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John Williams: "Augustus"Eine Frage der Macht

Der amerikanische Schriftsteller John Williams verstarb 1994 - seine Bücher "Stoner" und "Butcher's Crossing" wurden erst posthum zum Erfolg. Jetzt erscheint sein dritter Roman auf Deutsch, eine Biografie über den römischen Kaiser Augustus. Das Werk ist eine gelungene Auseinandersetzung mit den Themen Macht und Machterhalt.

Von Ursula März | 11.12.2016

Die Kopfplastik des römischen Kaisers Augustus wurde 1961 bei Ausgrabungsarbeiten in Mainz gefunden. Undatierte Aufnahme.
Die Kopfplastik des römischen Kaisers Augustus wurde 1961 bei Ausgrabungsarbeiten in Mainz gefunden. Undatierte Aufnahme. (picture-alliance / dpa / Göttert)
Das Cover dieses Romans zeigt die Hauptfigur im Profil. Gewellte Haarsträhnen fallen in die Stirn, die prägnante Nase ist sehr gerade geformt, das Kinn leicht vorspringend, die Miene ernst, konzentriert. Der Blick könnte ein wenig melancholisch sein, was der Betrachter allerdings nur mutmaßen kann. Denn er sieht keine Fotografie einer lebenden Figur, sondern das Abbild einer antiken Steinbüste, die Büste jenes römischen Kaisers, nach dem ein Sommermonat benannt wurde: Augustus.
"Überall auf dieser Welt herrscht heute die Ordnung Roms. Mögen die germanischen Barbaren im Norden lauern, die Parther im Osten und andere Stämme hinter noch gar nicht gezogenen Grenzen – falls Rom nicht ihnen in die Hände fällt, dann letztlich wohl der Zeit, jenem Barbaren, dem niemand entkommt.
Für die nächsten Jahre aber herrscht die Ordnung Roms in jeder italienischen Stadt von Bedeutung, in jeder Kolonie, jeder Provinz – von Rhein und Donau bis zur äthiopischen Grenze, von den atlantischen Küsten Spaniens und Galliens bis zum arabischen Wüstensand und dem Schwarzen Meer".
Dies ist das Fazit eines Herrschers, der im Jahr 63 vor Christus als Gaius Octavius in Rom geboren wurde, im Jahr 14 nach Christus in Nola bei Neapel starb und in den Jahren dazwischen ein Reich schuf, dessen schiere Ausdehnung kaum anderes Imperium davor oder danach erreichte: Das römische Reich in seiner Blüteepoche. Er schuf nicht nur dieses Reich, er überführte die Republik in eine Monarchie und begründete eine Kaiserdynastie, die ihn für Jahrhunderte überleben sollte.
Mehr als diesem Augustus gelang, kann einem weltlichen Herrscher nicht gelingen. Insofern ist die Faszination, die von Augustus seit 2.000 Jahren ausgeht, nicht verwunderlich. Auch nicht, dass sich spätere Herrscher und Diktatoren gerne auf ihn beriefen, beispielsweise der italienische Faschist Benito Mussolini.
Verwunderlich ist auf den ersten Blick indes, dass ein amerikanischer Schriftsteller, der an der Universität von Denver englische Literatur unterrichtet, einen kommerziell wenig erfolgreichen Campus-Roman und einen nicht viel erfolgreicheren Büffeljagd-Roman veröffentlicht hat, sich Mitte der 60er Jahre in die Epoche dieses römischen Kaisers versenkt und eine halb fiktive, halb dokumentarische Romanbiografie über Augustus verfasst.
Keine süffige historische Biografie
Einem Umberto Eco würde man das sofort zutrauen. Aber John Williams? Dem Autor der wiederentdeckten Romane "Stoner" und "Butcher´s Crossing"? Natürlich sind der Sujetwahl eines Schriftstellers keine Grenzen gesetzt. Aber hier fragt sich der Leser, der die erste von 430 Seiten aufschlägt, schon: Wie kam Williams dazu? Was hat ihn an diesem römischen Kaiser interessiert? Was wollte er an seinem Beispiel zeigen? Und was kann dessen Leben mit dem Leben des aus einfachen Verhältnissen stammenden Literaturprofessors Stoner zu tun haben?
