Kultur heute 

Entschädigung für NS-RaubgutHistorische Ohrfeige

eine Geige in Großaufnahme, die gerade gespielt wird. (picture alliance / dpa / Adamek Ladislav)

Zum ersten Mal seit ihrer Gründung hat die so genannte "Limbach-Kommission" eine Besitzerin von mutmaßlichem NS-Raubgut aufgefordert, ihre Entscheidung zu befolgen. Bei dem Fall geht es um eine wertvolle Guarneri-Geige.

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SprachkritikFake-News und Sprachmoral

Eine Illustration zeigt vor rotem Hintergrund einen Politiker, der eine mit Bomben als Köpfen stilisierte Menge mit aufrührerischer Sprache anheizt. (imago images / Ikon Images / Eva Bee)

Die Corona-Krise sorgt für zahlreiche neue Wortschöpfungen. Von "Systemrelevanz" bis "Hochrisikogruppe" entstehen überall neue Begriffe, die im angespannten gesellschaftlichen Diskurs von verschiedenen Meinungsträgern aggressiv in Stellung gebracht werden, meint der Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer.

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Albrecht von Lucke über die digitale CDU-Wahl"Message einer neuen Redekultur"

Albrecht von Lucke im Porträt (imago/Jürgen Heinrich)

Auf dem ersten großen digitalen Parteitag habe Armin Laschet von den Anwärtern auf den CDU-Vorsitz am besten begriffen, wie man mit dem leeren Raum umgehen müsse, sagte der Publizist Albrecht von Lucke im Dlf.

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Felicitas Hoppe über Wikipedia"Eine Quelle großer Inspiration"

Die Autorin Felicitas Hoppe lächtelt vor einem roten Hintergrund seitlich in die Kamera (picture alliance / dpa / Jens Kalaene)

Wikipedia ist die größte digitale Enzyklopädie und hat die analogen Nachschlagewerke überholt. Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe zieht aus dem Wikipedia-Netzwerk literarisches "Assoziationsmaterial": "Ich habe Entdeckungen gemacht, die ich sonst nicht gemacht hätte", sagte Hoppe im Dlf.

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Lesbische Mütter in der BRD"Die Angst war sehr verbreitet"

Ein miteinander verheiratetes lesbisches Paar geht am 24.06.2016 in Bremen mit seinem Sohn spazieren (picture alliance / dpa / Carmen Jaspersen)

Lesbische Frauen mussten in der BRD lange fürchten, ihre Kinder zu verlieren, wenn sie offen homosexuell lebten. Kein Sorgerecht, kein Unterhalt waren die Folgen, wie eine aktuelle Studie belegt. "Wir müssen davon ausgehen, dass Tausende betroffen waren", sagte die Historikerin Kirsten Plötz im Dlf.

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Reihe "Innovationsmotor Kultur""Wo ist die Verantwortung des Staates für die Kultur?"

Die Geigerin Anne-Sophie Mutter trägt ihr blondes, schulterlanges Haar bei einer Pressekonferenz halb offen und spricht mit ihrem Gegenüber, das hiner der Kamera steht. (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)

Früher habe der Adel die Kultur gestärkt und vorangetrieben, sagte die Geigerin Anne-Sophie Mutter im Dlf. Heute seien Künstler auf einzelne Donatoren oder aber den Staat angewiesen. Gerade in der Coronakrise fehle es jedoch an Unterstützung durch die Politik, das sei "eine der ganz großen Enttäuschungen".

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Reihe "Innovationsmotor Kultur"Hartmut Rosa: "Inspiration braucht Irritation"

Der Soziologe und Politikwissenschaftler Hartmut Rosa (picture alliance / dpa / Horst Galuschka )

Der Lockdown sei eine Herausforderung für die Kreativität, sagte der Soziologe Hartmut Rosa im Dlf. Es bestehe die Gefahr, dass man in den immer gleichen Kreisen laufe, denselben Gedanken folge und dabei komplett unkreativ werde.

