Sonntag, 15.12.2019
 
Seit 07:05 Uhr Information und Musik
Startseite@mediasresMedien nach dem Brexit13.02.2019

FunkstilleMedien nach dem Brexit

Das Vereinigte Königreich ist der wichtigste Standort für Fernsehen und On-Demand-Services in Europa. Bislang gilt: Wer in einem EU-Land eine Sendelizenz hatte, darf in allen 28 Mitgliedsländer senden. Wenn Großbritannien ohne Deal aus der EU austritt, verlieren dort lizensierte Medien dieses Recht.

Blick auf die MediaCity der Salford Quays bei Manchester (imago / Russell Hart)
Die BBC betreibt zusammen mit vielen anderen Medienhäusern eine Zweigstelle in den Salford Quays bei Manchester (imago / Russell Hart)

Auch Programme der Gemeinschaft dürfen nicht mehr ohne Lizenz in Großbritannien verbreitet werden. Die Folge ist ein großer Kehraus in Großbritannien. Turner Broadcasting, NBC, Discovery und andere beantragen Sendelizenzen in Kontinentaleuropa oder verlegen ihre Sitze - vor allem nach Deutschland. Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, die TV-Landschaft ändert sich grundsätzlich. @mediasres beschäftigt sich seit Mitte Februar in einer Reihe mit den Aspekten dieser Entwicklung.

Spaltung der britischen Medienlandschaft | Die Brexit-Meinungsschlacht
Beitrag vom 05.03.2019

Leave or Remain? Deal oder No Deal? Die Spaltung der Briten in der Brexit-Debatte spiegelt sich auch in der britischen Medienlandschaft wider. Während sich die auflagenstarken Boulevard-Blätter klar positionieren, ist es für andere Medien schwierig, in der aufgeladenen Stimmung mit Informationen durchzudringen.

Zeitungssterben in Großbritannien | Nachrichtenhungrige Rentner rufen Abgeordneten an
Beitrag vom 27.02.2019

Ohne gedruckte Lokalzeitung sind Menschen ohne Internet aufgeschmissen. Deshalb haben im britischen Harlow verzweifelte Rentner im Büro ihres Abgeordneten angerufen: Von ihm wollten sie erfahren, was sie sonst in der Zeitung lesen.

Der Brexit und die Printbranche | Britische Verlage horten Farbe und Papier
Beitrag vom 25.02.2019 

Sollte es zu einem Brexit ohne Deal mit der EU kommen, könnte das auch die Zeitungsstände in Großbritannien treffen. Die britische Printbranche ist abhängig von Importen aus der EU. Verlage fürchten deshalb Engpässe und lagern bereits Rohstoffe ein – oder schauen sich im Ausland um.

Der britische Rundfunkmarkt | Europas Fernseh-Zentrum vor dem Brexit
Beitrag vom 20.02.2019

Der britische Rundfunkmarkt ist der größte in Europa – und gilt als einer der innovativsten. Auch für große US-Medienkonzerne war London bislang attraktiv. Doch durch den Brexit müssen sie einen weiteren Standort in der EU finden.

Discovery erhält EU-Sendelizenzen | Entscheidung der BLM München
Beitrag vom 14.02.2019

Auch US-Medienriese Discovery Communications, noch mit EU-Hauptsitz in Großbritannien, nimmt den Brexit vorweg: Über ein Tochterunternehmen hat der Konzern bei der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien in München Lizenzen für gleich 19 Sender beantragt - und nun erhalten.

DAZN beantragt deutsche Lizenz | Weitersenden trotz Brexit
Beitrag vom 13.02.2019

Ein möglicher harter Brexit ist auch für Medienunternehmen eine Herausforderung, denn mit dem Ausstieg aus der EU verlieren viele britische Sender ihre Lizenz für die EU-Mitgliedsstaaten. Der britische Streamingdienst DAZN hat deshalb eine Sendelizenz in Berlin beantragt - ein Beispiel, das Schule machen könnte.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk