Nach Wahlniederlage
Juso-Chef Türmer verlangt strategische Neuausrichtung der SPD

Juso-Chef Türmer hat nach den deutlichen Verlusten bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz eine strategische Neuausrichtung der SPD gefordert. Die SPD müsse künftig erkennbar für einen Aufbruch stehen, sagte Türmer im Deutschlandfunk. Konkret nannte er etwa eine stärkere Besteuerung von sehr hohen Einkommen.

    Philipp Türmer (SPD), Bundesvorsitzender der SPD-Jugendorganisation Jusos, steht beim SPD-Bundesparteitag am Rednerpult, spricht und zeigt mit dem Arm und Zeigefinger nach links.
    Philipp Türmer (SPD), Bundesvorsitzender der Jusos (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Mit Blick auf die Bundesvorsitzenden Bas und Klingbeil kritisierte Türmer, dass die Doppelfunktion von Parteispitze und Regierungsamt nicht funktioniere. Diese habe zu einem einheitlichen Schweigen zur grundsätzlichen Ausrichtung der Partei geführt. Bas und Klingbeil warnten vor Personaldiskussionen. Die Menschen erwarteten, dass die SPD sich nicht in Selbstzerfleischung ergieße, sagte Bas.
    Die rheinland-pfälzische SPD-Landtagsfraktion sprach sich für inhaltliche und personelle Veränderungen an der Parteispitze aus. Der Generalsekretär des brandenburgischen Landesverbands, Fischer, verlangte schnelle Reformen der Bundesregierung. Die Wahlniederlagen dürften nicht zu Verzagtheit und Selbstbeschäftigung führen.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.