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Kulturhauptstadt Chemnitz 2025Europa, schau genauer hin

Das Opernhaus ist nach der Ernennung von Chemnitz als Kulturhauptstadt 2025 mit Transparenten geschmückt.  (picture-alliance/dpa-Zentralbild/Jan Woitas)

Trotz Kungelvorwürfen haben die Bundesländer die Juryentscheidung abgesegnet: Chemnitz ist nun offiziell Kulturhauptstadt. Das sei politisch zwar richtig, aber dennoch blieben viele Fragezeichen, kommentiert Tobias Krone. Die EU müsse schleunigst das Auswahlsystem reformieren.

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Endlich mal erklärtWie können sich Schauspieler all diesen Text merken?

Szenenbild aus dem Stück Ulysses nach James Joyce, aufgeführt 2018. Auf dem Bild von links: Cordelia Wege, Edgar Eckert, Birgit Unterweger, Ulrich Matthes, Bernd Moss, Linda Pöppel, Benjamin Lillie, Daniel Hoevels. Regie / Bühne: Sebastian Hartmann. (Arno Declair)

Hamlet, Don Carlos, Medea, Elektra: Wie schaffen es Bühnendarstellerinnen und -darsteller, große Textmassen auswendig zu lernen - in einer Sprache, die mit der heutigen wenig zu tun hat? Schauspieler Ulrich Matthes findet, dass die Musikalität entscheidet. Manchmal sei es Schwerstarbeit.

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Gendergerechter Online-DudenWie männlich ist der Lehrer?

"Paketbot*Innen bitte klingeln!" Gesehen am Hackeschen Markt in Berlin-Mitte im Dezember 2020 (www.imago-images.de)

Mieter, Lehrer, Apotheker – sie gelten bislang als generisches Maskulinum, das alle Geschlechter umfasst. Damit will die Duden-Online-Redaktion nun aufräumen – und 12.000 Artikeln über Personen- und Berufsbezeichnungen jeweils einen zweiten, weiblichen hinzufügen. Dagegen regt sich Widerstand.

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Sturm auf US-KapitolKunsthistoriker: Bilder wie aus dem Irakkrieg

Ein Demonstrant sitzt am Schreibtisch von Nancy Pelosi. (SAUL LOEB/AFP)

Trump-Anhänger sahen beim Sturm auf das US-Kapitol mit Fellen am Körper und Hörnern auf dem Kopf teils bedrohlich aus. Sie besetzten Abgeordnetenbüros, legten ihre Füße auf Tische – wie auf Bildern aus dem Irakkrieg, sagte der Kunsthistoriker Horst Bredekamp im Dlf.

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Amerikanist zum Kapitol-Sturm"Die Beschmutzung republikanischer Ideale"

Trump-Anhänger, mit wehenden US-Fahnen, vor dem Kapitol in Washington. (Getty Images / The Washington Post / Evelyn Hockstein)

"Zitadelle der Demokratie" nennt Joe Biden das Kapitol. Die Erstürmung des Gebäudes durch Trump-Anhänger erschüttert Menschen weltweit. Tote und Verletzte sind zu beklagen. "Es ist ein Skandal, dass niemand vorbereitet war auf diese Gewalttat" sagte Simon Wendt, Professor für Amerikanistik, im Dlf.

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Reihe: "Innovationsmotor Kultur"Kirsten Boie: "Lesen ist wichtig für die Demokratie"

Während zwei sieben und elf Jahre alte Jungen (l, r) Bücher lesen, schaut sich ein fast zwei Jahre altes Kind ein Bilderbuch an, aufgenommen am 21.07.2012. (picture-alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch)

Bücher regen die Phantasie an, fördern das Verständnis komplexer Sachverhalte und erweitern in der Regel den Horizont. Doch ein Fünftel der Kinder lernen laut Studien nicht mehr richtig lesen. "Kinder werden durch lesen einfach schlauer", sagte die Kinderbuchautorin Kirsten Boie im Dlf.

