Kultur heute 

Endlich mal erklärtKönnen gute Maler auch schlechte Bilder malen?

Eine Frau betrachtet im Pariser Picasso-Museum Gemälde des Künstlers (Kathrin Hondl)

"Schmierereien" - so war das nahezu einhellige Urteil der Zeitgenossen über Picassos späte Gemälde. Denn sie hatten nichts mehr gemein mit Meisterwerken wie den "Demoiselles d’Avignon" oder "Guernica". Gute Bilder, schlechte Bilder? Der Werte-Kanon der Kunst wird immer wieder neu diskutiert.

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Endlich mal erklärtSind Architekturwettbewerbe überhaupt sinnvoll?

Der Siegerentwurf für ein Museum der Moderne in Berlin der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, der am 17.11.2016 bei der Eröffnung einer Ausstellung im Kulturforum in Berlin präsentiert wurde (Ralf Hirschberger/dpa)

Architekturwettbewerbe garantieren künstlerische Qualität. Zumindest sehen das die meisten Architekten so, die in den Jurys sitzen. Tatsächlich aber dominieren oft interne Streitereien die Arbeit der Mitglieder, oder lokale Interessen setzen sich durch. Könnte man Architekturwettbewerbe nicht demokratisieren?

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Endlich mal erklärtIst Spitzentanz noch zeitgemäß?

Ballettschuhe (imago / Westend61)

Spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts gilt der Spitzentanz als hohe Schule der Ballettkunst. Die moderne Tanzforschung sieht in der grazilen scheinbaren Schwerelosigkeit aber auch die Vermittlung eines tradierten Frauenbildes. Tatsächlich gibt es längst neue Formen.

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Endlich mal erklärtBraucht das Theater noch einen Vorhang?

Blick in den Zuschauerraum eines Theaters (picture alliance / Tetra Images)

Manchmal ist er zu Beginn schon offen. Manchmal gibt er den Blick auf die Bühne erst frei, wenn das Publikum sitzt - und ziemlich häufig ist er rot. Inzwischen ist der Theatervorhang oft selbst Teil der Inszenierung.

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Corona und die Sehnsucht nach klaren Ansagen "Wir hoffen auf die Regeln, die man uns vorgibt"

Auf einem an einem Laternenpfahl angebrachten Zettel steht: "Bitte Abstand halten". DIe Deutschen sind angewiesen in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander zu halten. (picture alliance / ZUMA Wire / Sachelle Babba)

In der Coronakrise gebe es derzeit einen Regelkonformismus und den Ruf nach Autoritäten, die Sicherheit vermitteln würden, sagte der Sozialpsychologe Andreas Zick im Dlf. Das sei jedoch etwas anderes als unreflektierter Gehorsam oder aggressive Unterwerfung.

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Endlich mal erklärtHaben Computer das Kino verbessert?

Das Star Trek-Flaggschiff, die USS Enterprise (dpa/ picture-alliance)

Von Anfang an hat das Kino versucht, mit Tricks auch Bilder zu erzeugen, die es in der Wirklichkeit nicht gibt. Seit Ende der 1970er-Jahren werden dafür Computer eingesetzt. Sie sind heute aus der Filmproduktion nicht mehr wegzudenken. Hat das den Filmen aber gut getan?

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Tracking von HandydatenPhilosoph warnt vor "Maßnahmen einer soften Cyberdiktatur"

Die Freiwilige Corona-App app.coronapp.eu läuft auf einem Smartphone, im Hintergrund ist die Website des Robert Koch Instituts zu sehen. (imago)

Dass zur Bekämpfung des Coronavirus auch das Tracking von Handydaten genutzt werden soll, hält der Philosoph Markus Gabriel für gefährlich. Vor der Krise sei man sich schließlich weitestgehend einig gewesen, dass diese Maßnahme "moralisch verwerflich" sei, sagte er im Dlf.

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Endlich mal erklärtHat die Oper etwas mit dem echten Leben zu tun?

