Europa heute 

Korruption in Bulgarien„Hart zu sehen, wie viel Geld vor Ort verschwindet“

27.05.2019, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Daniel Freund, neu gewähltes Mitglied im Europaparlament für Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen, steht am Rheinufer an einem Baum. Hier äußern sie sich zu den Ergebnissen der Europawahl. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa | Verwendung weltweit (picture alliance/Rolf Vennenbernd/dpa)

Seit Monaten protestieren Menschen in Bulgarien. Sie werfen der Regierung Korruption und der EU Untätigkeit vor. Der Europaparlamentarier Daniel Freund von den Grünen war in Bulgarien, um sich vor Ort ein Bild zu machen. EU-Gelder würden dort mehr Schaden anrichten als helfen, sagte Freund im Dlf.

Beitrag hören

Korruptionsbekämpfung in der UkrainePräsident Selenskyj - großes Versprechen, große Zweifel

 September 22, 2020: Der ukrainische Präsident Volodymyr SelenskyJ (L) begrüßt den Chefdiplomat der Europäischen Union, Josep Borrell, vor den Gesprächen in Kiew. (AFP / UKRAINE PRESIDENTIAL PRESS SERVI)

Korruption gilt als eines der größten Probleme in der Ukraine. Wolodymyr Selenskyj hat versprochen, sie zu bekämpfen - und ist so Staatspräsident geworden. Doch es gibt vermehrt Zweifel, wie ernst es Selenskyj mit seinem Anti-Korruptions-Kurs wirklich ist. Jetzt erhöhen EU und USA den Druck auf die Ukraine.

Beitrag hören

Proteste gegen Corona-LockdownMadrid riegelt Stadtteile der Armen ab

Demonstarnten protestieren gegen den Abrigelungen von Stadtteilen in Madrid. (Deutschlandfunl / Hans-Günter Kellner)

In Madrid wächst der Widerstand gegen die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Die Bewegungsfreiheit der Bürger ist in Teilen der Hauptstadtregion massiv eingeschränkt. Viele Bewohner sind wütend auf die Politik.

Beitrag hören

Koloniales ErbeGroßbritanniens blinde Flecken

Die Statue von Colston wird von Demonstranten in den Fluss Avon in Bristol geworfen.  (picture alliance/ NurPhoto/ Giulia Spadafora)

Umgestürzte Denkmäler, Demonstrationen, Kritik an der Nationalhymne: Die Kolonialismus-Debatte lässt Großbritannien nicht los. Jetzt gewinnt die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit an Dynamik und zeigt erste sichtbare Veränderungen.

Beitrag hören

Rede zur Lage der EUVon der Leyen: "Kampf gegen Rassismus wird niemals optional sein"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei ihrer Rede zur Lage der EU am 16.09.2020 in Brüssel, Belgien (AFP / POOL / Olivier Hoslet)

Ursula von der Leyen hat als erste weibliche EU-Kommissionspräsidentin eine Rede zur Lage in der Europäischen Union gehalten. Dabei überraschte sie unter anderem mit ihren Forderungen zum Klimaschutz, einer Absage an Lohn-Dumping und deutlichen Worten zum Thema Asylpolitik und Rassismus.

Steigende InfektionszahlenÄrzte kritisieren spanische Corona-Politik

Spanien, Madrid: Menschen tragen Nasen-Mund-Schutzmaske vor dem Eingang des Prado Museums (Elena Shesternina/Sputnik)

Spanien ist erneut zum Hotspot der Corona-Infektionen in Europa geworden. Besonders dramatisch: die Lage in der Hauptstadt Madrid mit mehr als 500 Fällen in zwei Wochen umgerechnet auf 100.000 Einwohner. Mitverantwortlich für die Entwicklung sind aus Sicht von Medizinern die Behörden.

Beitrag hören

Bruch des Brexit-Abkommens"Von außen erscheint es als krasse Fehlkalkulation"

Das Symbolfoto zum Brexit zeigt die Flaggen der EU und Großbritanniens übereinander. (imago / Sven Simon)

Dass die britische Regierung offen ankündigt, mit dem geplanten Binnenmarktgesetz gegen internationales Recht zu verstoßen, wird Großbritannien nach Einschätzung des Europarechtlers Franz Mayer schaden. Doch gerade Deutschland sollte in dieser Frage nicht auf die Briten herabschauen, sagte Mayer im Dlf.