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Reihe "Innovationsmotor Kultur" Das Theater des Anthropozän

Ein abgestorbener Baum in einem Feld in Brandenburg (imago/blickwinkel)

Ökologische Fragen, der Klimawandel oder Umweltzerstörung sind von immenser Bedeutung, kommen aber auf dem Theater so gut wie nicht vor. Das „Theater des Anthropozän“ will das ändern. „Wir müssen lernen, dass der Planet unser Referenzpunkt ist", sagte Dramaturg Frank Raddatz im Dlf.

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Endlich mal erklärtBraucht der Tanz ein Bühnenbild?

"Theme and Variations" by George Balanchine am Berliner Staatsballett, Mai 2019 (Staatsballett Berlin / Yan Revazov )

Schlösser wie in Dornröschen, der Hafen von Neapel, indische Tempel, Wälder, Seen und schottische Moore. Den Bühnenbildnern der großen Handlungsballette im 19.Jahrhundert war nichts zu schwer. In der Moderne wurden die Tanzbühnen wieder leerer - bis auf eine berühmte Ausnahme.

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"Haus der Räte" in KaliningradDie brutalistische Moderne fällt

Mauerreste vom Königsberger Schloss, hinten das Haus der Räte in Kaliningrad, Russland (imago images / imagebroker / Gabriele Thielmann)

Zu Sowjetzeiten wurde am "Haus der Räte" in Kaliningrad über 20 Jahre lang gebaut. Fertig wurde es nie. Nun soll das wuchtige Gebäude abgerissen werden. Allerdings hat der Koloss in der Stadt inzwischen auch echte Fans.

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Rückblick auf das Kulturjahr 2020Alles nur Corona?

Dortmund, 14.11.2020: Das wegen der Coronakrise geschlossene Theater Dortmund erleuchtet in roten Farben. Damit schließt es sich dem Aktionsbündnis alarmstuferot an, das auf die Not der Spielstäten hinweist. (imago images / Friedrich Stark)

Schließungen, Existenznöte und Bühnenverbot – die Pandemie hat die Kulturszene hart getroffen. Vier Kulturschaffende erzählen, wie sie das Jahr 2020 erlebt haben: ein Kulturpolitiker, eine Dirigentin, ein Filmfestivalintendant und die neue Präsidentin des Goethe-Instituts.

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Endlich mal erklärtMuss die Orgel in der Kirche stehen?

Vor einem rosettenförmigen Kirchenfenster aus blauem, rotem und lilafarbenem Glas stehen viele metallene Orgelpfeifen, eingebundem von reich verziertem Holz. (picture-alliance/Godong)

Wer an Orgel denkt, denkt an Kirche, und weniger daran, dass Orgeln zum Beispiel auch in Konzertsälen stehen. Noch weniger ist im Bewusstsein, dass das größte aller Musikinstrumente ursprünglich ein weltliches Instrument war, erfunden vor über 2000 Jahren.

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Metropoltheater München in der Coronakrise"Die freien Schauspieler sind überhaupt nicht abgesichert"

Ansicht des Theatergebäudes in der Abenddämmerung (Metropoltheater München / Fotograf: Jakob Piloty)

Kassensturz beim Metropoltheater: 450.000 Euro hat das Theater ausgegeben, um seinen Schauspielern durch die Corona-Krise zu helfen. Deren Lage ist ernst: "Wir können das noch eine Weile durchhalten als Institution - unsere Mitarbeiter eigentlich nicht", sagte Intendant Jochen Schölch im Dlf.

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Endlich mal erklärtWer bringt das Intendanten-Karussell in Schwung?