Szene aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Die Zauberflöte" im Deutschen Nationaltheater in Weimar − ein Klassiker seit Goethes Zeiten (dpa / picture alliance / Martin Schutt)

Menschen, die einander ansingen statt zu reden, seltsame Kostüme, Bühnenwelten und Konflikte - die Oper ist ein absurdes Ding, sagte Richard Strauss einmal. Und trotzdem gehen viele Menschen hin. Irgendwas muss das Musiktheater mit dem Leben zu tun haben - aber was?

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Endlich mal erklärtWarum ist ein Urinal Kunst?

Links das Werk "Fountain", rechts ein Werk namens "Hummer-Telefon" von Salvador Dalí (London News Pictures via ZUMA)

Ein handelsüblicher Gegenstand in einer Ausstellung im Museum, und dann noch ein triviales Pinkelbecken aus Porzellan? Muss auch möglich sein, fand der Künstler Marcel Duchamp - und erfand vor rund 100 Jahren mit der Arbeit "Fountain" das "Readymade".

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Zum Tod des Komponisten Krzysztof PendereckiMeister der post-seriellen Musik

Der polnische Dirigent Krzysztof Penderecki im Februar 2013 in der St. Petersburg Philharmonie.  (picture alliance / Ruslan Shamukov)

Mit seinen eigenwilligen Klangkompositionen erregte Krzysztof Penderecki Ende der 1950er-Jahre erstmals Aufsehen. Experimente mit verschiedenen Klangfarben, Glissando- und Vibratotechniken sorgten für einen weltweiten Erfolg. Jetzt ist der polnische Komponist im Alter von 86 Jahren gestorben.

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Endlich mal erklärtWarum sind Theaterleute abergläubisch?

Eine Schauspielerin isst im Theaterstück "Fettes Schwein" in der Komoedie am Kurfuerstendamm Berlin ein Gericht mit Stäbchen (picture alliance / EventpressHoensch)

Trage auf der Bühne niemals deinen eigenen Mantel oder Hut. Iss niemals auf der Bühne, es sei denn es gehört zur Szene. Nenne niemals in Bühnennähe den Namen „Macbeth“. Der durchaus weit verbreitete Aberglaube in Theaterhäusern findet in solchen Regeln Ausdruck, doch woher stammt er eigentlich?

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Endlich mal erklärtWas ist eigentlich Tanztheater?

Am 5. Oktober 2009 zeigte die Truppe von Pina Bausch in Kairo die Tanzstücke  "Le Sacre du Printemps" and "Bamboo Blues"' in Kairo. (EPA/Mohamed Omar/ dpa/picture-alliance)

Die Tänzer raufen sich die Haare, stapfen durch Wasserpfützen auf der Bühne, malen, singen oder pflücken Blumen: das moderne Tanztheater blüht in der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts. An die Stelle traditioneller Bewegungen des Balletts treten experimentelle, theatrale Ausdrucksformen.

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Spazierengehen in Zeiten von Corona"Ein Spaziergang, den man vorher noch nie gemacht hat"

Spazieren und Joggen in Zeiten von Corona und Home Office - Göttingen, 26. März 2020 (dpa / Swen Pförtner)

Während viele bislang mit dem Auto aus der Tiefgarage zur Arbeit gefahren seien, gingen nun mehr Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung spazieren, sagte der Spaziergangswissenschaftler Martin Schmitz im Dlf. Dabei ließen sich spannende Dinge entdecken, die man bisher übersehen habe.

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Endlich mal erklärtWas ist ein Trompe-l’œil?

Trompe-l’œil in Paris  (dpa/ picture alliance/ MAXPPP)

Gemalte Weintrauben, nach denen echte Vögel picken. Oder barocke Deckengemälde, die Kuppelgewölbe vortäuschen: Trompe-l’œil bedeutet "Augentäuschung" und bezeichnet eine illusionistische Kunst, die die Wahrnehmung herausfordert und dazu einlädt, über das Verhältnis zur Wirklichkeit nachzudenken.

