Mittwoch, 28. September 2022

Inflation
Fratzscher sieht Deutschland vor längerer Durststrecke

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Fratzscher, sieht Deutschland angesichts steigender Preise vor einer längeren Durststrecke.

22.08.2022

    Prof. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, während der Bundespressekonferenz
    Immer mehr Menschen seien überschuldet und auf Tafeln angewiesen, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, im Dlf (IMAGO / IPON / IMAGO / Stefan Boness / Ipon)
    Fratzscher sagte im Deutschlandfunk, viele Menschen könnten sich nicht gegen die Inflation schützen. Rund 40 Prozent hätten praktisch keine Ersparnisse. Das sei keine kleine Minderheit, betonte Fratzscher. Immer mehr Menschen seien zudem auf Tafeln angewiesen und gingen zur Schuldnerberatung.
    Fratzscher kritisierte, die Bundesregierung habe keine richtige Strategie, das zu verhindern. Die bisherigen Entlastungen kämen vor allem den oberen Einkommensgruppen zugute. Fratzscher forderte erneut ein monatliches Energiegeld von 100 Euro pro Person. Der Staat könne sich das leisten. Es gehe um den Schutz des sozialen Friedens, betonte der Ökonom.
    Das vollständige Interview können Sie hier lesen (PDF).
    Diese Nachricht wurde am 22.08.2022 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet.