Pflegeversicherung
Krankenkassen-Spitzenverband warnt vor drohenden Zahlungsschwierigkeiten

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen dringt auf Reformen in der Pflege und warnt vor Zahlungsschwierigkeiten im kommenden Jahr. GKV-Vorstandschef Blatt sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Pflegeversicherung lebe auf Pump - mit Darlehen des Bundes in Höhe von mittlerweile 4,2 Milliarden Euro.

    Rückansicht eines männlichen Pflegers mit einer älteren Patientin im Rollstuhl.
    Die Pflegeversicherung wurde 1995 eingeführt, mittlerweile stellen sich auch hier Finanzierungsfragen. (Getty Images / Halfpoint Images)
    Das werde das Defizit im kommenden Jahr zwar annähernd decken. Die Finanzierung sei aber derart auf Kante genäht, dass einzelne Pflegekassen 2026 Liquiditätshilfen benötigten. Der Verbandschef sprach sich unter anderem dafür aus, die Bedingungen für die Anerkennung einer Pflegebedürftigkeit und für die Einstufung in einen der fünf Pflegegrade zu verschärfen.
    Blatt betonte, die Reform von 2017 sei - Zitat - "sehr großzügig" gestaltet worden. Seither habe sich die Zahl der Pflegebedürftigen von drei auf fast sechs Millionen nahezu verdoppelt.
    Diese Nachricht wurde am 28.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.