
Mehrere Nachrichtenagenturen zitieren aus einem Bericht der IAEA an deren Mitgliedsstaaten. Demnach haben die Inspektoren der Behörde seit den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran im Juni keinen Zugang mehr zu den iranischen Anlagen. Man wisse weder, in welchem Zustand diese seien noch was genau mit den Uranbeständen geschehen sei. Weiter hieß es, ein Teil des hochangereicherten Urans sei in der unterirdischen Anlage von Isfahan gelagert worden.
Die Anlage in Isfahan war im Juni vergangenen Jahres von US-Flugzeugen bombardiert worden. Dabei wurde Diplomaten zufolge zwar der Eingang des Tunnelsystems getroffen, die Anlage selbst sei aber weitgehend unbeschädigt geblieben. US-Präsident Trump hatte nach der Bombardierung behauptet, die Atomanlagen seien "komplett zerstört" worden.
USA legen Botschafterpersonal in Israel Ausreise nahe
Die USA und der Iran hatten zuletzt mehrfach über ein mögliches neues Atomabkommen verhandelt. US-Präsident Trump hat dem iranischen Regime mit Angriffen gedroht und zwei Flugzeugträger und weitere Kriegsschiffe in der Region zusammengezogen.
Die US-Botschaft in Israel legte Mitarbeitern nun die Ausreise nah. Nicht dringend benötigte Beschäftigte und ihre Familien "sollten erwägen, Israel zu verlassen, solange noch Linienflüge verfügbar sind", erklärte die Botschaft am Freitag. Für den Fall eines US-Angriffs auf den Iran wird damit gerechnet, dass die iranische Armee Israel unter Raketenbeschuss nimmt.
Atomgespräche zwischen USA und Iran
Die USA und der Iran hatten am Donnerstag ihre Atomverhandlungen in Genf fortgeführt. Der Iran sowie der Vermittler Oman sprachen anschließend von Fortschritten. Die Gespräche sollen in der kommenden Woche in Wien fortgesetzt werden, dem Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA. Von den USA gab es bisher keine Stellungnahme.
Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