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Endlich mal erklärtWas ist eigentlich ein Hospital?

Digitaler Operationssaal (imago / Arnulf Hettrich)

Der Begriff "Hospital" wurde seit dem 19. Jahrhundert in Deutschland überwiegend durch "Krankenhaus" ersetzt. Mehr als ein Jahrtausend beherrscht die Institution die europäische Krankenpflege: als Teil von Klöstern, als private Stiftungen für die Versorgung von Reisenden, Gästen, Pilgern, Kranken, Armen.

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Coronakrise und Grundrechte "Gefahr, dass wir uns an autoritären Maßnahmenstaat gewöhnen"

Der Autor Claus Leggewie auf der Frankfurter Buchmesse. (picture alliance)

Dass Grundrechte so weitgehend ausgesetzt werden wie jetzt in der Coronakrise, sei nur unter den Bedingungen des Notstands möglich, sagte der Kulturwissenschaftler Claus Leggewie im Dlf. Aber da, wo Rechte suspendiert würden, müsse auch klar sein, wie zum Normalzustand zurückgekehrt werden könne.

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Endlich mal erklärtWas ist ein Probespiel?

Musiker mit Querflöten und Notenständern in einem Orchester. (imago / Blickwinkel)

Das Probespiel ist das Nadelöhr, durch das sich jede Orchestermusikerin und jeder Orchestermusiker zwängen muss. Dabei ist es egal, ob sie mitspielen wollen in einem Landesjugendorchester oder bei den Berliner Philharmonikern: Das musikalische Vorstellungsgespräch ist obligatorisch.

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Endlich mal erklärtWas ist ein Blockbuster?

Ein leerer Kinosaal. Leere Sitzreihen vor einer leeren Leinwand. (Reinhard Kurzendörfer / imago-images)

Spaß und Spannung, Herzschmerz und Action. Damit es ordentlich in der Kinokasse klingelt, sollte für jeden und jede etwas dabei sein. Filme, die nicht nur kleine Zielgruppen anlocken, nennt man „Blockbuster“. In normalen Zeiten bescheren sie der Branche Millionenerfolge.

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Kulturstaatsministerin Monika Grütters"Kultur ist kein Luxus, den man sich nur in guten Zeiten leistet"

Monika Grütters (CDU), Staatsministerin für Kultur und Medien, spricht bei dem Festakt zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt. (dpa/ Carsten Koall)

Die Hilfsprogramme der Bundesregierung sollen auch den vielen Kultur-, Kreativ- und Medienschaffenden in Deutschland zugutekommen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte im Dlf, es gebe eine breite Einsicht in Politik und Gesellschaft, wie wichtig der Bereich sei. Die Kultur sei unverzichtbar.

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Endlich mal erklärtWas ist eine Dystopie?

Margaret Atwood sitzt mit einem Buch in der Hand auf einem Podium. (AFP/Tolga Akmen)

Dystopien beschreiben eine ungünstige Entwicklung unserer Gesellschaft. Sie tauchen meistens in Zeiten des Umbruchs auf. Der gegenwärtige Boom des Genres wird stark von der Jugendliteratur beeinflusst, die eine interessante Neuerung bringt: Es kann auch mal ein gutes Ende geben.

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Endlich mal erklärtWas ist Postdramatik?

Eine leere Theaterbühne (imago/AGB Photo)

Jeder, der in den vergangenen 30 Jahren eine Theaterkritik gelesen hat, wird diesen Begriff kennen: Postdramatik. Er gehört zum festen Instrumentarium eines jeden Theaterkritikers, Dramaturgen und Theaterwissenschaftlers. Er markiert den Bruch zwischen Schauspieler und Figur.

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Endlich mal erklärt Was ist ein White Cube?

