Iran-Krieg
Geheimdienstanalyse stellt Trumps Begründung für Iran-Krieg infrage

Die US-Geheimdienstkoordinatorin, Gabbard, hat mit Aussagen im Kongress die Begründung von Präsident Trump für den Beginn des Iran-Kriegs infrage gestellt.

    Tulsi Gabbard spricht im Madison Square Garden auf einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump.
    US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard (picture alliance / AP / Alex Brandon)
    Gabbard erklärte, das iranische Atomprogramm sei bereits durch die Angriffe während des Zwölftagekriegs im vergangenen Jahr vernichtet worden. Seitdem habe es seitens Teherans keine Avancen gegeben, es wieder aufzubauen. Sie berief sich auf Erkenntnisse der Geheimdienste.
    Trump hatte die Ende Februar begonnenen Luftangriffe der USA und Israels mit einer unmittelbar bevorstehenden Bedrohung durch das iranische Atomprogramm begründet. Zudem hatte er dem Iran vorgeworfen, Raketen zu bauen, die bald die Vereinigten Staaten erreichen würden.
    Der Leiter des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums, Kent, war vorgestern aus Protest gegen den Iran-Krieg zurückgetreten. In einem offenen Brief an Trump schrieb er, vom Iran sei keine unmittelbare Bedrohung für die USA ausgegangen. Vielmehr hätten die USA den Krieg unter anderem wegen Drucks aus Israel begonnen.
    Zum Iran-Krieg halten wir Sie auch in unserem Nachrichten-Blog auf dem Laufenden.
    Diese Nachricht wurde am 19.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.