
Das geringer gewordene Interesse am Klimaschutz in der Gesellschaft führte er auch auf die Lobbyarbeit fossiler Interessengruppen zurück. Die frühere Bundesumweltministerin Lemke forderte, wieder mehr über die Erfolge grüner Politik in den letzten Jahren zu sprechen. Der Parteivorstand hat für das Treffen das erklärte Ziel ausgegeben, das Profil der Grünen bei Kernbotschaften wie Klimaschutz und Energiewende wieder deutlicher in den Vordergrund zu stellen.
Abgaben auf Luxusreisen und Rückkehr zum 9-Euro-Ticket
Die Grünen sprachen sich auch für höhere Abgaben auf Luxusreisen, vor allem mit Privatjets, aus. In einem beim Bundesparteitag in Hannover verabschiedeten Antrag heißt es, mit Privatjets schädigten Superreiche das Klima. Mit ihrem Luxus trügen Superreiche in besonderem Maße zur Zerstörung der Erde bei. Die 50 reichsten Milliardäre emittieren im Schnitt in nur 90 Minuten mehr CO2 als ein durchschnittlicher Mensch im ganzen Leben. Deutschland soll deshalb nach dem Willen einer Initiative mehrerer Staaten beitreten, die sich für eine Extra-Abgabe auf Luxus-Flugreisen einsetzen. Dazu gehören Frankreich, Spanien, Kenia und Barbados.
Die Grünen wollen zudem, dass das Deutschlandticket künftig wieder neun Euro im Monat kostet. Beim Bundesparteitag stimmte eine Mehrheit der Delegierten für einen entsprechenden Vorschlag der Grünen Jugend.
Schwerpunkt des Parteitags am Abend sind außenpolitische Themen, vor allem die Lage im Nahen Osten. Kontroverse Debatten werden über Forderungen nach mehr Kritik an Israel und der Anerkennung eines Palästinenserstaates erwartet.
Diese Nachricht wurde am 29.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