Ein Ausstellungsraum gefüllt mit Menschen und mit Zitronenbäumen die aus Holzkisten wachsen. (Imago / Christian Grube)

Klare, helle Räume. Gemälde, die fast mit der Wand verschmelzen und überirdisch rein wirken: Seit der Moderne gilt der weiße, leere Ausstellungsraum vielen als idealer Ort, um Kunst zu zeigen. Der sogenannte White Cube ist inzwischen omnipräsent - aber auch heftig umstritten.

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Theaterstreaming auf SpectyouSalome auf dem Sofa

Saal im Theater an der Parkaue. Berlin, Deutschland. (imago / Photothek)

Proben, Inszenierungen, Interviews: Die Theater trotzen der Coronakrise, indem sie immer mehr online zugänglich machen. Das digitale Theaterangebot wird nun von einer Webseite bereichert: "Spectyou" - das erste Theatervideoportal in deutscher Sprache für freie und städtische Bühnen.

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Profisprachen der KulturEndlich mal erklärt

Eine Brille liegt auf den aufgeschlagenen Seiten eines Wörterbuchs. (picture-alliance / chromorange / Angelika Maroch)

Postdramatik? Nie gehört. Dystopie? Keine Ahnung. Jede Szene pflegt ihre Fachausdrücke, weil sie praktisch sind, griffig und zutreffend. Spezialsprachen verbinden die Wissenden und schließen den Rest aus. Wir erklären endlich mal die Kernbegriffe der Kultur-Spezialsprachen. Denn Arroganz war gestern.

Endlich mal erklärtWas ist eine Primadonna?

Anna Netrebko (Staatsoper Berlin / Vladimir Shirokov)

Die Bezeichnung Primadonna war zunächst ganz wörtlich zu verstehen und meinte die erste Dame und wichtigste Sängerin einer Oper. Heute hat die ursprünglich ganz objektive Bezeichnung einen negativen Beigeschmack - seit Primadonnen nicht mehr nur auf der Bühne zu finden sind.

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Corona und KulturEuropas Theater im Krisenmodus

 Das Staatstheater Mainz hat nach seiner Schließung wegen der Coronakrise ein Transparent an die Fassade gehängt, das die Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung zum Ausdruck bringt. Deutlich weniger Passanten als gewöhnlich sind am ersten Tag der Schli (Peter Zschunke/dpa)

Die Kulturveranstalter waren die ersten, die hart von der Corona-Pandemie getroffen wurden. In ganz Europa sind Theater und Opernhäuser geschlossen, zunächst bis zum 19. April. Wie lange halten die Häuser das aus? Eindrücke aus Berlin und Paris, Göteborg und Lausanne.

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Pandemie und EmpathieAutorin: Panik macht Mitgefühl unmöglich

Melanie Mühl bei Lanz (picture alliance / Eventpress MP)

Einkaufshilfen, Krisen-Hotlines, Solidaritätsbekundungen für Ärztinnen und Pfleger: Auch wenn es in der Coronakrise gerade anders wirke - prinzipiell könne man beobachten, dass die Fähigkeit, mit anderen mitzufühlen, zunehmend abhandenkomme, sagte die Autorin Melanie Mühl im Dlf.

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Corona-Pandemie und SolidaritätNassehi: "Das ist unverantwortliches Verhalten!"

Im Park am Weinbergsweg in Berlin sitzen viele Menschen zum Teil dicht nebeneinander (imago images / Sabine Gudath)

"Corona-Partys", Grilltreffs im Park und volle Spielplätze: Es sei schwer, Menschen allein durch Appelle zum richtigen Verhalten zu bewegen, sagte Soziologe Armin Nassehi im Dlf. Er sei kein Befürworter von Verboten, in Zeiten der Corona-Pandemie seien sie aber offensichtlich nötig.

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Geisterkonzerte"Man will die Musik in die Welt bringen"

Die Hornistin Sarah Willis mit ihrem Instrument. (picture alliance / ZB)

Konzertsäle auf der ganzen Welt sind geschlossen, Musiker spielen vor leeren Rängen. "Ein Konzert ohne Publikum ist etwas Merkwürdiges", sagte die Hornistin Sarah Willis im Dlf über Geisterkonzerte. Sie rechnet aber damit, dass jetzt mehr Musikerinnen ihre Musik online mit anderen teilen werden.

