Folgen für Online-Wirtschaft
Internetsperre im Iran dauert mehr als zwei Monate

Das iranische Regime sperrt den Zugang der Bevölkerung zum Internet inzwischen seit mehr als zwei Monaten.

    Teheran: Ein iranischer VPN-Dienst erscheint auf einem Handy-Bildschirm.
    Das Internet im Iran ist seit mehr als zwei Monaten gesperrt - auf Anordnung des Regimes. (- / dpa / -)
    Das zeigen Daten des Portals Netblocks und des IT-Unternehmens Cloudflare, die den Verkehr im Netz beobachten. Netblocks meldet, das Regime gehe gerade besonders gegen VPN-Verbindungen und Satelliten-Terminals vor, die eine Umgehung der Sperre ermöglichen.
    Die Nachrichtenagentur AP berichtet, der Shutdown seit Beginn des Iran-Krieges habe verheerende Folgen für die Online-Wirtschaft des Landes, da vor allem kleine Firmen auf Anwendungen wie Instagram und WhatsApp angewiesen seien. Im Iran selbst gibt es zwar eine Art landesweites Intranet. Dieses wird aber von den Behörden kontrolliert. Seit kurzem dürfen Netzanbieter zudem ausgewählten Firmen den Zugang zum globalen Internet verkaufen - allerdings nur mit Erlaubnis des Regimes.
    Diese Nachricht wurde am 02.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.