Laientreffen
Katholikentag in Würzburg eröffnet - Appelle gegen Hass und Spaltung

In Würzburg hat der 104. Deutsche Katholikentag begonnen. Bundespräsident Steinmeier sagte, die Gesellschaft müsse aufhören, sich selbst in die Ohnmacht und das Land in den Abgrund zu reden. Viele hätten das Gefühl, die Zukunft könne nur düster sein. Doch gerade Christen müssten sich gegen das Gefühl der Hoffnungslosigkeit wehren.

    Markus Söder (l-r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, Irme Stetter-Karp, Präsidentin der deutschen Katholiken (ZdK), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Elke Büdenbender, und Martin Heilig (Bündnis90/die Grünen), Oberbürgermeister von Würzburg, stehen hinter einem Banner mit dem Motto: Hab Mut, steh auf!
    Ministerpräsident Söder, ZdK-Präsidentin Stetter-Karp, Bundespräsident Steinmeier samt Ehefrau Elke Büdenbender und Würzburgs Oberbürgermeister Heilig bei der Eröffnung des Katholikentags auf dem Residenzplatz. (picture alliance / dpa / Karl-Josef Hildenbrand)
    Das Motto des Katholikentags "Hab Mut, steh auf!" komme zur rechten Zeit. Steinmeier lobte zudem Papst Leo XIV. Wenn dieser in einer Zeit von Krisen und Kriegen öffentlich größere Anstrengung für den Frieden fordere, dann verdiene ein solcher Aufruf Unterstützung, nicht Kritik. Leo XIV. sei ein Papst, der Mut mache. "Die Welt kann dankbar sein für diesen unerschrockenen Verkünder einer Botschaft von Gerechtigkeit und Frieden", sagte der Bundespräsident.

    Mehrere zehntausend Teilnehmer erwartet

    Die gastgebende Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Stetter-Karp, sagte, eine Kirche, die sich zu Menschenwürde, Solidarität und konkretem Handeln bekenne, sei eine politische Kirche.
    Das größte Treffen katholischer Laien soll angesichts von Krieg und Klimawandel sowie Vertrauenskrisen in Politik und Kirche dazu ermutigen, nach Wegen in die Zukunft zu suchen. Würzburgs Oberbürgermeister Heilig hofft auf ein "kulturelles Bürgerfest". Bis Sonntag werden mehrere zehntausend Teilnehmer zu rund 900 Veranstaltungen erwartet. Geplant sind unter anderem Konzerte, Ausstellungen, Gottesdienste, vertrauliche Gespräche in kleiner Runde, Mitmach-Aktionen, Literatur, Theater und Kunstprojekte.
    Katholikentage werden alle zwei Jahre in einer anderen Stadt organisiert und dienen als Forum für Austausch und Debatten. Ausgerichtet werden sie vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken und dem gastgebenden Bistum.
    Diese Nachricht wurde am 13.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.