Jürgen Flimm, Intendant der Berliner Staatsoper, zu Gast im Studio von Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio - Andreas Buron)

Einmal Intendant, immer Intendant - das gilt in Deutschland oft bis heute. Nur Ort und Wirkungsstätte ändern sich noch für diejenigen Frauen und Männer, die es einmal auf das so genannte Intendanten-Karussell geschafft haben. Aber wer bringt dieses eigentlich in Schwung?

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Kunstmuseen in der Corona-Pandemie„Wir verlieren am Tag 10.000 Euro“

Das Foto zeigt das Museum Kunstpalast in Düsseldorf. (picture alliance / dpa / Roland Weihrauch)

Supermärkte offen, Museen geschlossen und das obwohl es für diese Häuser ausgeklügelte Schutzkonzepte gibt. Noch seien die wirtschaftlichen Folgen nicht absehbar, sagte der Leiter des Düsseldorfer Kunstpalastes, Felix Krämer, im DLF. Aber ein einfach weiter so, werde nach der Pandemie nicht möglich sein.

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Endlich mal erklärtWer bringt Licht ins Theaterdunkel?

Scheinwerferlicht strahlt auf eine dunkle Bühne. (imago / blickwinkel / M. Gann)

„Es werde Licht! Und das Theater brannte“. Über die Geschichte des Lichts im europäischen Schauspiel von der katastrophenbehafteten Gasbeleuchtung zum modernen computergesteuerten LED-Scheinwerfer.

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Weihnachtsgeschenk"Beim Schenken geht es immer um Beziehungen"

(Unsplash / Kira auf der Heide )

Schenken stärke die Bindung zum Beschenkten, sagte Susanne Kippenberger, Autorin von „Die Kunst der Großzügigkeit“, im Dlf. Bis heute gebe es aber auch einen Wettkampf um das beste Geschenk, etwa unter Geschwistern. Das mache Weihnachten so gefährlich.

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Debatte um Sanierung der Paulskirche"Sehr problematisch, dieses Denkmal zu überschreiben"

Die Paulskirche in der Frankfurter Innenstadt. (picture alliance / Fabian Sommer / dpa)

Die Frankfurter Paulskirche gilt als Wiege der Demokratie. 1848 fand hier die Nationalversammlung statt.Im Krieg wurde die Kirche zerstört, 1948 nicht originalgetreu wieder aufgebaut. Der Bund fordert nun eine Teilrekonstruktion. Der Architekturtheoretiker Philipp Oswalt hält dies für schwierig.

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Rückgabe von Raubkunst"Entscheidung von großer Bedeutung"

Große königliche Statuen des Königreichs Dahomey aus den Jahren 1890-1892 im Quai Branly Museum-Jacques Chirac im Jahr 2018. Dahomey war ein westafrikanisches Königreich, aus dem die heutige Republik Benin hervorgegangen ist. Kein Geschenk, sondern Beutekunst behauptete die beninische Regierung schon damals. (Sabine Glaubitz / dpa)

Frankreich hat die Rückgabe von Raubkunst an Benin und Senegal beschlossen. Die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy begrüßte diesen Schritt im Dlf. Die nationalistische Geschichte europäischer Museen ist für sie aber noch lange nicht aufgearbeitet.

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Endlich weg vom FebruarAnmerkungen zur Aufteilung der Berlinale 2021

Der Platz vor dem Berlinale Palast mit Berlinale-Emblem am Potsdamer Platz. (dpa / picture alliance)

Ein Treffen der internationalen Filmbranche im Februar ist wegen der Corona-Pandemie undenkbar. Die Berlinale 2021 wird aufgeteilt: Die Filmprofis treffen sich im März im Netz. Das Publikum geht im Sommer hoffentlich ins Kino. Das kann auch eine Chance fürs Renommee des Internationalen Filmfestivals sein.

