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StartseiteCorsoEin Eisbär greift zur Gewalt03.08.2018

Is was?! Aufreger der WocheEin Eisbär greift zur Gewalt

Der Fortschritt ist nicht blöd - aber es nutzt nichts: alles vertrocknet. Da werden Pilotprojekte zu Auslaufmodellen. Und demnächst gibt’s am Nordpol nur noch Trockeneis.

Von Stefan Reusch

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Touristen beobachten in der Arktis einen Eisbären. (dpa/picture alliance/Hinrich Bäsemann)
Nix mehr mit Eisbären-Watching, wenn das so weitergeht! (dpa/picture alliance/Hinrich Bäsemann)
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Alles ist kurz vorm Siedepunkt. Aber der Fortschritt kennt kein Ende. Recht so, denkt man und liest: "Teststrecken für autonom fahrende Schiffe sollen entstehen". Prima. Und wo? Auf Kunstwasser? Da hat der Fortschritt mal eine Idee und ist zu spät dran. Am Mittwoch hatte die Elbe bei Dresden einen Pegel von 45 Zentimentern. Da ritzt sich ja schon ein Papierschiff das Bäuchlein auf.

Auf der Dreisam bei Freiburg würde es nicht mal mehr nass werden. Autonome Schifffahrt- ein Pilotprojekt und bereits ein Auslaufmodell. Ruckzuck geht das.

Schusswaffen Marke Eigenbau

Der Fortschritt ist nicht blöd. Aber es nutzt nichts. Alles vertrocknet, demnächst gibt’s am Nordpol nur noch Trockeneis. Ihr werdet schon sehen ...

Da, die Schlagzeile: "Eisbär greift Tourist an". Als könne Gewalt das Klimaproblem lösen. Man hat ihn erschossen, den Bären. Notwehr. Überlegene Waffentechnik macht’s möglich. Vorsprung durch Technik!

Eine Website: "Das Zeitalter der herunterladbaren Waffe beginnt offiziell", konnte man da lesen, darüber das Datum angezeigt: der 1. August 2018. Mittlerweile gesperrt die Site. Eine Anleitung zum Download gab's da, Thema: Schusswaffen, Marke Eigenbau aus dem 3D-Drucker.

Schnee von gestern

Wo das war? Na, wo wohl! In dem Land, in dem der Präsident unter Zollwut leidet. Na ja, "leidet" weniger ...  er ist ja mehr der Genießer-Typ. Und die 3D-Waffenbastler auch, da basteln sie eben jetzt 'ne Weile verdeckt, Kramp Karrenbauer - äh: Trumps Knarrenbauer. Entschuldigung, die Hitze!

Da passiert sowas schon mal. Auch der Landwirtschaftsministerin Klöckner. Sie versprach den dürregeplagten Landwirten Hilfe mit den Worten "Wir werden sie nicht im Regen stehen lassen". Ein Mini-Fauxpas, bitte, passiert, ist längst Schnee von gestern. Äh: aufgewärmter Schnee von gestern.

He, Fortschritt: Darauf könnte man doch Schiffe fahren lassen ...

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