
Die "Hondius" hatte die spanische Insel Teneriffa am Sonntag erreicht. Schon an diesem Tag waren fast 100 Passagiere ausgeflogen worden, darunter auch vier Deutsche.
Sie waren wegen potenzieller Ansteckungsgefahr mit einem Spezialkonvoi von Eindhoven in den Niederlanden nach Frankfurt am Main gebracht und im Universitätsklinikum der Stadt untersucht worden. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, sollen sie in ihre jeweiligen Bundesländer gebracht werden.
Voraussichtlich mehrere Wochen Quarantäne
Den Angaben zufolge weisen die vier ehemaligen Passagiere der "Hondius" bisher keine Symptome auf. Es sei zu erwarten, dass sie wegen der langen Inkubationszeit von Hantaviren für mehrere Wochen in häusliche Quarantäne müssten. Währenddessen würden sie kontinuierlich auf mögliche Symptome überwacht, hieß es. Für die Maßnahmen zuständig sind die Gesundheitsämter der Heimatstädte.
WHO bestätigt weitere Infektion
Die Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigte eine weitere Infektion mit dem Hantavirus. Bei einer französischen Passagierin sei der Erreger nach dem Verlassen des Schiffs nachgewiesen worden, teilte die WHO mit. Es handele sich um den siebten bestätigten Fall. Die erkrankte Frau sei unmittelbar nach ihrer Ankunft in Paris isoliert worden. Einen Bericht über einen weiteren positiven Test bei einem US-Passagier hat die WHO vorerst nicht bestätigt. Die Laborergebnisse bei dem Mann seien nicht eindeutig, erklärte eine Sprecherin.
Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