Beitrag hören

Diskriminierung in PolenRegierungsgelder für Anti-LGBT-Gemeinden

Proteste in Warschau der LGBT Community (imago-images.de/Eastnews)

In Polen erhalten Kommunen, die sich zur "LGBT-freien Zone" erklärt haben, Geld aus dem Staatshaushalt. Eine Kompensation für gestrichene EU-Gelder, sagt die PiS-Regierung. Kritiker sehen darin eine Belohnung homophober Politik.

Beitrag hören

Waffenboom in Österreich"Geht´s alle schießen"

Ein Plakat klebt an der Tür mit der Aufschrift: "Geht doch alle Schiessen!" (Deutschlandfunk / Stephan Ozsváth)

Die Österreicher rüsten privat immer mehr auf. 320.000 besitzen bereits eine oder mehrere Schusswaffen, Tendenz steigend. Die Corona-Pandemie war ein zusätzlicher Verkaufs-Booster, in den letzten Monaten hat der Verkauf nochmal ordentlich zugelegt.

Beitrag hören

Erdgaspipeline Nord Stream 2Dänemark steckt in der Klemme

Arbeiter stehen auf der Baustelle der Empfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 2. (dpa-Zentralbild / Stefan Sauer )

Seit der Annexion der Krim wird das Verhältnis zwischen Russland und der EU immer schlechter. Trotzdem will die Bundesregierung die Erdgaspipeline Nord Stream 2 fertigstellen. Dänemark hat zwar grundsätzlich zugestimmt, befindet sich aber in einem Dilemma.

Beitrag hören

Proteste in BelarusDas Schicksal der Stadt Grodno

Demonstranten versammeln sich am 19.08.2020 am Lenin-Platz in Grodno (Imago/Vitaly Skvortsov)

Der Polizeichef entschuldigte sich bei den Demonstranten, Kommunalpolitiker nahmen Kontakt zu ihnen auf. Zwischenzeitlich galt Grodno als große Hoffnung der belarussischen Opposition, doch dann griff Lukaschenko durch.

Beitrag hören

Europäische VerteidigungspolitikUnterschiedliche Bedrohungswahrnehmungen

26.08.2020, Berlin: Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU, Mitte, hinten), Verteidigungsministerin, spricht neben Jens Stoltenberg (2.v.r.), Nato-Generalsekretär, zu Beginn des informellen Treffens der EU-Verteidigungsminister. Das Treffen stand im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft auf dem Programm. (dpa/Michael Kappeler)

Beim informellen Treffen der EU-Verteidigungsminister wurde auch über eine engere europäische Zusammenarbeit diskutiert - doch die seien nur schwer zu realisieren, weil die Mitgliedstaaten ganz unterschiedliche Bedrohungen wahrnehmen würden, sagt Sicherheitsexperte Torben Schütz im Dlf.

Beitrag hören

Lahti in FinnlandKlimaschutz per App

Finnland gilt in der EU als umwelt- und klimabewusstes Land. Dieser Ruf trifft auch auf die finnische Stadt Lahti zu.  ( AFP / Lehtikuva / Pekka Sakki)

Finnland ist für technologischen Fortschritt und Klimabewusstsein bekannt. Beides wollen die Menschen in der finnischen Stadt Lahti verbinden. Sie überwachen ihren CO2-Fußabdruck, um klimaschädliche CO2-Emmissionen zu senken - per Smartphone-App.

GroßbritannienEinwanderung nach Punkten

Dover: Beamte der Grenztruppen eskortieren eine Gruppe von Männern, mutmaßlich Migranten, zu einem wartenden Bus.  (PA Wire/Gareth Fuller)

Die Einwanderung zu reduzieren, war eines der erklärten Ziele der Brexit-Kampagne. Ab Januar werden auch für EU-Bürger die Regeln gelten, die für Personen aus Drittstaaten Anwendung finden. Ein Punktesystem soll dabei definieren, wer nach Großbritannien einwandern darf und wer nicht.

Beitrag hören

Gang-Gewalt in SchwedenDer Kleinkrieg nimmt kein Ende

Blumen und Kerzen an der Stelle, an der ein 12-Jähriges Mädchen in der Nähe einer Tankstelle in Norsborg, Botkyrka (Stockholm) am 3. August 2020 erschossen wurde. (imago/ Stina Stjernkvist)

Anfang August wurde in Stockholm ein zwölfjähriges Mädchen während einer Schießerei durch einen Querschläger getötet. Das Kind ist das jüngste Opfer anhaltender Gang-Auseinandersetzungen. Die schwedische Regierung gerät zunehmend unter Druck, die Polizei scheint machtlos.