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Kulturhauptstadt ChemnitzKulturminister vertagen Bestätigung

Über dem Opernhaus Chemnitz leuchtet ein farbenfrohes Feuerwerke am nächtlichen Himmel. (imago images / HärtelPRESS)

Das Auswahlverfahren der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 steht in der Kritik. Die Kulturminister der Länder haben die Entscheidung für Chemnitz daher noch nicht offiziell bestätigt - sie wollen vorher mit der Kulturhauptstadt-Jury sprechen. Um den Titel fürchten muss Chemnitz aber wohl nicht.

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Endlich mal erklärtWie konnte Beethoven ohne Gehör komponieren?

Zu sehen ist der Komponist Ludwig van Beethoven. Das Porträt wurde von August von Klöber angefertigt. (akg-images / August von Klöber)

Grandiose Klaviersonaten, visionäre Streichquartette und nicht zuletzt die Neunte Sinfonie: Ludwig van Beethoven schuf musikalische Meisterwerke, obwohl er schon früh sein Gehör verlor. Seine Kompositionen entstanden im Kopf - und womöglich war seine Schwerhörigkeit sogar ein Vorteil.

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Eröffnung des Humboldt ForumsPrestige-Projekt mit Geburtsfehler

Außenansicht des Humboldt-Forums Berlin am Schloßplatz der Berliner Museumsinsel (imago images / Jürgen Ritter)

Nach langer Bauzeit, Kostensteigerungen und viel Streit um Aus- und Einrichtung eröffnet in Berlin das Humboldt Forum. Überschattet wird die Eröffnungsfeier nicht nur von der Corona-Pandemie, sondern auch von einer erneuten Raubkunst-Debatte.

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Streit um Geschenk von Altkanzler SchröderUmstrittenes Lüpertz-Fenster darf in die Kirche

Entwurf des von Markus Lüpertz gestalteten und von Altkanzler Gerhard Schröder gestifteten Kirchenfensters für die Marktkirche in Hannover. (imago images / epd)

Dicke Fliegen auf einem Kirchenfenster - die Idee des Künstlers Markus Lüpertz hat manche in Hannover verstört. Dabei will Altkanzler Gerhard Schröder der Marktkirche das Fenster schenken. Der Stiefsohn des Architekten der Kirche zog jetzt sogar vor Gericht. Doch er verlor.

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Europäische Kulturhauptstadt ChemnitzUndurchsichtiges Auswahlverfahren

"WANDELGANG" des niederländischen Künstlerkollektivs Observatorium ist eine Art Brücke über eine Straße. Das Werk ist Teil des Kunstprojekts "Gegenwarten/Presences" im öffentlichen Raum in Chemnitz und ist eine wichtige Etappe bei der Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025. (imago images / Sylvio Dittrich)

Ehrlicher Wettbewerb oder Vetternwirtschaft – was steckt hinter den Vorwürfen rund um die Vergabe des Titels "Europäische Kulturhauptstadt"? Besteht tatsächlich eine zu enge Verbindung zwischen Beratern und Jury oder wird ein Skandal lediglich inszeniert? Formal ist wohl nichts zu beanstanden.

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Rätselhafte StelenUnverlangt aufgestellt

Ein Monolith aus Metall steht unterhalb des Schlosses Neuschwanstein auf einer Wiese im Schnee. Wer die rund zwei Meter große Metall-Stele in dem Feld in Schwangau (Landkreis Ostallgäu) aufgestellt hat, ist noch unklar. (picture alliance/dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

Weltweit tauchen plötzlich metallene Stelen an unterschiedlichsten Orten auf - von Las Vegas bis Sulzbach, im Gebirge oder auf dem Acker. Vieles könne man in diese Stelen hineininterpretieren, meinte der Kunstkritiker Carsten Probst im Dlf, das mache die Objekte so reizvoll.

