
Das Europaparlament beschloss mit knapper Mehrheit von zehn Stimmen, ein Gutachten darüber einzuholen, ob das Dokument mit EU-Recht vereinbar ist. In der Folge könnte sich das Ratifizierungsverfahren um Monate oder sogar Jahre verzögern. Bundeskanzler Merz nannte die Parlamentsentscheidung bedauerlich. Es dürfe keine weiteren Verzögerungen geben. Er forderte, das Abkommen vorläufig anzuwenden. Die Bundesregierung sei von der Rechtmäßigkeit überzeugt. Wegen der US-Politik hatte es zuletzt verstärkt Rufe nach mehr Freihandelsabkommen gegeben.
Der Antrag zur Anrufung des EuGH ging auf französische Abgeordnete zurück. Unterstützung erhielt er von Grünen, Liberalen und Linken. Kritik am Mercosur-Abkommen kommt vor allem von Landwirten. - Der Vertrag war erst am Samstag nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen von Vertretern der EU, Brasiliens, Argentiniens, Uruguays und Paraguays unterzeichnet worden.
Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.