Zitat:
"Ich vermute, ich habe die Dichter bewundert, weil sie in meinen Augen die freiesten und folglich warmherzigsten Menschen waren, und ich habe mich ihnen nahe gefühlt, weil ich in den Aufgaben, die sie sich setzten, eine gewisse Ähnlichkeit mit jener Aufgabe sah, die ich mir vor so langer Zeit gestellt hatte. Der Dichter denkt über das Chaos der Erfahrung nach, über die Konfusion des Zufalls, die unfassbaren Bereiche des Möglichen – womit nichts anderes gesagt ist, als dass er über die Welt nachdenkt, in der wir alle leben, die zu untersuchen sich aber nur wenige die Mühe machen.
Früchte ihres Sinnierens sind die Entdeckung oder Erfindung eines bescheidenen Grundsatzes von Harmonie und Ordnung, der sich möglicherweise aus dem ihn verdeckenden Durcheinander herauslösen lässt sowie die Einordnung dieser Entdeckung unter die poetischen Gesetze, die sie letztlich erst möglich machen. Kein General könnte seine Truppen in komplizierten Formationen sorgfältiger manövrieren als ein Dichter seine Worte gemäß der rigorosen Strenge des Metrums ordnet."
Diese wenigen Zeilen genügen, um zu verdeutlichen, dass es sich bei John Williams Roman über Augustus nicht um eine jener süffigen historischen Biografien handelt, die sich auf dem Buchmarkt großer Beliebtheit erfreuen; ja, genau genommen, nicht einmal um eine Romanbiografie im konventionellen Sinn. Als Erzähler, vielmehr als Briefschreiber kommt Augustus nur im dritten Teil des Buches zu Wort.
Im Sommer des Jahres 14 nach Christus, zehn Tage vor seinem Tod, schreibt er einen umfangreichen Brief an seinen Freund Nikolaus von Damaskus, ein griechischer Schriftsteller, Philosoph und Historiker, der eine Schlüsselrolle in der Kulturgeschichte jener Epoche einnahm. Er war ein enger Freund von König Herodes, Hauslehrer der Kinder von Antonius und Cleopatra, und er verfasste seinerseits eine Biografie über Augustus. An ihn wendet sich der todkranke Kaiser, um ein Fazit seines Lebens und seiner Regentschaft zu ziehen:
"Mein lieber Nikolaos, ich sende Dir meine herzlichen Grüße und meinen Dank für die kürzliche erhaltene Lieferung jener Datteln, die ich so überaus schätze und mit denen Du mich über die Jahre freundlicherweise stets zuverlässig versorgt hast. Sie zählen inzwischen zu den wichtigsten Importen aus Palästina und sind in ganz Rom und in den italienischen Provinzen unter Deinem, ihnen von mir verliehenem Namen bekannt.
Die Nicolai, nenne ich sie; und diese Bezeichnung hat sich bei allen durchgesetzt, die sie sich leisten können. Ich hoffe, es amüsiert Dich, zu erfahren, dass der Welt Dein Name durch dieses liebevolle Eponym besser bekannt ist als durch Deine vielen Bücher. Wir dürften allerdings beide mittlerweile ein Alter erreicht haben, in dem uns das Wissen um die trivialen Untiefen, in die das Leben letztlich versinkt, ein gewissen ironisches Vergnügen bereitet."
Hauptfigur wird mit einer Stimmencollage umkreist
Die Vorliebe des Herrschers für Datteln ist zwar nicht besonders spezifisch - Datteln zählten zur Grundausstattung römischer Haushalte -, aber historisch verbürgt. Sein hier aus dem Roman von John Williams zitierter Brief ist es allerdings nicht, er ist eine Fiktion des amerikanischen Autors. Und er ist für die Gesamtkonstruktion des Romans nicht repräsentativ. Das dritte Romankapitel, jenes, in dem Augustus sich selbst zu Wort meldet, umfasst nur knapp 50 von insgesamt 430 Seiten.