Beitrag hören

Kinderarmut in SpanienÜberleben mit 7.000 Euro im Jahr

Zwei Frauen beobachten Kinder beim Spielen in Sanlucar de Barrameda bei Cadiz. (AFP / Cristina Quicler)

Schon vor der Pandemie war jedes vierte Kind in der Europäischen Union von Armut bedroht. Dann kam COVID-19. Spanien ist von beidem besonders betroffen, von der Armut und vom Virus. Das ist für viele Familien, die ohnehin kaum wissen, wie sie überleben sollen, verheerend.

Beitrag hören

Straßburgs neue BürgermeisterinNeuer Politikstil und grüner Wandel

Sie will Straßburg verändern - die neue Bürgermeisterin Jeanne Barseghian (www.imago-images.de/ Abdesslam Mirda)

Die neue Straßburger Bürgermeisterin heißt Jeanne Barseghian, eine 39-jährige Grüne mit einem deutschen Partner. Sie hat mit ihrer Stadt nun einiges vor, trotz Corona und der Wirtschaftskrise. Erste Maßnahmen sind eher symbolisch - treffen im Elsaß aber nicht nur auf Zustimmung.

Beitrag hören

Pflegekräfte aus OsteuropaStreit über den Wert der Arbeit

Eine Pflegekraft aus Polen wäscht einen betllägrigen Mann. Der Pfleger kommt aus Polen und ist eigentlich Musiker von Beruf. (imago/epd)

Pflegekräfte aus Osteuropa sind eine wichtige Säule der häuslichen Altenpflege in Deutschland. Doch an den Arbeitsbedingungen entzündet sich immer wieder Kritik. Jetzt will eine frühere Altenpflegerin aus Bulgarien ein Urteil mit Signalwirkung erstreiten.

Beitrag hören

Europäische UnionEuropaabgeordnete fordern Sanktionen gegen Belarus

Viola von Cramon bei einer EU-Konferenz zu Kosovo im Oktober 2019 (AP Photo/Visar Kryeziu)

Etliche Abgeordnete des Europaparlaments haben das zögerliche Verhalten von EU-Außenminister Josep Borrell zur politischen Lage nach der Wahl in Belarus kritisiert. Sie fordern, die Wahl nicht anzuerkennen und Sanktionen gegen diejenigen, die die Gewalt im Land zu verantworten haben.

Beitrag hören

NiederlandeWütende Landwirte wehren sich gegen Umweltauflagen

Ausbringen von Gülle auf dem Feld – aufgenommen in den Niederlanden. (imago images / blickwinkel)

Besonders dort, wo Tiere in Massen gehalten werden, überschreiten die Niederlande die EU-Grenzwerte für Stickstoff-Emissionen. Das ist schädlich für die Artenvielfalt. Mit neuen Regeln will die niederländische Regierung das Problem in den Griff bekommen. Doch viele Landwirte wollen da nicht mitmachen.

Beitrag hören

Zollunion oder Schengen?Gibraltar nach dem Brexit

Grenzübergang nach Gibraltar (dpa)

Auch das britische Überseegebiet Gibraltar ist vom Brexit betroffen. Damit keine langen Wartezeiten an den Grenzübergängen entstehen, möchte Gibraltars Regierungschef gerne dem Schengenraum beitreten, denn der freie Personen- und Warenverkehr ist lebenswichtig für Gibraltar.

Beitrag hören

Corona in RumänienDie Menschen fliehen aufs Land

Blick auf die Kirche von Somartin, einst ein siebenbürgisch-sächsischer Ort (Annett Müller / Deutschlandradio)

Rumänien verzeichnet einen deutlichen Anstieg bei Infektionen mit dem Coronavirus. Aber das Gesundheitssystem im Land gilt als marode und unterfinanziert. Viele Menschen setzen sich deswegen ab aufs Land - wenn sie es sich leisten können.

Beitrag hören

Europarat kritisiert TürkeiSchläge, Elektroschocks, erzwungene Geständnisse

Mehrere bewaffnete Polizisten mit Schutzschilden stehen nebeneinander und blockieren eine Straße. (Bulent Kilic, AFP)

Das Anti-Folter-Komitee des Europarats hat Polizeigewalt und schlechte Haftbedingungen in türkischen Gefängnissen kritisiert und Präsident Erdogan zum Handeln aufgefordert. Dass es dazu kommt, sei laut Dlf-Türkei-Korrespondent Christian Buttkereit aber eher unwahrscheinlich.

