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Griechische Reformliste
Juncker: So geht man nicht miteinander um

Auch wenn die Griechen neue Reformvorschläge vorgelegt haben - Brüssel ist alles andere als zufrieden. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker soll sogar richtig sauer darauf reagiert haben. Die Forderungen der Gläubiger unterscheiden sich weiterhin deutlich von denen der Griechen.

Von Kai Küstner | 10.06.2015
    EU-Kommissionspräsident Juncker begrüßt den griechischen Ministerpräsidenten Tsipras am 3.6.15 in Brüssel.
    Gefundene Kompromisse spiegeln sich nicht in der neuen Reformliste wider: Juncker reagiert verärgert. (dpa/Julien Warnand)
    Neue Papiere aus Athen gibt es zwar seit gestern, aber dass die den Verhandlungen neues Leben eingehaucht hätten, lässt sich nicht behaupten. Im Gegenteil: Die griechische Reformliste scheint dafür zu sorgen, den Geldgebern die Laune zu verderben.

    EU-Kommissions-Chef Jean-Claude Juncker soll, wie der ARD-Hörfunk aus EU-Kreisen erfuhr, in einer internen Sitzung richtig sauer geworden sein: "So geht man innerhalb der EU nicht miteinander um", schimpfte der Luxemburger dem Vernehmen nach. Und der gilt eher noch als Fürsprecher der Griechen.
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    Geplant ist für heute Abend ein erneutes Dreier-Krisentreffen zum Schulden-Drama. Mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel sowie der französische Staatspräsident Hollande und Griechenlands Regierungschef Tsipras als Teilnehmenden.

    Doch auch das hing gestern Abend in der Schwebe. Medien zitierten EU-Offizielle mit den Worten: Wenn es keine Bewegung gebe, gebe es auch kein Treffen. Das kann aber auch ein Manöver sein, den Druck auf Athen zu erhöhen.

    Die Forderungen der Gläubiger unterscheiden sich weiterhin deutlich von denen der Griechen: Einschnitte bei den Renten und auch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer lehnt Athen als unzumutbar ab. Selbst in Punkten, bei denen man sich zuletzt angenähert hatte, lässt das neue griechische Papier nach Angaben aus EU-Kreisen wenig Entgegenkommen erkennen.