Denn der Hauptteil des Buches besteht aus Briefen, deren Verfassern dem politischen, kulturellen und familiären Kontext von Augustus´ Leben angehörten. Genau hier liegen Clou und literarische Modernität des Romans: Er umkreist die Biografie seiner Hauptfigur mit einer Stimmencollage. Senatoren und Amtsträger, Weggefährten und Rivalen kommen ebenso zu Wort wie die Ehefrau von Augustus und seine Tochter Julia, die eine besonders wichtige Rolle einnimmt. Ihre sich überkreuzenden, gegenseitig kommentierenden und ergänzenden Briefe indes sind von Williams erfunden.
System von Machterhalt
Was den Amerikaner an Augustus interessierte, mag zum einen dessen Person sein, vor allem aber die Funktionsweise der Macht und das System von Machterhalt. Eben dieses System bildet die Collage der Korrespondenz ab. Nicht zufällig setzt der Roman mit einem Brief ein, den Julius Cäsar 45 v. Christus verfasste; ein Jahr vor seiner Ermordung, ein Jahr, bevor in Rom die Machtkämpfe um Cäsars Nachfolge entbrannten, aus denen sein erst neunzehnjähriger, körperlich schwächlicher, aber mit großem Ehrgeiz und ungeheurer Willenskraft ausgestatteter Großneffe Gaius Octavius siegreich hervorging:
"Schick den Jungen nach Apollonia. Ich beginne so abrupt, meine liebe Nichte, damit Du gleich entwaffnet bist und jede Gegenwehr, zu der Du Dich womöglich aufraffst, zu schwach und dürftig ausfällt, als dass sie der Kraft meiner Argumente widerstehen könnte. Dein Sohn hat mein Lager vor Karthago bei guter Gesundheit verlassen; Du wirst ihn noch diese Woche begrüßen können. Ich habe meine Männer angewiesen, die Reise geruhsam zu gestalten, sodass Dich dieser Brief vor seiner Ankunft erreichen sollte.
Gleichwohl wirst Du gewiss Einwände vorzubringen haben, die in Deinen Augen einiges Gewicht besitzen – Du bist eine Mutter und eine Julierin, also zweifach störrisch. Ich vermute, ich kenne diese Einwände; wir erörtern diese Angelegenheit ja nicht zum ersten Mal. Du wirst seine schwächliche Gesundheit anführen – doch dürftest Du bald bemerken, dass Gaius Octavius von meinem Feldzug in Spanien gesünder heimkehrt als er aufgebrochen ist."
Schritt für schritt schaltet Augustus sämtliche Mitstreiter aus
Die "Angelegenheit", von der Cäsar spricht, betrifft nichts Geringeres als seine Nachfolge. Schon Jahre zuvor machte sich Cäsar Gedanken, wer aus seiner Familie geeignet wäre, in seine Fußstapfen zu treten. Seine Wahl fiel auf seinen Großneffen, den Sohn seiner Nichte Apollonia:
"Du kennst meine Gefühle für den Jungen und auch die Pläne, die ich für ihn hege; längst wäre er vor den Augen des Gesetzes mein Sohn, wie er es bereits in meinem Herzen ist, wäre seine Adoption nicht von diesem Marcus Antonius verhindert worden, der sich einbildet, mein Nachfolger zu werden und im Kreise meiner Feinde so geschickt vorgeht wie ein Elefant, der durch den Tempel der Vestalischen Jungfrau trampelt. Dein Gaius steht mir zur Rechten, aber wenn er dort wohlbehalten bleiben und meine Macht übernehmen soll, muss ihm Gelegenheit gegeben werden, meine Stärken kennenzulernen".