Beitrag hören

KorruptionsaffäreWie Juan Carlos' Weggang Spanien spaltet

Juan Carlos I. winkt den Anwesenden zu. (imago / Mario Ruiz)

Der Rückzug des Altkönigs Juan Carlos hat Spanien in eine der tiefsten Krisen seit dem Tod von Diktator Franco im Jahr 1975 gestürzt. Ältere Menschen schätzen Juan Carlos‘ Verdienste um die Demokratisierung des Landes, jüngere sehen vor allem seine Skandale und die Korruptionsermittlungen.

Beitrag hören

EU-China-Beziehungen"Die EU steht nicht geschlossen da"

Die Flaggen Chinas und der Europäischen Union (EU) hängen in Brüssel (picture alliance/Alexey Vitvitsky/Sputnik/dpa)

Die Maßnahmen der EU als Reaktion auf die Hongkong-Politik Chinas wurden teilweise als zu lasch kritisiert. Die EU stehe in Bezug auf China nicht geschlossen da, wohl aber mit dem Willen zu einer Geschlossenheit zu finden, sagte Volker Stanzel von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Dlf.

Beitrag hören

Corona auf IslandMit den Touristen kommt die Angst

Milchigblaues Wasser in der blauen Lagune in Island, die inmitten von Lavafelden liegt. (DLF / Jessica Sturmberg)

Island galt bislang als eines der Länder, das die Corona-Krise sehr gut gemeistert hat. Auf der Insel im Nordatlantik gab es insgesamt nur 10 Todesfälle. Im letzten Monat wurde fast keine Neuinfektion mehr gemeldet. Doch jetzt kommen die Touristen wieder ins Land und mit ihnen die Angst.

Beitrag hören

Künstliche BefruchtungMehrheit der Franzosen ist für Bioethik-Reform

Mutter und Kind in der Pariser Métro (Symbolbild) (imago / Sandrine Mulas)

Frankreichs Konservative und Kirchen laufen Sturm gegen das neue Bioethik-Gesetz, eines von Präsident Macrons Wahlversprechen. Dem Parlament liegen mehr als 3.000 Änderungsanträge vor. Doch Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Franzosen für das Gesetz ist.

Beitrag hören

Konflikt um Bergkarabach"Klare Warnung der Türkei an Armenien"

Die Streitkräfte der Türkei und Aserbaidschans führen in Aserbaidschan umfangreiche gemeinsame Militärübungen durch. (Azerbaijani defense Ministry)

Der neu entbrannte Konflikt um Bergkarabach ruft auch die Türkei auf den Plan. Mit ihrem "Bruder-Staat" Aserbaidschan führt sie eine große, mehrwöchige Militärübung durch. Der freiberufliche Korrespondent Thomas Seibert erklärt, warum das Manöver gut in die außenpolitische Strategie der Türkei passt.

Beitrag hören

Gewalt gegen FrauenStreit um die Istanbul-Konvention

Krakau: Demonstrierende gegen den Austritt Polens aus der Istanbul-Konvention  (picture alliance/ NurPhoto)

Um Frauen vor Gewalt zu schützen, haben viele EU-Mitgliedstaaten die sogenannte Istanbul-Konvention des Europarates unterzeichnet. In Polen jedoch gibt es Überlegungen, aus diesem Abkommen wieder auszusteigen. Auch andere osteuropäische Staaten wehren sich gegen die Vereinbarung.

Beitrag hören

BrexitBritische Landwirte hoffen auf Brüssel

Schafe und eine Schaffarm im Nationalpark Brecon Beacons in Wales. (imago stock&people)

Die Übergangsphase des Brexit geht noch bis zum Ende des Jahres. Doch die Bauern im Königreich machen sich schon jetzt Sorgen um die Zeit danach. Es geht um Hunderttausende Arbeitsplätze und nicht zuletzt um das Wohl der Tiere.

Beitrag hören

Europarechtler zu EU-Finanzpaket"Parlamente begnügen sich nicht mehr mit Rolle des Abnickers"

(Von li nach re) Mark Rutte, niederländischer Premier, Kanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, Italiens Staatschef Guiseppe Conte, EU-Ratspräsident Charles Michel und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron auf dem EU-Gipfel in Brüssel am 18. Juli 2020 (AFP / POOL / Francisco Seco)

Nicht nur das EU-Parlament muss dem Corona-Finanzpaket noch zustimmen. Auch die Parlamente der 27 EU-Staaten werden darüber entscheiden. Keine reine Formsache, sagte der Europarechtler Alexander Thiele im Dlf. Denn nationale Parlamente gäben sich nicht mehr damit zufrieden, Beschlüsse auf EU-Ebene einfach nur abzunicken.

