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StartseiteUmwelt und VerbraucherWas bringt es, sich privat um das Klima zu kümmern?19.08.2019

Klima-Serie „Der eigene Beitrag“Was bringt es, sich privat um das Klima zu kümmern?

Jeder Einzelne kann seinen CO2-Ausstoß verbessern, nur wie? Es gibt viele Möglichkeiten: Sehr radikal durch eine Ernährungsumstellung oder einfach auch nur, indem investiert oder ein wenig die Gewohnheit geändert wird. Sechs Beispiele von Menschen, die was umsetzen.

Ein Radfahrer zeichnet sich vor dem Braunkohlekraftwerk Boxberg ab, aufgenommen in Altliebel am 11.03.2019 (imago images / photothek / Florian Gaertner)
Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftlicher Aufgabe, aber auch jeder Einzelne kann etwas machen (imago images / photothek / Florian Gaertner)
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Der CO2-Fußabdruck eines durchschnittlichen Menschen in Deutschland 2016 (Umweltbundesamt/Deutschlandfunk)Der CO2-Fußabdruck eines durchschnittlichen Menschen in Deutschland 2016 (Umweltbundesamt/Deutschlandfunk)

Die individuellen CO2-Emissionen eines durchschnittlichen Menschen in Deutschland hat das Umweltbundesamt (Quelle: Studie BMU/UBA, Seite 60) berechnet: Etwa 11,6 Tonnen emitiert er pro Jahr. Und natürlich lassen sich diese Emissionen auch individuell reduzieren.

Linktipp: die eigene CO2-Bilanz berechnen
Das Umweltbundesamt bietet ein Tool an, mit dem jeder seine eigene CO2-Bilanz erstellen kann - und auch kontrollieren kann, wie sich diese verbessern lässt:

In "Umwelt und Verbraucher" werden in der Reihe "Klimaschutz für den Einzelnen" sechs Menschen und Familien vorgestellt, die ganz individuell versuchen, ihre CO2-Bilanz zu verbessern.

Eine Radfahrerin fährt auf der Promenade entlang, im Hintergrund steht der Schriftzug «Münster», aus Blumen gefertigt. Der ADFC-Fahrradklima-Test 2018 ist eine Befragung mit dem Ziel der vergleichbaren Erfassung von Radfahrbedingungen in Staädten und Gemeinden. Die Datenerhebung zum ADFC-Fahrradklima-Test 2018 erfolgte vom 1.9.2018 bis zum 30.11.2018. Deutschlandweit wurden Radfahrer gebeten, ihre Einschätzung zum Radverkehr in ihrer Stadt abzugeben. Mit Denkfabrik-Stempel. (dpa / picture alliance / Guido Kirchner) (dpa / picture alliance / Guido Kirchner)Beispiel 1: Umweltfreundlich pendeln - Stadtalltag ohne
Seit sieben Jahren verzichtet eine Familie aus Münster auf das eigene Auto. Das klappt gut und so wirklich schwer fällt es keinem. Die Nachteile sind kaum spürbar und die Vorteile – besonders für das Gewissen – überwiegen.

Herzförmige Gurkenscheiben (picture alliance / dpa) (picture alliance / dpa)Beispiel 2: Ernährung - Veganes Leben als CO2-Spartipp
15 Prozent des CO2-Verbrauchs eines durchschnittlichen Bundesbürgers entfallen auf die Ernährung. Die Kölnerin Maxi Ganser spart sich rund die Hälfte davon - weil sie seit vier Jahren vegan lebt.

Arbeiter installieren Solarzellen auf einem Dach, aufgenommen am 06.03.2012 in Igersheim. (dpa picture alliance / Daniel Kalker) (dpa picture alliance / Daniel Kalker)Beispiel 3: Strom - Bessere Klimabilanz durch Solarstrom vom eigenen Dach
Der Stromverbrauch ist für gut sieben Prozent des CO2-Fußabdrucks eines durchschnittlichen Bundesdeutschen verantwortlich. Der Berliner René Keller bezieht ihn über eigene Solarpaneele auf dem Dach - und spart so auch monatlich über 100 Euro.

Ein Flugzeug fliegt über dem brandenburgischen Sieversdorf (Oder-Spree) scheinbar ganz nah am Mond vorbei.  (picture alliance / dpa / lbn / Patrick Pleul  ) (picture alliance / dpa / lbn / Patrick Pleul )Beispiel 4: Mobilität & Flug - CO2 sparen durch bewusstes Fortbewegen
Die Mobilität ist für 20 Prozent der CO2-Emissionen eines durchschnittlichen Deutschen verantwortlich. Die fünfköpfige Berliner Familie Beese verzichtet bewusst aufs Fliegen - und konnte durch bewusste Entscheidung für bestimmte Verkehrsmittel ihren CO2-Fußabdruck um 1,4 Tonnen senken.

Dachdecker dämmen das Dach eines Hauses in Cottbus mit Glaswolle (imago / Rainer Weisflog) (imago / Rainer Weisflog)Beispiel 5: Wärmedämmung - Das Eigenheim energetisch sanieren
Wärmedämmung und eine bessere Heizung: Die Sanierung eines Altbaus lohnt. Eine Familie aus Buchholz bei Hamburg etwa darf nach der energetischen Sanierung ihres Reihenhauses von 1963 mit 84 Prozent weniger CO2-Ausstoß rechnen.

Heizungsthermostat mit CO2-Preisschild (imago / Christian Ohde) (imago / Christian Ohde)Beispiel 6: Mieter machen Öko-Strom
Mieter, die das Klima schützen möchten, haben zwar wenig Einfluss auf die Heizenergiekosten, auf ihren Heizenergieverbrauch hingegen schon. Sie können Ökostrom beziehen, oder den Strom gleich selber produzieren – mit Solar-Modulen für den Balkon.

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