
Vassiliadis sagte im Deutschlandfunk, man sollte keine Panik verbreiten, müsse sich aber auf diesen Fall einstellen. Die Politik dürfe nicht warten, bis die Gasspeicher leer seien. Es müsse eine Diskussion darüber geführt werden, wer systemrelevant sei. Privathaushalten sollten verschiedene Stufen angeboten werden. Wer über die Grundversorgung hinaus Gas verbrauche, müsse dann dafür mehr zahlen. Verbrauchsabhängige Preise gebe es auch beim Strom, betonte Vassiliadis.
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Der Bundesverband der Deutschen Industrie verlangte, die Versorgung mit Erdgas für den Fall eines Mangels neu zu regeln. Die aktuellen Priorisierungsregeln in einer Gasmangellage seien für eine kurzfristige Unterbrechung einzelner Leitungen geschaffen worden, sagte BDI-Präsident Russwurm der Deutschen Presse-Agentur. Für die harte neue Energie-Realität müsse die Politik in Berlin und Brüssel eine neue Regelung finden. Alle Teile der Gesellschaft müssten entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit in die Pflicht genommen werden.
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In unserem Newsblog zum Krieg in der Ukraine finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen, den wir laufend aktualisieren.
Diese Nachricht wurde am 18.07.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
