Gemeinsame Erklärung
Fünf europäische Staaten sehen Beweise dafür, dass Kremlkritiker Nawalny vergiftet wurde

Deutschland und vier weitere europäische Länder haben nach eigenen Angaben Belege dafür, dass der Kremlkritiker Alexej Nawalny in russischer Haft vergiftet wurde.

    Alexey Nawalny steht auf einer Bühne unter freiem Himmel und blickt ins Publikum.
    Der russische Oppositionelle Alexej Nawalny bei einer Kundgebung im September 2018 in Omsk, Russland. Er starb am 14. Februar 2024 in russischer Gefangenschaft. (Imago / Depositphotos / lu77)
    Er starb am 16. Februar 2024 in einer Strafkolonie in Sibirien - nach russischen Angaben eines natürlichen Todes. Labors haben nun sterbliche Überreste Nawalnys untersucht. Demnach wurde das Gift Epibatidin im Körper des Oppositionspolitikers nachgewiesen, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden heißt. Epibatidin wirke 200 Mal so stark wie Morphium und führe zum Erstickungstod.
    Vertreter der fünf europäischen Staaten forderten, Russland für Nawalnys Tod zur Rechenschaft zu ziehen. Bundesaußenminister Wadephul erklärte, die Behörden dort hätten die Möglichkeit, das Motiv und die Mittel gehabt, das Gift zu verabreichen. Man habe die Organisation für das Verbot chemischer Waffen über die Erkenntnisse informiert.
    Diese Nachricht wurde am 14.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.