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Tizian-Ausstellung in LondonGötter in neuem Glanz

Das Gemälde "Venus und Adonis" von Tizian (imago stock&people)

Erstmals seit 440 Jahren sind sie wieder zusammen zu sehen: Sechs Gemälde des italienischen Renaissance-Malers Tizian aus seiner "Poesie"-Serie zeigen Szenen der Mythologie nach Dichtungen von Ovid. Eine Ausstellung über Liebe, Verlangen und Tod.

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Corona und moralische Werte"Wir sind dazu verdammt, besonnen zu sein"

Medienwissenschaftler Jochen Hörisch, 2019 (Deutschlandradio /Jelina Berzkalns)

Besonnenheit statt Panik - das ist angesichts der Corona-Pandemie eine der meistgehörten Forderungen. Was aber ist mit dem Begriff "Besonnenheit" überhaupt gemeint? Ein uraltes Prinzip, sagt der Literaturwissenschaftler Jochen Hörisch - das aber auch in Frage gestellt werden könne.

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Internationales Theaterfestival in Sao PauloInfektiöse Zeiten

Regisseur Je Oliveira inszeniert Chico Buarques altem Stück "Gota d'Agua (Preta)" beim Theaterfestival MITsp 2020 in São Paulo (MITsp 2020 / Teatro do SESI / Nereu Jr)

Wie geht Theater in Zeiten von Rechtsruck, diktatorischen Strukturen und Corona? Erreicht man Andersdenkende oder bleibt die Filterblase geschlossen? In Brasilien musste das internationale Theaterfestival in São Paulo abgebrochen werden. Zurück bleiben ratlose Kulturschaffende und die Angst.

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Alexander-Kluge-AusstellungDie Oper als Gegengewicht zur politischen Sphäre

Im Vordergrund ist ein amorphes elfenbeinfarbenes Gebilde zu sehen, das auf einem Tisch oder Koffer steht. Aus dessen Falten blickt ein einzelnes großes, braunes Auge. An einer anderen Stelle ist das Gebilde durchbrochen und gibt den Blick auf einen Mann und verschiedene Gerätschaften frei. Im Hintergrund sind einzelne Bäume und Wald (Courtesy: Alexander Kluge)

Alexander Kluge hat sich als Filmemacher und Kritiker zeitlebens mit der Oper beschäftigt. Der geplante Abschluss seiner dreiteiligen Ausstellung zur Opern als "Tempeln der Ernsthaftigkeit" in Stuttgart verschiebt sich durchs Coronavirus. Ein Blick in die derzeit geschlossene Ausstellung.

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Corona-KriseNothilfefonds für die Kultur gefordert

Corona Virus. Stillstand im öffentlichen und Kulturellen Leben in Stuttgart nach der Bekanntgabe der Stadt Kultureinrichtungen auf unbekannte Zeit zu schliessen. Veranstaltungen werden abgesagt, Museen, Kinos, Bars, Stadtbäder, Diskos, Bürgerbüros sind zu. (imago / Max Kovalenko)

Im Kampf gegen das Coronavirus werden mehr und mehr Kulturveranstaltungen abgesagt. Damit das kulturelle Leben dadurch nicht nachhaltig Schaden erleidet, fordern die Länderkulturminister von der Bundesregierung einen finanziellen Schutzschirm nach dem Vorbild der Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft.

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Börsenverein des Deutschen Buchhandels"Die ganze Branche ist in einer Schockstarre"

Karin Schmidt-Friderichs, Verlegerin beim Verlag Hermann Schmidt, steht im Lager des Verlags. (Andreas Arnold/dpa )

Die Absage der Leipziger Buchmesse trifft die Branche hart - vor allem die "kleinen Player", sagte die neue Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, im Dlf. Wie viel Schaden genau entstanden sei, lasse sich noch nicht konkret sagen.

