Statistisches Bundesamt
Inflation steigt im April auf 2,9 Prozent - Preise für Öl und Gas sind Treiber

Die Inflationsrate in Deutschland ist im April auf 2,9 Prozent gestiegen. Das gab das Statistische Bundesamt in Wiesbaden in einer ersten Schätzung bekannt. Es handelt sich um den höchsten Wert seit mehr als zwei Jahren.

    Eine Frau erhält Rückgeld an einem Marktstand auf dem Leipziger Markt. Steigende Preise und die Entwicklung der Inflation belasten viele Verbraucher im Alltag.
    Die Inflationsrate steigt im April auf 2,9 Prozent. (Jennifer Brückner/dpa)
    Im März hatte die Teuerungsrate noch bei 2,7 Prozent gelegen. Grund für den Anstieg sind vor allem die hohen Preise für Erdöl und Erdgas infolge des Iran-Kriegs. Die Energiepreise in Deutschland stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat voraussichtlich um 10,1 Prozent.
    Weil teure Energie Produktions- und Transportkosten von Unternehmen steigen lässt, ist die Sorge groß, dass die Preise für Lebensmittel, Restaurantbesuche und Dienstleistungen weiter anziehen. Nach Daten des Ifo-Instituts plant eine steigende Zahl von Unternehmen Preiserhöhungen, etwa in der Gastronomie und im Einzelhandel.
    Diese Nachricht wurde am 29.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.