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StartseiteDossierTea-Party in Frankreich01.08.2014

Gleichgeschlechtliche EheTea-Party in Frankreich

Der Kulturkampf um die Homoehe

Europa rieb sich im vergangenen Jahr die Augen: Ausgerechnet in Frankreich führte ein Gesetzentwurf über die gleichgeschlechtliche Ehe zu einer gigantischen Protestbewegung.

Von Hans Woller

Eine Regenbogenfahne, Symbol der Lesben und Schwulen, hängt in der Innenstadt von Frankfurt am Main.  (picture alliance / dpa)
Mehr als 7.000 gleichgeschlechtliche Ehen sind in Frankreich bereits geschlossen. (picture alliance / dpa)
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Eine Koalition aus Wertkonservativen, traditionalistischen Katholiken und rechtsextremen Splittergruppen beherrschte in einer von Hysterie geprägten Stimmung die öffentliche Diskussion. Sie agierten, als würde die gleichgeschlechtliche Ehe das Ende der Familie, ja der westlichen Zivilisation bedeuten und wurden dabei zusehends radikaler. Gleichzeitig hat sich in dieser Atmosphäre die Zahl auch gewaltsamer homophober Übergriffe im Land fast verdoppelt.

Das Gesetz ist jetzt seit über einem Jahr verabschiedet und mehr als 7.000 gleichgeschlechtliche Ehen wurden seitdem geschlossen. Doch die ultrakonservativen Kräfte der Protestbewegung gegen die Homoehe agieren weiter - gegen Abtreibung, Genderdiskurs, künstliche Befruchtung, Leihmutterschaft oder Sterbehilfe. 

Produktion: DLF 2014

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