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Initiative "GG 5.3 Weltoffenheit"Neiman: "Hannah Arendt dürfte heute hier nicht sprechen"

Susan Neiman, amerikanische Philosophin und Direktorin des Potsdamer Einstein Forums (dpa-Zentralbild / Karlheinz Schindler)

Mehrere renommierte Kultureinrichtungen haben vor der Gefahr gewarnt, im Kampf gegen Antisemitismus wichtige kritische Positionen von der öffentlichen Debatte auszuschließen. Sie werde wütend, wenn bestimmte Stimmen nicht zu hören seien, sagte die Direktorin des Einstein-Forums Potsdam, Susan Neiman, im Dlf.

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„Harter Lockdown" für Kirche und Kultur"Unsere Politiker machen es sich zu einfach"

Heiligabend erlaubt, danach nicht mehr? Stühle auf Abstand in der Kirche St. Michaelis in Hildesheim (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Verschiedene Bundesländer verschärfen die Corona-Einschränkungen nach dem Wochenende. Kunst- und Religionsfreiheit werden weiter eingeschränkt. Das entspreche nicht den Vorgaben des Grundgesetzes, sagte der Staatsrechtler Christian Hillgruber im Dlf.

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Leipziger Buchpreis zur Europäischen VerständigungSuche nach postkolonialer Identität

Der Autor Johny Pitts erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2021 (Jamie Stoker/Penguin)

Für sein Buch "Afropäisch. Eine Reise durch das schwarze Europa" wird der Autor Johny Pitts mit dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung ausgezeichnet. "Eine gute Wahl", kommentierte der Historiker Andreas Eckert die Juryentscheidung im Dlf.

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"Wenn die Sprache versagt..."Willy Brandts Kniefall in Warschau vor 50 Jahren

Bundeskanzler Willy Brandt kniet am 7. Dezember 1970 vor dem Mahnmal im einstigen jüdischen Ghetto in Warschau, das den Helden des Ghetto-Aufstandes vom April 1943 gewidmet ist.  (picture-alliance / dpa / Bildarchiv)

Der Kniefall sei erst im Nachhinein - vermittelt durch die Fotografie von Sven Simon - zur Ikone geworden, meint der Politikwissenschaftler Claus Leggewie im Dlf. Viele Zeitgenossen empörten sich über diese "Geste der Unterwürfigkeit". Brandts entspannende Ostpolitik sei innenpolitisch hochriskant gewesen.

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Ausstellung "RESIST!" in KölnWiderstand im Wartemodus

Aktivistinnen in traditioneller Kleidung Demonstrieren in deutschland. OvaHerero and Nama activists have protested several times in Germany for reparations. (Rauten Strauch Joest/Joachim Zeller CC BY-ND 2.0)

Die Ausstellung "RESIST!" im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum dokumentiert historische und aktuelle Kämpfe gegen den Kolonialismus. Die Eröffnung musste verschoben werden. Doch durch die Fenster des geschlossenen Museums sind stumme Zeugen der Kunst des Widerstands bereits zu sehen.

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Zoom-Premiere am ResidenztheaterSuperspreader als Superstar

Der Schauspieler Florian Jahr spielt den Unternehmensberater Marcel in Albert Ostermaiers Zoom-Theaterstück "Superspreader" / Residenz Theater in München, Dezember 2020 (® Residenztheater)

Ein durchgeknalllter Unternehmensberater entwickelt in der Corona-Pandemie Allmachtsphantasien, träumt von Rache und Superinfektionen. Das neue Theaterstück "Superspreader" des Lyrikers Albert Ostermeier feierte seine Premiere auf Zoom - thematisch und ästhetisch auf der Höhe der Zeit.

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Zum Tod von Irina Antonowa"Sie war eine Institution"

Moskau: Die Direktorin des Moskauer Puschkin-Museums, Irina Antonowa. (ZB/Martin Schutt)

In Deutschland galt sie vor allem als Hüterin der sogenannten Beutekunst. Als Kunsthistorikerin und Direktorin des Moskauer Puschkin-Museums hat sie sich aber auch um die westliche Kunst verdient gemacht. Der Historiker Wolfgang Eichwede nannte Irina Antonowa im Dlf eine "wirklich große Frau".