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Epidemien in der Literatur"Wir sind hamsternde Follower"

Ein Fußgänger mit einem Mundschutz geht in Tokio an einer Leuchttafel mit Börsennotierungen vorbei  (AFP / Charly Triballeau)

Albert Camus' "Die Pest" verkauft sich derzeit gut. Ein nüchterner Roman mit "pragmatischer, vernunftgeprägter und doch leidenschaftlicher Haltung", erklärte der Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer im Dlf. Er glaubt, die Lektüre könnte ein wichtiges Gegengewicht zur allgemeinen Aufregung sein.

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Deutsches FotozentrumNeues Institut an der Ruhr statt am Rhein?

Das Bild zeigt einen Tisch voller alter schwarz-weiss Fotos sowie die Hände von Senioren, die Bilder auswählen. (imago stock&people)

Nicht in Düsseldorf, wie die Stadt gehofft hatte,sondern in Essen soll das geplante Bundesinstitut für Fotografie entstehen. Das hat heute eine unabhängige Expertinnenkommission Kulturstaatsministerin Monika Grütters empfohlen. Und dabei auch die Aufgaben des Fotozentrums beschrieben.

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Woody Allens Memoiren"Im Geist der Bürgerwehr"

Der Filmregisseur Woody Allen (Arnaud Journois/Maxppp/dpa/picture-alliance )

Sein US-Verlag wird die Autobiografie von Woody Allen nicht veröffentlichen - weil dem Regisseur seit langem sexueller Missbrauch vorgeworfen wird. Auch der Rowohlt Verlag, der die deutschen Rechte an dem Buch erworben hat, steht nach Protesten seiner Autoren nun vor einer Entscheidung.

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Ausstellung in KochelWie Franz Marc zu seinen Pferden fand

Franz Marc, Pferd, 1908/09, Franz Marc Museum, Franz Marc Stiftung, Dauerleihgabe der Erbengemeinschaft Maria Marc (Franz Marc Museum / collecto.art)

Skulpturen spielten für die Künstlergruppe "Der Blaue Reiter" keine große Rolle. Wassily Kandinsky oder Alexej von Jawlensky blieben vor allem der Malerei verhaftet. Anders Franz Marc: Er arbeitete mit Tierplastiken und entdeckte so seine berühmten Pferde, wie eine Schau im Marc Museum Kochel zeigt.

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Historiker Wolfgang BenzAntisemitismus und grassierender Hass auf Muslime

Ein Demonstrationszug zieht in Gedenken an die Opfer vom rechtsextremen Anschlag in Hanau vom Hermannplatz zum Rathaus Neukölln, auf einem Schild steht: "Rechten Terror stoppen!", aufgenommen am 20.02.2020 in Berlin. (picture alliance/Geisler-Fotopress)

Ressentiments, die nach langer Inkubationszeit zum Holocaust führten, könnte man seit '9/11' gegenüber Muslimen weltweit studieren, sagte der Historiker Wolfgang Benz im Dlf. Feindbilder folgten einem einheitlichen Konstruktionsprinzip. Daher sei es erlaubt, Islam- und Judenfeindlichkeit zu vergleichen.

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Virus-Lektüre"Meine Geschichte wird Wirklichkeit"

Das Bild zeigt  Klaus-Peter Wolf an der ostfriesischen Nordseeküste. (dpa)

Misstrauen, Hilflosigkeit, Angst - der Autor Klaus-Peter Wolf hat die Auswirkungen einer Pandemie bereits vor zehn Jahren in seinem Buch "Todesbrut" beschrieben. "Ich bin kein Hellseher, ich denke die Dinge nur zu Ende", sagte er im Dlf.