Als Cäsar dies im Jahr 45 vor Christus schreibt, droht die römische Republik unter seiner Tyrannenherrschaft im Bürgerkriegschaos zu versinken. Wenige Monate später wird Cäsar von einer Verschwörergruppe des Senats ermordet. Die Tumulte, die sich bei seiner Beerdigung abspielten, sind legendär. Nicht weniger legendär sind die strategische Raffinesse und die intrigante Meisterschaft, die seinen testamentarischen Adoptivsohn an die Macht trägt. Frank Underwood, der sinistre Held der amerikanischen Serie "House of Cards" könnte sein Lehrling sein.
Nach und nach schaltet Octavian, späterer Kaiser Augustus, sämtliche Mitstreiter als Konkurrenten aus, nennt sich zunächst bescheiden Princeps, vermeidet jeden Anschein, eine Monarchie errichten zu wollen, zieht gleichzeitig sämtliche Schaltstellen der Macht an sich, bis er schließlich unter dem Ehrennamen Augustus, der Erhabene, im Jahr 31 vor Christus das römische Kaiserreich begründet und die Republik endgültig zu Grabe trägt.
Roman ist unter anderem ein fortlaufender Krankenbericht
Dieser zu enormer Grausamkeit, Infamie und Skrupellosigkeit fähige Junge etablierte das augustäische Zeitalter Roms. Es wird auch das goldene genannt: Eine lang anhaltende Zeit des Friedens, der Stabilität und der Hochkultur. Diese Dialektik im Wirken des Augustus hat John Williams mit seiner Romancollage im Auge. Woher, so fragt sich der Autor und mit ihm der gebannte Leser, gewann ein Mann, der eigentlich immer krank und körperlich schwach war, die Kraft, ein Imperium aufzubauen? Denn Williams Augustus-Roman ist unter anderem ein fortlaufender Krankenbericht. Qintus Horatius Flaccus schreibt:
"Mein lieber Vergil, ich bitte Dich inständig, so rasch wie möglich nach Rom zu kommen. Seit seiner Rückkehr aus Spanien hat sich die Gesundheit unseres Freundes stetig verschlechtert, sodass sein Zustand nun äußerst bedenklich ist".
Augustus Ehefrau schreibt:
"Ich habe Deine Anweisungen befolgt; Deine Tochter ist verheiratet; es geht ihr gut. Ich eile, Dir diese Fakten mitzuteilen, damit ich über das schreiben kann, was mir größere Sorge bereitet: Deine Gesundheit. Denn mir kam zu Ohren, dass es darum schlechter bestellt ist, als Du mich hast wissen lassen."
Der Leibarzt von Augustus gibt seinen Assistenten folgende medizinische Anweisungen:
"Der Patient möge vollständig ins kalte Bad getaucht werden, bis das Wasser jeden Körperteil bedeckt, allein den Kopf ausgenommen. Dort soll er so lange verweilen, wie es dauert, bis 100 zu zählen. Anschließend hebe man ihn aus dem Wasser und wickle ihn in ungefärbte Wolldecken, die zuvor auf heißen Steinen angewärmt wurden. Er bleibt eingewickelt, bis er ausgiebig zu schwitzen beginnt, woraufhin dann der gesamte Leib mit dem vorbereiteten Öl eingerieben wird. Schließlich legt man ihn wieder ins kalte Bad, zu dem man zuvor so viel kaltes Eis hinzugefügt hat, dass die anfängliche Kälte wieder erreicht wurde. Nach viermaliger Wiederholung der Behandlung wird dem Patienten zwei Stunden Ruhe und Erholung gegönnt. Diese Therapie wird angewandt, bis das Fieber des Patienten sinkt."
Man sollte sich das Leben eines römischen Kaisers nicht als besonders angenehm vorstellen. Die Frage, um welchen Preis des Charakters, der Ideale, aber auch des persönlichen Glücks Kaiser Augustus seine Macht erwarb, ist eine Leitfrage dieses Romans. Die eiskalten Bäder, in die der kränkliche Römer getaucht wurde, sind metaphorisch zu verstehen. Der Aufstieg zum Gipfel des Imperiums ging mit einer Unterkühlung seiner Gefühle und menschlichen Bindungen einher.
