Kriegsberichterstattung
Israels Armee verschickt neue Zensurvorgaben an Medien

Israels Armee nimmt größeren Einfluss auf die Kriegsberichterstattung heimischer Medien.

    Das Foto zeigt eine Stadt bei Nacht, am Himmel ist die Spur einer Rakete zu erkennen.
    Iranischer Raketenangriff auf Israel - Für israelische Medien gibt es strenge Vorgaben für Berichte. (picture alliance / AP Photo / Ohad Zwigenberg)
    Die am Montag veröffentlichten Zensuranweisungen verbieten Medien künftig die Nennung genauer Zahlen bei feindlichen Raketenangriffen. Die erlaubten Formulierungen lauten künftig nur noch "einzelne" oder "Dutzende" Raketen. Über iranische Raketentreffer an Militärbasen oder strategisch wichtigen Orten darf gar nicht mehr berichtet werden. Man wolle dem Feind keine Geschenke machen, hieß es in der Anweisung des israelischen Militärs. Im Zweifelsfall seien Berichte oder Bilder vor der Veröffentlichung zur Zensur vorzulegen.
    In Israel gibt es eine strenge Militärzensur. Der Organisation Reporter ohne Grenzen zufolge ist in Israel die redaktionelle Unabhängigkeit von Medien nach dem Terroranschlag der Hamas vom 7. Oktober 2023 und dem Beginn des Gazakriegs zunehmend eingeschränkt worden.

    Weiterführende Informationen

    Die wichtigsten Entwicklungen gibt es auch in unseren Newsblog zur Lage im Nahen Osten.
    Diese Nachricht wurde am 08.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.