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Aktionstag Theater und Orchester"Gesellschaftlich gibt es eine große Leerstelle"

Das Staatstheater am Gärtnerplatz in München ist rot beleuchtet. (dpa/Christian Pogo)

Der Deutsche Bühnenverein hat zum "Aktionstag der Theater und Orchester" aufgerufen. Das sei auch ein Zeichen der Solidarität mit den Kultureinrichtungen in ganz Deutschland und freischaffenden Künstlern, sagte Kathrin Mädler, Intendantin des Landestheaters Schwaben im Dlf.

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Endlich mal erklärtIst Jean-Luc Godard der weltbeste Regisseur?

Jean-Luc Godard im Februar 1985 bei den Filmfestspielen in Berlin. (imago images / teutopress)

Er hat die Nouvelle Vague und das moderne Kino miterfunden und Meisterwerke wie "Außer Atem" gedreht. Seine Bildsprache war revolutionär und seine Gesellschaftskritik oft radikal. Er wird verehrt wie kaum ein anderer Regisseur. Ist Jean-Luc Godard der weltbeste Regisseur?

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Endlich mal erklärtSoll Kunst mit dem Fortschritt gehen?

Eugène Delacroix’ Gemälde "Die Freiheit führt das Volk" von 1830 zeigt die barbusige, Trikolore-schwenkende Marianne in den Wirren der Juli-Revolution. (imago stock&people)

Die Künste gelten als Seismographen für gesellschaftliche Konflikte, in ihnen, heißt es, werden alternative Wirklichkeiten vorausgedacht. Ist das wirklich so? Oder verliert Kunst ihre Autonomie, wenn sie sich in soziale Debatten einmischt und vor den Karren politischer Interessen spannen lässt?

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Nach 70 JahrenAus für Fotomesse "photokina"

Eine analoge Spiegelreflexkamera Minolta SRT 101b von 1975 (imago / Revierfoto)

Nach sieben Jahrzehnten wird die traditionsreiche Foto- und Videomesse "photokina" nicht mehr fortgesetzt. Laut Koelnmesse werde die Veranstaltung "bis auf Weiteres ausgesetzt". Für den Essener Fotografiegeschichte-Professor Steffen Siegel ist das ein herber Verlust.

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Ermittlungen zum Grünen GewölbeGeneraldirektorin: Hoffnung auf Spuren und Hinweise

Marion Ackermann, die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, steht im Juwelenzimmer im Historischen Grünen Gewölbe im Dresdner Schloss der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. (dpa / picture alliance / Sebastian Kahnert)

Ein Jahr nach dem Überfall auf das Grüne Gewölbe ist Marion Ackermann von den Kunstsammlungen Dresden optimistisch. Die jüngsten Ermittlungen könnten Hinweise auf den Verbleib der wertvollen Schmuckstücke liefern: „Juwelengarnituren können sich nicht einfach in Nichts auflösen.“

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Endlich mal erklärtStadt-, Staats- und Landestheater - was ist der Unterschied?

Außenansicht des Opernhauses Stuttgart, eines der drei Häuser des Staatstheaters (dpa/ Wolfram Kastl)

Die deutsche Theaterlandschaft, mit ihren Subventionen wahrscheinlich die finanziell bestausgestattete der Welt, hat organisatorisch die seltsamsten Gebilde hervorgebracht: Stadt-, Staats- und Landestheater. Wie sinnvoll sind die Unterschiede? Sollte man sie nicht einebnen, aushebeln, abschaffen?

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Kultur trotz(t) CoronaDas Goethe-Institut in New York: Digitale und analoge Impulse

Goethe-Institut New York (©Eduard Hueber/archphoto)

New York ist nicht zuletzt wegen seiner lebendigen Kulturszene für viele Menschen ein Sehnsuchtsort. Die Corona-Krise hat die Stadt schwer getroffen. Dennoch besitze sie eine "Energie, die sogar in der Krise spürbar ist", meint der neue Leiter des Goethe-Instituts, Jörg Schumacher im Dlf.

