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StartseiteSport AktuellSchweizer Staatsanwalt suspendiert – Vorwurf unklar09.11.2018

Ermittlung gegen die FIFASchweizer Staatsanwalt suspendiert – Vorwurf unklar

Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat den Chefermittler für Wirtschaftskriminalität suspendiert. Der Schritt steht im Zusammenhang mit den laufenden Strafverfahren rund um den Fußballweltverband FIFA, nicht jedoch mit den aktuellen Football-Leaks-Enthüllungen.

Von Dietrich Karl Mäurer

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Fahnen der FIFA und der Schweiz wehen im Wind. (Deutschlandradio / Dietrich Karl Mäurer)
Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat den Chefermittler für Wirtschaftskriminalität Olivier Thormann suspendiert. (Deutschlandradio / Dietrich Karl Mäurer)
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Staatsanwalt Olivier Thormann sei bis auf weiteres freigestellt - zur Vornahme der notwendigen Abklärungen. So heißt es in einer schriftlichen Mitteilung der Bundesanwaltschaft in Bern. Die Suspendierung erfolgte bereits Ende Oktober. Es handele sich dabei um eine vorsorgliche Maßnahme. Thormann verantwortete als Leiter der Abteilung Wirtschaftskriminalität mehrere große Strafverfahren internationalen Ausmaßes. Er gilt als der wichtigste Ermittler der Schweiz.

Kein Zusammenhang mit "Football-Leaks"

Gegen ihn seien Anschuldigungen aufgetaucht im Zusammenhang mit den in der Schweizer Bundesanwaltschaft laufenden Strafverfahren im Untersuchungskomplex zum Fußball und zum Weltfußballverband Fifa. Was genau dem Ermittler vorgeworfen wird, wurde nicht mitgeteilt. Ausdrücklich wurde darauf hingewiesen, dass die Suspendierung nicht im Zusammenhang steht mit zwei Treffen zwischen den Spitzen der Bundesanwaltschaft und der Fifa, über die nach der Veröffentlichung der "Football-Leaks" berichtet wurde. Ein außerordentlicher Staatsanwalt soll den Anschuldigungen nachgehen. Er entscheidet, ob gegebenenfalls ein Verfahren eingeleitet wird. 

Weitere Ermittlungen

In der Schweiz wurden in dieser Woche bereits Ermittlungen gegen einen Staatsanwalt des Kantons Wallis eingeleitet. Ihm wird vorgeworfen von FIFA-Präsident Gianni Infantino exklusive Einladungen angenommen zu haben. Im Gegenzug soll er dem Präsidenten des Weltfußballverbands bei juristischen Problemen geholfen haben. Gianni Infantino bestritt jegliche Kungelei-Vorwürfe.

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