Beitrag hören

Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan„Verhandlungen stecken seit Langem in einer Sackgasse“

Ein Beamter geht am 21. Juli 2020 in Eriwan zwischen Objekten umher, die Armenien bei den jüngsten bewaffneten Zusammenstößen an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze als erbeutete und abgeschossene aserbaidschanische Drohnen präsentiert hat. (AFP / Karen Minasyan)

Armenien und Aserbaidschan bekriegen sich wieder. Darüber, was die neue Gewalt zwischen den beiden Ländern ausgelöst hat, gibt es sehr gegensätzliche Darstellungen, sagte Kaukasus-Experte Uwe Halbach von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Dlf. Externe Akteure fordern zur Zurückhaltung auf.

Beitrag hören

Gasstreit im Mittelmeer Türkei hält an Machtansprüchen trotz drohender Sanktionen fest

Das türkische Bohrschiff Yavuz (imago images / Xinhua)

Der Streit um Erdgas im östlichen Mittelmeer zwischen der Türkei und der EU verschärft sich. Über kurz oder lang werde die EU nicht darum herum herumkommen, Sanktionen gegen die Türkei zu verhängen, sagte Istanbul-Korrespondent Thomas Seibert im Dlf. Die bisherige Kompromissuche habe nichts gebracht.

Beitrag hören

Ukrainische Partei "Diener des Volkes"Zwischen Reformen und Oligarchen

Die neu gewählten Abgeordneten des ukrainischen Parlaments stehen während der Vereidigung. (SERGEI SUPINSKY / AFP)

Mit vielen neuen Gesichtern hat die Partei "Diener des Volkes" von Wolodymyr Selenskyi vor einem Jahr die ukrainischen Parlamentswahlen gewonnen. Die Abgeordneten konnten wichtige Gesetze verabschieden – aber ihre Unerfahrenheit und der Einfluss von Oligarchen sind ein Problem.

Beitrag hören

Rivalitäten und Geopolitik"Die OSZE ist in einer Krise"

Flaggen der OSZE-Mitgliedstaaten stehen in Hamburg. (dpa / picture alliance / Christian Charisius)

Die Mandate der wichtigsten OSZE-Führungspositionen wurden nicht verlängert. Dahinter stehen Machtspiele der Mitgliedsstaaten, sagte Stephanie Liechtenstein im Dlf. Die Journalistin und OSZE-Expertin befürchtet schwere Auswirkungen auf die Arbeit der Organisation in Krisenregionen.

Beitrag hören

MH17-AbsturzNiederlande verklagen Russland wegen Flugzeug-Abschusses

Leere Stühle stehen symbolisch für die Opfer vor der russischen Botschaft in Den Haag (dpa)

Beim Abschuss eines Passagierfliegers über der Ostukraine vor sechs Jahren kamen fast 300 Menschen ums Leben. Die meisten Opfer stammten aus den Niederlanden. Um Russlands Rolle zu klären, hat die niederländische Regierung Staatenbeschwerde beim Europäischen Menschenrechts-Gerichtshof eingereicht.

Beitrag hören

Tourismus in AmsterdamBesucher-Bremse im Rotlichtviertel

Das Amsterdamer Rotlichtviertel "De Wallen" (AFP / ANP / Koen van Weel)

Trotz Corona nimmt die Zahl der Touristen in Amsterdam wieder zu. Schon vor der Pandemie hatte die Stadt Gegenmaßnahmen beschlossen. Tausenden Amsterdamern reicht das nicht. Sie wollen den "Wahnsinn stoppen".

Beitrag hören

Aufarbeitung von Srebrenica"Man muss auf die junge Generation setzen"

Mitarbeiterin Internationale Kommission für vermisste Personen, Identifizierung von Opfern aus Srebrenica. (imago images / i Images)

Beim Völkermord von Srebrenica in Bosnien verloren 1995 mehr als 8.100 Menschen ihr Leben. Ein traumatisches Kriegsverbrechen - für ganz Europa. 25 Jahre danach komme die Aufarbeitung auf dem Balkan kaum voran, erläutert Dlf-Redakteur Gerwald Herter, der damals ARD-Korrespondent für Südosteuropa war.

