Baden-Württemberg
Grüne und CDU einigen sich auf Koalitionsverhandlungen

Grüne und CDU in Baden-Württemberg wollen Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Die Deutsche Presse-Agentur und der SWR berichten, darauf hätten sich beide Parteien nach wochenlangen Sondierungen geeinigt.

    Stuttgart: Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) und Manuel Hagel (CDU) stehen vor Mikrofonen.
    Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) und Manuel Hagel (CDU) führen die Sondierungsgespräche. (Archivbild) (dpa / Marijan Murat)
    Demnach erzielten Grünen-Spitzenkandidat Özdemir und CDU-Landeschef Hagel in der vergangenen Nacht einen Kompromiss. Beide Parteien regieren in Baden-Württemberg bereits seit 2016 gemeinsam.
    Bei der Landtagswahl am 8. März waren die Grünen mit 30,2 Prozent knapp stärkste Kraft geworden, dicht gefolgt von der CDU mit 29,7 Prozent. Im neuen Landtag verfügen jedoch beide Parteien über jeweils 56 Mandate – eine ungewöhnliche Pattsituation.

    Sondierungsgespräche über mehrere Wochen

    Nach der Landtagswahl hatten CDU und Grüne in mehreren Sondierungsrunden geprüft, ob eine Fortsetzung der gemeinsamen Zusammenarbeit realistisch ist. Dabei sprachen Wahlsieger Özdemir und CDU-Chef Hagel mehrfach unter vier Augen, zudem gab es Gespräche mit den jeweils siebenköpfigen Verhandlungsteams.

    Streitpunkt Postenvergabe?

    Zuletzt hatten sich die Sondierungen dann - nach der vierten offiziellen Gesprächsrunde - in die Länge gezogen. Medienberichten zufolge wurde um die Machtverteilung gerungen - also um die Frage, wer wie viele Posten bekommt und wie der Zuschnitt der Ministerien aussieht. Solche Fragen werden üblicherweise erst in formellen Koalitionsverhandlungen geklärt. 
    Eine Fortsetzung der grün-schwarzen Koalition gilt derzeit als einzige realistische Option für eine Regierungsbildung. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen die übrigen im Landtag vertretenen Parteien aus.
    Diese Nachricht wurde am 14.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.