Russischer Angriffskrieg
Kreml nennt Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi "konstruktiv", erwartet aber keine Ergebnisse

Der Kreml hat Hoffnungen auf ein mögliches Ende des Kriegs in der Ukraine gedämpft. Der direkte Kontakt mit Vertretern der Ukraine am Wochenende in Abu Dhabi sei zwar auch aus Moskauer Sicht konstruktiv gewesen, sagte Kreml-Sprecher Peskow. Es wäre aber falsch, mit großen Ergebnissen zu rechnen.

    Blick auf den Kreml in Moskau, mit einem großen Platz und roten Gebäuden im Hintergrund
    Blick auf den Kreml in Moskau (Archivbild) (picture alliance / dpa / TASS / Yevgeny Messman)
    Es gehe um schwierige Themen. Die Gespräche seien erst am Anfang, führte Peskow aus. In Abu Dhabi hatten am Wochenende Vertreter Russlands und der Ukraine zum ersten Mal seit Monaten direkt miteinander gesprochen. Die Begegnung war von den USA vermittelt worden. Zum Abschluss wurde lediglich vereinbart, die Verhandlungen fortzusetzen.
    Der Kremlsprecher verwies erneut auf eine angebliche "Formel von Anchorage", in der Russlands Interessen festgelegt seien. Dies bezieht sich auf das Gipfeltreffen von US-Präsident Trump und der russische Präsident Putin im August 2025 in Alaska. Zu einer Einigung wurde nichts mitgeteilt. Aber Moskau fordert einen Abzug der ukrainischen Armee aus Gebieten im Osten, die diese bislang noch verteidigt. Kiew lehnt dies ab. 
    Der Sicherheitsexperte Nico Lange schrieb im Netzwerk X, es scheine, als habe Trump in Anchorage Zusagen gemacht, die er nun nicht einlösen könne. Deshalb drängten die USA die Ukraine ebenfalls zu einem Gebietsverzicht.

    Weitere russische Angriffe

    Die russischen Angriffe insbesondere auf die Energie-Infrastruktur in der Ukraine gingen während der Gespräche in Abu Dhabi weiter. Das ukrainische Militär attackierte seinerseits in der vergangenen Nacht eine Ölraffinerie in der südrussischen Region Krasnodar.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Ukraine - Unter Beschuss auch während der Verhandlungen in Abu Dhabi
    Diese Nachricht wurde am 26.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.