Beruflicher Erfolg, privates Scheitern - das verbindet Autor und Protagonist
Ein durchaus aktuelles Thema – und ein Thema, das Augustus mit Stoner verbindet, dem Held von Williams postum international erfolgreichem Campus-Roman. Auch Stoner, der aus einfachen provinziellen Verhältnissen stammt und in die akademische Welt aufbricht, zahlt für seinen sozialen Aufstieg einen Preis. Er reüssiert beruflich, aber er scheitert privat. Er führt nicht nur eine quälende Ehe mit einer hysterischen Frau aus der amerikanischen Upperclass. Er verliert, was emotional für Stoner fast noch schlimmer ist, den Kontakt zu dem Menschen, der ihm meisten bedeutet, seiner einzigen Tochter, die im Alkoholismus verkommt. Nicht zufällig stellt John Williams die Beziehung von Augustus zu seiner Tochter Julia ins Zentrum des Romangeschehens. Ihr fiktives Tagebuch ist ein zentrales Element des Romanes, eine Art Gegenrede.
"In diesem Inselgefängnis denke ich abgeklärt über Dinge nach, über die ich wohl nicht nachdenken würde, wäre mein Leben nicht am Ende."
Dies schreibt Julia im Jahr 4 nach Christus auf der Insel Pandateria, auf die sie vom eigenen Vater wegen unzüchtigen Verhaltens verbannt wurde. Sie hatte Liebesaffären, widersetzte sich den Moralgesetzen, die Kaiser Augustus erlassen hatte. Und sie wurde von ihm gnadenlos auf dem Altar seiner Macht geopfert und vier Mal an Männer verheiratet, die er sich aus strategischen Zwecken zu Verbündeten machte oder als Nachfolger ins Auge fasste.
"In der Welt, aus der ich kam, war allein Macht entscheidend. Man liebte sogar um der Macht willen, und das Ende einer Verbindung erzeugte nicht nur ureigene Freude, sondern zählte zu den tausendfachen Freuden der Macht. Ich glaube, es war die Geburt meiner beiden Söhne Gaius und Lucius, die mir die erste wahre Kostprobe jener unwiderstehlichsten aller Leidenschaften bot, dem Hunger nach Macht. Denn Gaius und Lucius wurden auf der Stelle von meinem Vater adoptiert, und es galt als ausgemacht, dass ihm im Fall seines Todes erst mein Mann und dann einer meiner Söhne als Kaiser und Erster Bürger des römischen Reiches nachfolgen würde."
Als sich John Williams in Denver, wo er als Professor für Literatur lehrte, Mitte der 60er Jahre mit stupender Intensität auf eine Zeitreise in die Welt des römischen Reiches begab, kehrten in den USA die Stereotypen des Kalten Krieges wieder, an deren Überwindung die Präsidentschaft Kennedys geknüpft war. Nach Kennedys Ermordung 1963 zog Lyndon B. Johnson ins Weiße Haus ein, wie 1969 sein Nachfolger Richard Nixon ein Falke des Vietnam Krieges. Es ist nicht unwesentlich, diesen historischen Hintergrund im Kopf zu behalten. Er trägt zweifellos zur Vibration der Auseinandersetzung von Williams Augustus-Roman mit dem Thema Macht und imperialen Machtinteressen bei.
Auch Leser, die sich nicht als Experten für römische Geschichte oder die Welt der Antike empfinden, kommen in den Genuss spannender, ja vergnüglicher Lektüre. Dies verdankt sich nicht zuletzt der vorzüglichen Edition des Romans. Er ist mit allem Informationen versehen, die sich der Laie wünscht: Einer klaren Zeittafel der geschichtlichen Ereignisse, einem "Who´s Who" des antiken Rom, sowie einem eingängigen Nach- und Vorwort. Bei Tisch würde man sagen: Mit Liebe zubereitet. Auch dies ist ein Rezept, das Bestsellererfolge verspricht.