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Fünfteilige Gesprächsreihe
Religionskritik - wie geht das richtig?

Es gibt zwei gegenläufige Trends: Die einen attackieren Religion, zum Teil massiv und unreflektiert. Die anderen rechtfertigen alles und jedes mit Hinweis auf kulturelle Traditionen oder die Religionsfreiheit. Religionskritik wird so zum Spielball in einer hysterisierten Debatte. In fünf Gesprächen mit agnostischen, christlichen, islamischen und jüdischen Denkern fragen wir: Warum brauchen wir Religionskritik? Wann schadet sie? Wann nützt sie?

Redaktion und Moderation: Andreas Main | 19.09.2016
    Ein Mikrofon
    Viele Fragen und viele Antworten: in der Gesprächsreihe über Religionskritik (Imago / McPHOTO)
    Oder verlernten wir gerade die Religionskritik? Denn die Emotionen in den Religionsdebatten überschlagen sich. In einer Zeit der Schlagwörter schlagen viele mit Wörtern nur so um sich. Zum 'Schlagwort-Sprech' gehört zum Beispiel der Begriff "Generalverdacht". Die einen sagen, der Islam werde unter "Generalverdacht" gestellt. Die Gegenseite sagt, "Islamkritiker" würden unter "Generalverdacht" gestellt. Religionskritik - wie geht die richtig?
    Wir suchen Antworten unter anderem mit der Schriftstellerin Viola Roggenkamp und dem Historiker Michael Wolffsohn. Mit Heiner Bielefeldt, Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit des UN-Menschenrechtsrats. Mit dem Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi und dem Dichter Zafer Senocak. Mit dem katholischen Theologen Gerhard Kruip und dem evangelischen Wissenschaftspublizisten Martin Urban. Und zum Schluss versuchen Religionswissenschaftler unsere Frage der Woche und die Antworten zusammenzufassen. Vielleicht wissen wir am Ende der fünfteiligen Gesprächsreihe bei "Tag für Tag. Aus Religion und Gesellschaft" im Deutschlandfunk ein Stückweit mehr, was Religionskritik sein kann.