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StartseiteSport am Wochenende"Viele Leute haben geschlafen"16.12.2018

Fall Luitz"Viele Leute haben geschlafen"

Wie kam es zum illegalen Einsatz von Sauerstoff beim deutschen Skirennfahrer Stefan Luitz? Für den ARD-Doping-Experten Hajo Seppelt ist klar: Deutscher Skiverband, Internationaler Skiverband und auch die Welt-Anti-Doping-Agentur haben Fehler gemacht.

Hajo Seppelt im Gespräch mit Matthias Friebe

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Stefan Luitz beim Weltcuprennen in Sankt Christina, Italien (imago/Eibner Europa)
Stefan Luitz beim Weltcuprennen in Sankt Christina, Italien (imago/Eibner Europa)
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Den "Schwarzen Peter" für die mögliche Disqualifikation von Stefan Luitz bei seinem Sieg in Beaver Creek möchte Hajo Seppelt niemandem allein zuschieben. Luitz hatte über eine Maske Sauerstoff eingeatmet - keine Dopingverstoß, aber im Reglement des Internationalen Skiverbands verboten.

Hajo Seppelt findet, der Deutsche Skiverband selbst habe sicher Anteil an den Problemen um den Vorfall. "Denn da sind ja nun verantwortliche Mediziner, die das reglement der FIS einfach nur lesen müssen. Dann wäre es ihnen ja wohl aufgefallen."

Doch auch der Internationale Skiverband FIS und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA sieht Seppelt in der Pflicht. Eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit und eine Präzisierung von Regeln bezeichnet Seppelt als Hausaufgaben, die zu erledigen seien.

Porträt von Hajo Seppelt  (imago sportfotodienst)Der Journalist und Autor Hajo Seppelt. (imago sportfotodienst)

Grundsätzlich stellt er ab er vor allem die Frage nach der Zumutbarkeit: "Warum findet eine Rennen auf über 3.000 Metern im Startbereich statt? Wo jeder weiß, dass die Luft so dünn ist, dass man eigentlich nicht ordentlich atmen kann." Das Rennen in wenig lebensfreundlicher Umgebung ist für Seppelt ein Indiz dafür, dass der Fokus stärker auf das Wohl der Athleten gelegt werden sollte.

Die Sauerstoff-Aufnahme in dieser Form sei eigentlich nicht wirklich leistungssteigernd, so Seppelt, das Problem seien eher die Umstände, unter denen zu solchen Mitteln gegriffen werde.

Das gesamte Gespräch können Sie mindestens sechs Monate in unserer Mediathek nachhören.

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