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StartseiteCorsoPräsidenten-Beef und Gummi-Enten30.08.2019

Is was?! Aufreger der WochePräsidenten-Beef und Gummi-Enten

Das britische Parlament hat Pause, der Unterhaussprecher wird zum Schweigen verdammt – dabei wäre sein Ordnungsruf dringend: Beim Beef zwischen Macron und Bolsonaro. Bei Regierungsbündnissen, die sich nur gegen, aber nicht für etwas zusammenfinden. Auch in der vielleicht ersten Ostfrieslandkoalition.

Von Sigrid Fischer

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Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien, hebt den Daumen (picture-alliance/dpa/Fabian Sommer)
Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien, hebt den Daumen (picture-alliance/dpa/Fabian Sommer)
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John Bercow: "Order! Order!"

Wo ist der Mann, wenn man ihn braucht? Dringender als jetzt können seine Ordnungsrufe nie gewesen sein. Überall Chaos auf der Welt. Die Briten rasten aus, nur weil ihr neuer Premier barrierefrei durchregieren will. Das versteht man doch, und Parlamente stören dabei nun mal. Demokratie ist anstrengend, die kann sich ruhig mal 'ne Pause gönnen.

Protestler: "Fuck you, Boris Johnson!"

Der Flegel aus der Downing Street

Wieso? Er ist doch nicht mal gewählt, und Her Majesty hat nichts dagegen. Denn die Krone hält sich aus der niederen Politik traditionell raus, sie tut nichts, außer das, was der Flegel aus der Downing Street will – beziehungsweise laut Hugh Grant: das "überschätzte Gummispielzeug für die Badewanne".

"Die Ente bleibt draussen!" / "Ich bade immer mit dieser Ente." / "Nicht mit mir."
John Bercow: "Order!"

Politik besser als Netflix-Serie

Politik war lange nicht so unterhaltsam. Ein französisch-brasilianischer Präsidenten-Beef über eine weltwichtige Angelegenheit: das Aussehen der Gattinnen - vor brennender Regenwaldkulisse. Netflix oder Hollywood? Wer ist schneller?

"Herr Müller-Lüdenscheid!" /"Herr Dr. Klöbener!"

Ein Trost bleibt: Wenn kraftmeiernde Selbstüberschätzung nach hinten losgeht, dann sitzen die Jungs ganz schnell wieder in der zweiten Reihe – wie Signor Salvini. Und Regierungsprogramme kommen dann mit einem Satz aus: "Das Schlimmste verhindern", darauf kann man sich schnell verständigen. Es soll Koalitionen geben, die noch weniger eint.

Manuela Schwesig: "Wenige haben viel und viele haben nichts."
Annegret Kramp-Karrenbauer: "Es geht nicht darum, dass wir Vermögenssteuern einführen, und das ist ein diametraler Unterschied zur SPD."

Zweckbündnisse finden

Auch ab Montag in Sachsen und Brandenburg werden sich Zweckbündnisse finden – im flotten Dreier oder im noch flotteren Vierer.

Dietmar Woidke: "Ich bin von Haus aus Optimist."

Ach, der Herr Woidke, der pfeift noch im Walde:

Dietmar Woidke: "Ich bin von Hause aus jemand, der eher ein fröhlicher Brandenburger ist."

Am Sonntagabend vielleicht nicht mehr, der Ingo von der CDU würde nämlich lieber mit allen anderen reden, mit ganz links, mit ganz rechts - egal. Hauptsache er darf der Chef sein. Also Schwarz-Dunkelrot-Blau, das wäre dann die erste Ostfrieslandkoalition. In dem Fall kann ein ganz alter, schlechter Witz mal richtig gut rüberkommen:

Frage: Was halten Sie von Ostfriesen?
Antwort: Abstand.

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