Hohe Spritpreise
Klingbeil lässt Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne prüfen

Vor dem Hintergrund hoher Kraftstoffpreise lässt das Bundesfinanzministerium die Einführung einer Übergewinnsteuer auf Profite von Mineralölkonzernen prüfen.

    Bundesfinanzminister Lars Klingbeil spricht bei der Sitzung des Bundestags zum Auftakt der Haushaltswoche.
    Bundesfinanzminister Klingbeil lässt die Einführung einer Übergewinnsteuer prüfen. (picture alliance / dts-Agentur / -)
    Mit den Erlösen wolle man in der gegenwärtigen Lage Entlastungen für die Verbraucher finanzieren, sagte Bundesfinanzminister Klingbeil in Berlin. Dazu könne eine Erhöhung der Pendlerpauschale gehören. Profitieren sollten Personen mit mittleren und niedrigen Einkommen, Familien sowie kleine Betriebe. Diese Gruppen seien am stärksten von den hohen Kosten betroffen. Das Ministerium wies darauf hin, dass eine Übergewinnsteuer schon nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine als gemeinsames EU-rechtliches Instrument vorübergehend eingeführt wurde.
    Durch die Übergewinnsteuer für Energiekonzerne hatte Deutschland 2022 fast zwei Milliarden Euro eingenommen. Im darauffolgenden Jahr waren es nochmals rund 465 Millionen Euro.
    Diese Nachricht wurde am 19.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.