Tourismus
Klagen gegen Booking - 15.000 Hotels wollen Schadenersatz

Weitere Tausende Hotels aus ganz Europa haben sich einer Sammelklage gegen Booking angeschlossen.

    Auf einem Smartphone ist die App des Reiseportals Booking.com zu sehen.
    Das Buchungsportal Booking.com. (Fabian Sommer / dpa / Fabian Sommer)
    Heute läuft dafür eine Frist ab. Insgesamt sind es jetzt mehr als 15.000 Hotels, die das Reiseportal vor Gericht bringen wollen. Das hat die europäische Hotelallianz mitgeteilt. Die Häuser wollen Schadenersatz für erzwungene Preisbindungen, die 20 Jahre lang galten. Auch der deutsche Hotelverband unterstützt die Klage. Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs vor einem Jahr. Demnach können sogenannte Bestpreisklauseln gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Sie verbieten es Hotels, ihre Zimmer zum Beispiel auf der eigenen Website günstiger anzubieten. Booking hat die Klauseln letztes Jahr abgeschafft und weist die Vorwürfe zurück.
    Zuletzt hatten "booking.com" und andere Tourismusunternehmen auch wieder Kritik wegen ihrer Geschäfte mit Urlaubsanbietern in israelischen Siedlungen auf besetzem palästinensischem Land auf sich gezogen. Die palästinensische Autonomiebehörde forderte endlich ein Ende der Praxis. Vor gut zwei Jahren wurde gegen booking.com mit Hauptsitz in den Niederlanden Strafanzeige erstattet. Siedlungen verstießen gegen die Genfer Konventionen. Wer daran verdiene, profitiere von Verbrechen, hieß es. Auskunft zur Anzeige gab die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage zuletzt nicht. Booking.com erklärte, man nehme das Thema ernst.
    Diese Nachricht wurde am 29.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.