DLF24          

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