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Erstes Festival für Visuelle PoesieWorte wie Gemälde

Das Bild zeigt Steve J. Fowler auf der Bühne. (Elisabeth Greil, British Council)

Ping und Pong, Troublemaker und englische Ladys - lautmalerische Sprache und lustvolle Wortgefechte standen im Zentrum des ersten Festivals für Visuelle Poesie in München. Dichter und Dichterinnen aus Deutschland und England feierten ihre Abneigung gegen Semantik und schufen wundervolle Klangkunst.

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Kulturgeschichte des BadesTatort Badewanne

"Der Tod des Marat" - Ein Gemälde von Jacques-Louis David. (imago stock&people)

Kupferkessel und Seifenspender hängen neben Werken von Dürer und Picasso: Eine Ausstellung erzählt die Geschichte des Bades und zeigt die Badewanne als Tatort, Badende als Lustobjekte und paart kunsthistorische Klassiker mit Gegenwartskunst. Ein wilder Genremix mit epochenübergreifenden Gesten.

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Hilary Mantels neuer RomanThomas Cromwell, ein Spindoktor der ersten Stunde

Das Gemälde von Hans Holbein zeigt ein porträt von Thomas Cromwell, dem 1. Earl of Essex. (picture alliance / dpa / Active Museu/MAXPPP)

Der englische König Heinrich VIII. ließ Frauen köpfen, aber er traf keine Entscheidung ohne seinen engsten Berater Thomas Cromwell. Die britische Autorin Hilary Mantel beschreibt dessen Aufstieg und Fall in preisgekrönten Romanen. Der dritte Teil ihrer Trilogie ist jetzt in Großbritannien erschienen.

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Flüchtlinge an griechisch-türkischer Grenze"Europa hat versagt"

Flüchtlinge harren hinter einem Stacheldrahtzaun an der griechisch-türkischen Grenze aus (Emrah Gurel/AP/dpa)

An der Lage der Flüchtlinge vor der griechisch-türkischen Grenze seien wir mitschuldig, sagt Philosoph Stefan Gosepath im Dlf. Moralisch gesehen seien wir in Deutschland zur Hilfe verpflichtet: "Dass wir denken, da sind andere Leute näher dran, entlastet uns nicht."

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Corona-Epidemie"Stützungsprogramme auch für den Kulturbetrieb"

Die menschenleere Glashalle der Leipziger Buchmesse (Deutschlandradio / Jelina Berzkalns)

Die Corona-Epidemie hat auch Auswirkungen auf den Kulturbetrieb. Das sei ein kultureller und auch ein "maximaler finanzieller Verlust", sagte Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat im Dlf. Dies wolle man der Bundesregierung auch deutlich machen und auf eine Unterstützung ähnlich der Wirtschaft pochen.

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Buchmesse wegen Coronavirus abgesagt Leipzig liest nicht

Eine Besucherin der Leipziger Buchmesse 2019 blättert in einem Buch am Stand der Muthesius Kunsthochschule Kiel. (picture alliance/Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

Ein schwerer Schlag für die Buchbranche, aber richtig entschieden. So urteilt Alexander Skipis vom Börsenverein des deutschen Buchhandels. Für Leipzigs Messedirektor Oliver Zille ist das ein Vorgang "ohne Beispiel" seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

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"(R)evolution" am Thalia TheaterFuturistisches Gewitzel über die Digitalisierung

Das Foto aus dem Theaterstück "Evolution" zeigt ein überdimensioniertes Auge vor dem zwei Menschen, mit dem Rücken zum Publikum, stehen (Krafft Angerer)

Selbstfahrende Autos, Smart Home, Designer-Babys: Künstliche Intelligenz wird zunehmend unser Leben bestimmen - eine Entwicklung, mit der sich die Regisseurin Yael Ronen am Hamburger Thalia Theater auseinandersetzt. Doch das Stück "(R)Evolution" bleibt zu oberflächlich.

