Schlag gegen Cyberkriminalität
Ermittler schalten zwei der weltgrößten IT-Schadprogramme ab

Ermittlern ist ein Schlag gegen zwei der weltweit größten kriminellen Cybernetzwerke gelungen. In einer international abgestimmten Aktion von Behörden aus Deutschland, Kanada und den USA wurde die technische Infrastruktur von zwei so genannten Bot-Netzen abgeschaltet. Das teilten das Bundeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft in Köln mit.

    Ein Computerbildschirm mit Codes und Hände an einer Tastatur.
    Ermittler konnten zwei der weltgrößten Cybernetzwerke abschalten (Archivbild). (IMAGO / Jochen Tack)
    In den beiden Bot-Netzen seien mutmaßlich mehrere Millionen Geräte zusammengeschlossen gewesen, hieß es. Dabei handelte es sich beispielsweise um Router oder Webcams, die zuvor mit Schadsoftware infiziert wurden. Die manipulierten Geräte konnten über das Netzwerk ferngesteuert werden und so zum Beispiel Cyberangriffe ausführen.
    Die Strafverfolger identifizierten zudem zwei mutmaßliche Administratoren. Ihre Wohnungen in Deutschland und in Kanada wurden durchsucht. Die Behörden hatten zuvor mehrere Monate gegen die Betreiber der Bot-Netze ermittelt.
    Diese Nachricht wurde am 20.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.