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Europas Tor zur WeltDer Hafen von Rotterdam

Ob Erz oder Kohle, Öl oder Container – mehr als 460 Millionen Tonnen an Gütern und Rohstoffen werden jedes Jahr im Rotterdamer Hafen umgeschlagen. Das macht ihn mit Abstand zum größten Hafen Europas, gefolgt von Antwerpen und Hamburg.

Von Kerstin Schweighöfer | 20.01.2018

Rotterdamer Hafen mit Wolken am Horizont.
Ganze Generationen von Rotterdamern sind mit vorbeifahrenden Schiffen aufgewachsen, die über den Nieuwe Waterweg und die Nieuwe Maas Richtung Innenstadt zogen. (picture alliance / dpa - Victoria Bonn-Meuser)
Ganze Generationen von Rotterdamern sind mit vorbeifahrenden Schiffen aufgewachsen, die über den Nieuwe Waterweg und die Nieuwe Maas Richtung Innenstadt zogen. Inzwischen legen im Herzen von Rotterdam nur noch große Kreuzfahrtschiffe an, umgeben von Schleppern, Müll- oder Bunkerschiffen. Das eigentliche Hafengeschäft findet gut 40 Kilometer entfernt statt. Mit der Maasvlakte II entsteht ein riesiges neues Hafengebiet.
Maritimes Heimkino
Generationen von Rotterdamern sind mit vorbeifahrenden Schiffen aufgewachsen. Kapitän Cees de Keijzer hat einst große Schiffe durch die Hafenbecken navigiert - und viel erlebt auf den Weltmeeren. Inzwischen ist er pensioniert, doch Hafen und Schifffahrt lassen ihn nicht los.
Tanken wie die Großen
Auch die größten Schiffe können die Terminals des Rotterdamer Hafens anlaufen, denn das Hafengebiet ist immer weiter ins Meer gewachsen. Für ihre Weiterfahrt benötigen die Megafrachter jede Menge Treibstoff. Kein Problem in Rotterdam.
 Kenny Baas, Manager beim Müllentsorger Bek en Verburg, und sein Großvater und Unternehmensgründer Daan vor einem Gemälde des Rotterdamer Hafens
Stolze Müllmänner
Ob Öltanker, Container- und Frachtschiffe oder Kreuzfahrtriesen: Sie alle produzieren Müll. Auf hoher See mag vieles über Bord gehen - im Hafen von Rotterdam gelten allerdings andere Regeln.


Rohstoffe für die deutsche Stahlproduktion
Nirgendwo sonst in Europa wird so viel Erz und Kohle umgeschlagen wie im Rotterdamer Hafen. Die Rohstoffe werden vor allem in Deutschland für die Stahlproduktion gebraucht. Vom größten Hafen Europas werden sie zum größten Binnenhafen nach Duisburg transportiert.
Der Container-Terminal des Rotterdamer Hafens
Die Stille am Containerterminal
Ob Pingpong-Bälle oder Pianos - per Container kann alles befördert werden. Die Stahlkisten haben einst die Schifffahrt und das Transportwesen auf See radikal verändert. Das Laden und Löschen im Containersektor des Rotterdamer Hafens geschieht inzwischen vollautomatisiert.