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Solidarität in der KriseWenn das Miteinander unter Stress gerät

Ein Plakat vor der Berliner Gethsemane-Kirche wirbt für Solidarität mit Flüchtlingen (imago / Kai Horstmann)

Hamsterkäufe aus Furcht vor dem Corona-Virus, die Ablehnung der Aufnahme von geflüchteten Menschen: Das Solidaritätsgefühl in unserer Gesellschaft ist selbst unter Stress geraten, sagt der Soziologe Sighard Neckel. Um für gerechte Lösungen zu sorgen, müssten Regeln angepasst werden.

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Corona-Epidemie"Die Suche nach Schuldigen hat eine lange Geschichte"

Das Foto zeigt einen gelben Zettel mit der Aufschrift "Krisenstab". (dpa-Bildfunk / Roberto Pfeil)

Beim Ausbruch von Epidemien suchen Menschen oft nach einem Sündenbock - das sei auch schon früher so gewesen, meint die Historikerin Andrea Wiegeshoff im Dlf. Auch Reaktionen wie Angst oder Panik habe es zum Beispiel beim Wiederaufleben der Pest im 19. Jahrhundert gegeben.

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"Verhaftung in Granada"Doğan Akhanlis Erinnerungen

Verhaftung in Granada von Doğan Akhanlı am Schauspiel Köln. Auf dem Bild sehen Sie: Stefko Hanushevsky. (Krafft Angerer)

Doğan Akhanlı, Kölner Schriftsteller mit türkischen Wurzeln, engagierte sich schon als junger Mann politisch und wurde deshalb immer wieder verhaftet. Regisseur Nuran David Calis hat seinen Roman für die Bühne adaptiert und Akhanlis Erinnerungen - auch an Folter - viele Stimmen gegeben.

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Staatsoperette DresdenOffenbachs 'Banditen' als Kopulations-Komödie

Eine Szene aus "Die Banditen" an der Staatsoperette Dresden. (Pawel Sosnowski, Staatsoperette Dresden)

2019 wurde an vielen Theatern Jacques Offenbachs 200. Geburtstag gefeiert, die Welle an Neuproduktionen schwappt noch nach. Und der junge Österreicher Valentin Schwarz will im Sommer den Ring des Nibelungen in Bayreuth neu inszenieren. Vorher versucht er sich in einer vollkommen anderen musikalischen Welt.

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Raffael-Ausstellung in Berlin"Er war nicht das Genie, das alles auf die Leinwand wirft"

Eine Zeichung mit den Halbfiguren des Hl. Petrus und Maria (© Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders)

In Berlin werden Zeichnungen von Raffael gezeigt, die die akribische Arbeit des Renaissance-Künstlers zeigen. In den Werken versucht er, seine Kompositionen voranzutreiben - man erkenne die "ständige Korrektur", meint Kunstkritiker Carsten Probst im Deutschlandfunk.

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Ausstellung über GeschmackssinnLecker, Kunst!

Installationsaufnahme der interaktiven Arbeit "Goosebump" von Elizabeth Willing (2011 – fortlaufend), Pfeffernüsse und Zuckerguss, variable Masse (Elizabeth Willing and Tolarno Galleries Melbourne)

Schmeckt Kunst süß, sauer, bitter, salzig oder gar umami? Und schmeckt sie überhaupt? Das fragt das Basler Museum Tinguely und widmet dem Geschmackssinn eine ganze Ausstellung: von Stillleben der Moderne bis hin zu interaktiven Arbeiten, die das Publikum anknabbern darf.

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Berlinale 2020"Nennt mich nicht Flüchtling!"

Der Darsteller Welket Bungué in "Berlin Alexanderplatz" von Burhan Qurbani, der auf den 70. Internationalen Filmfestspielen Berlin uraufgeführt wurde (Wolfgang Ennenbach / 2019 Sommerhaus / eOne Germany)

Zweimal wurde Alfred Döblins Jahrhundertroman "Berlin Alexanderplatz" schon verfilmt – 1931 und 1980. Die dritte Fassung, die nun bei den Berliner Filmfestspielen uraufgeführt wurde, verlegt die Handlung aus der Weimarer Republik in die Gegenwart - mit einem Geflüchteten als Hauptfigur.

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