
Stiell sagte, fossile Brennstoffe hielten die Welt im Würgegriff. Die Staatengemeinschaft müsse in der Klimapolitik jetzt endlich weiter gehen und schneller vorankommen: "Wir müssen unsere Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen und die beschlossenen Pläne vollständig umsetzen." Die Bewältigung der globalen Klimakrise sei die schwierigste, aber auch wichtigste Aufgabe, die die Menschheit jemals gemeinsam in Angriff genommen habe.
Mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten sagte Stiell, eine fortgesetzte Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bedeute, weiterhin Inflation und wirtschaftliche Instabilität zu importieren.
Schneider: UNO ist unverzichtbar
Bundesumweltminister Schneider betonte im Vorfeld der Konferenz, gerade bei den Bemühungen um weltweiten Klimaschutz sei die UNO unverzichtbar. Er versicherte zugleich, Deutschland werde auch künftig seinen Beitrag leisten - "verlässlich, konstruktiv und mit dem klaren Ziel, die internationale Energiewende weiter voranzubringen".
Mehr als 6.500 Teilnehmer
Bonn ist der Sitz des UNO-Klimasekretariats, das die internationale Klimapolitik koordiniert. Für die Konferenz sind mehr als 6.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 186 Ländern angemeldet. Die nächste UNO-Klimakonferenz, die COP 31, wird im November im türkischen Antalya ausgerichtet, wobei Australien die Konferenzleitung übernimmt.
Für die Inselstaaten geht es um das Bestehen der Staatlichkeit
Deutschlandfunk-Umweltredakteurin Ann-Kathrin Büüsker, die über die Klimakonferenz berichtet, weist in ihrem Beitrag vor allem auf die Bedeutung der kleinen Inselstaaten hin. Für diese gehe es im Kampf um die Erderwärmung um nichts weniger als das Bestehen ihrer Staatlichkeit: "Haben ihre Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Jahren noch ein Zuhause, wenn Extremwetter und der steigende Meeresspiegel sich in die Küste hineinfräsen?"
Weiterführende Informationen
Vor UN-Klimakonferenz - Verhandlungen in Bonn sollen Weichen stellen
Diese Nachricht wurde am 08.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
