Rüstung
Kanada trifft Entscheidung über U-Boot-Bau - laut Berichten Zuschlag für TKMS aus Deutschland

Kanada will zeitnah offiziell bekanntgeben, wer den Zuschlag für den Bau ‌von zwölf U-Booten ⁠für die ⁠Marine bekommt. Premierminister Carney werde die Entscheidung noch vor seiner Abreise zum NATO-Gipfel in der Türkei verkünden, berichtete die Zeitung "Globe and Mail" unter Berufung auf Insider.

    Ein Gebäude des Marineschiffbauers TKMS in Kiel
    Der Marineschiffbauer TKMS hofft auf den Zuschlag für den Bau mehrerer U-Boote für Kanada (Archivbild). (Marcus Golejewski / dpa / Marcus Golejewski)
    Die Zeitung schreibt zudem mit Verweis auf Kreise, Kanada werde den Auftrag nach Deutschland vergeben. Auch der kanadische Rundfunk erfuhr, dass die Regierung in Ottawa sich für die Thyssenkrupp-Rüstungstochter TKMS entscheiden wolle. Dafür gab es jedoch zunächst keine offizielle Bestätigung. Auch TKMS gab keine Stellungnahme ⁠ab. Der ⁠Konzern treibt seit ⁠Monaten seine Bemühungen um den milliardenschweren U-Boot-Auftrag voran. Unterstützt wird das ⁠Unternehmen von der Bundesregierung ‌und dem Partner Norwegen. Durch den milliardenschweren Großauftrag könnte es neue Arbeitsplätze in den Werften in Kiel und Wismar geben. Konkurrent bei der Vergabe ist ein südkoreanisches Schiffbau-Unternehmen.
    Die Vergabe steht auch als mögliches Zeichen Kanadas an die USA vor dem NATO-Gipfel. Washington fordert vom Nachbarland wie von anderen Bündnismitgliedern auch eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.