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Verleihung des "Faust"-PreisesDas deutsche Theater feiert sich

Das Logo mit dem Schriftzug "Der Faust Deutscher Theaterpreis" (Peter Endig / dpa-Zentralbild / dpa)

Als Theater-Oscar wird er bezeichnet, der "Faust"-Preis. Trotz Corona hat ihn der Deutsche Bühnenverein auch dieses Jahr in den üblichen acht Kategorien vergeben, wenn auch online. Die Verleihung spiegelte die Vielfalt und Bedeutung der deutschen Theaterlandschaft.

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Neuer Bühnenvereins-PräsidentCarsten Brosda: Theater auch in Pandemiezeiten relevant halten

Der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda steht am 20.06.2017 auf der Bühne im Thalia Theater in Hamburg nach der Verleihung der Studio Hamburg Nachwuchspreise.  (picture alliance / dpa / Georg Wendt)

Neuer Präsident des Deutschen Bühnenvereins ist der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda. Er will "offene Räume für eine vielfältige, freiheitliche und demokratische Gesellschaft organisieren", sagte er im Dlf. Im Theater suche das Publikum insbesondere "Sinn und Erkenntnis".

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Immer mehr Orte bekanntÖl-Anschläge auf Kunstwerke weltweit

Freilegung der monolithischen Steinskulptur der Göttin Tlaltecuhtli am Fuße des Templo Mayor © Proyecto Templo, Mayor, Foto: Leonardo López Luján (© Proyecto Templo, Mayor, Foto:Leonardo López Luján)

Nach den Öl-Anschlägen auf der Berliner Museumsinsel und im Museum Schloss Cecilienhof gibt es weitere Berichte von früheren Öl-Attacken auch auf Götterstatuen weltweit. Die Ethnologin Viola König warnt jedoch im Dlf davor, dass sich jetzt jeder "die Hintergrundgeschichte zusammenreimt".

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Dlf-RechercheWeitere Ölanschläge in deutschen Museen

Der Konferenzsaal der Potsdamer Konferenz im Schloss Cecilienhof (imago images / Camera4)

Am Ort der Potsdamer Konferenz sowie auf der Wewelsburg in Paderborn hat es weitere Vandalismus-Attacken auf Kunstwerke gegeben. Das ergab eine Recherche von "Die Zeit" und Deutschlandfunk. Da die Orte geschichtspolitisch bedeutsam sind, könnte eine Verbindung zu Rechtsradikalen bestehen.

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Positionspapier von Künstlern in Coronazeiten"Häufig wird über uns gesprochen, aber nicht immer mit uns"

Volles Autokino während der Corona-Krise am Flughafen Essen/Mülheim im abendlichen Gegenlicht. (imago images / Jochen Tack)

Kölner Künstlerinnen und Künstler haben konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt, um den Kulturbetrieb in der Coronakrise zu unterstützen und aufrechtzuerhalten. Eine langfristigere Förderung und mehr Dialog forderte die Mit-Initiatorin des Positionspapiers, Bettina Fischer, im Dlf.

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Kunstraub "Grünes Gewölbe"Sächsische Beamte auf der Suche nach "ihrem" Staatsschatz

Neupräsentation Historisches Grünes Gewölbe, Mai 2020 (SKD, Foto: Oliver Killig)

1.600 Polizisten waren in Berlin an Razzien beteiligt, drei Tatverdächtige wurden im Zusammenhang mit dem Kunstraub vor einem Jahr aus dem Grünen Gewölbe in Dresden verhaftet. Dieser Einsatz sollte auch ein Signal sein, sagte "Zeit"-Journalist Tobias Timm im Dlf. Doch was ist mit der Beute?

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