
Alle bisherigen Auswertungen der Krankenkassen bestätigten, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu einem höheren Missbrauch führe, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Beier, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Forderungen der Arbeitgeber nach einer Abschaffung hätten keine belastbare Grundlage. Es bleibe nur zu hoffen, dass die Politik sich an die Fakten halte.
Beier fügte hinzu, telefonische Krankschreibungen entlasteten Praxen und schützten Patienten vor Ansteckungen im Wartezimmer. Zudem seien sie ein bewährtes Instrument zum Bürokratieabbau. Ähnlich äußerte sich der Grünen-Gesundheitspolitiker Dahmen gegenüber der "Rheinischen Post". Die telefonische Krankschreibung entlaste Praxen, reduziere unnötige Arztkontakte und verhindere in der Infektsaison volle Wartezimmer. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Pantazis, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die telefonische Krankschreibung sei kein Freifahrtschein, sondern eine eng begrenzte, ärztlich verantwortete Regelung für leichte Erkrankungen.
Bundeskanzler Merz hatte am Samstag erklärt, ein Grund für den hohen Krankenstand in Deutschland sei die telefonische Krankschreibung.
Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