Beitrag hören

Gütertransporte in der EUVerbesserungen für Fernfahrer

Fernfahrer trocknet seine Wäsche an der Motorhaube seines LKW auf der Raststätte Frechen an der BAB A4. An den deutschen Autobahnen fehlt es oft an geeigneten Rastplätzen für Fernfahrer. Deshalb müssen die LKW-Fahrer oft improvisieren.  (imago / PaulxEckenroth )

LKW-Fahrer aus osteuropäischen EU-Staaten sollen künftig unter besseren Bedingungen arbeiten. Das Europaparlament hat diesen Änderungen zugestimmt. Stefan Thyroke von der Gewerkschaft Verdi begrüßte die Änderungen. Zwar habe er sich etwas anderes gewünscht, der gefundene Kompromiss sei aber "ertragbar".

Beitrag hören

Racial ProfilingWie rassistisch ist die britische Polizei?

Bianca Williams bereitet sich auf den 100-Meter-Endlauf der Damen vor am 21.07.2018 (imago sportfotodienst)

Racial Profiling ist in Großbritannien verboten - was nicht heißt, dass es Kontrollen aufgrund von Hautfarbe oder ethnischer Zugehörigkeit nicht gibt. Schwarze würden immer noch unverhältnismäßig oft kontrolliert, sagte Dlf-Korrespondent Burkhard Birke. Das zeige auch der Fall der Athletin Williams.

Beitrag hören

Wahlkampf in PolenVorwürfe gegen Deutschland

Nahaufnahme von Duda, der lächelnd winkt. Um ihn herum ein Kameramann und weitere Personen. Ganz hinten unscharf ein Wahlkampfplakat Dudas. (AP / dpa / Czarek Sokolowski)

Am Sonntag geht es in Polen um die Präsidentschaft. Amtsinhaber Andrzej Duda und der Warschauer Bürgermeister Rafał Trzaskowski sind bei der Stichwahl noch im Rennen. Im Wahlkampf wird der Ton schärfer - auch gegenüber Deutschland.

Beitrag hören

Flüchtlinge in GriechenlandAuf See und an Land illegal zurückgedrängt?

Flüchtlings-Lager Diavata in Griechenland nahe Thessaloniki (Deutschlandradio/Wolfgang Landmesser)

Von "Pushback" ist die Rede, wenn etwa die Küstenwache Boote mit Flüchtenden an Bord auf offener See aus den eigenen Hoheitsgewässern zurückdrängt. Das ist illegal - und wird den griechischen Behörden vorgeworfen. Und diese "Pushbacks" soll es auch an Land geben.

Beitrag hören

Französische Außenpolitik "Frankreich hat relativ wenig Probleme, mit Israel anzuecken"

Demonstranten mit Bannern in Paris protestieren gegen die geplante Annexion des Westjordanlandes durch Israel. (picture alliance / Georges Darmon)

Frankreich lehnt die Pläne Israels, Teile des Westjordanlandes zu annektieren, ab. Paris sei darauf bedacht, die Interessen der Palästinenser zu wahren, sagte die Politologin Barbara Kunz im Dlf. Auch wolle Frankreich mit einer eigenständigen Außenpolitik auf der Weltbühne eine Rolle spielen.

Beitrag hören

Deutsche EU-Ratspräsidentschaft"Wir setzen hier im Bundestag auch eigene Akzente"

Eine Totale zeigt den Plenarsaal des Deutschen Bundestages während der Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu ihrer Regierungserklaerung der Plenarsitzung zur EU Ratspräsidentschaft im Juni 2020. (imago images / IPON)

Während der deutschen Ratspräsidentschaft will auch der Bundestag politisches Gewicht demonstrieren. Man wolle die Zusammenarbeit der europäischen Parlamente verbessern, sagte Hinrich Schröder, der die Ratspräsidentschaft im Bundestag vorbereitet, im Dlf. Das helfe, Vorurteile zu überwinden.

Beitrag hören

CoronaDie Front Ukraine

Ohne Maske: Dichtgedrängte Zuschauermenge bei einer Militärparade am 24.06.2020 anlässlich des Sieges über Nazi-Deutschland in der ostukrainischen Stadt Donezk. (dpa / Valentin Sprinchak)

Die Ukraine hatte früh und erfolgreich mit strengen Auflagen die Corona-Pandemie in Schranken gehalten. Seit die Regeln gelockert wurden, steigen die Zahlen allerdings drastisch. Vor allem spitzt sich die Lage in der weiterhin umkämpften Ost-Ukraine zu.

Beitrag hören

Mehr anzeigen