Kultur heute 

Zum Tod von Inge FeltrinelliKönigin der Verleger

Die italienische Verlegerin Inge Schönthal-Feltrinelli lacht in die Kamera. (dpa/Ralf Roeger)

Sie wurde als Deutsche geboren und ist als Italienerin gestorben - als große Verlegerin und eine Frau, die Fotogeschichte geschrieben hat. Inge Feltrinelli war eine Institution, die sich um das Buch in Italien und weit darüber hinaus verdient gemacht hat. Nun ist sie im Alter von 87 Jahren gestorben.

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Filmstart von "Utoya 22. Juli"72 Minuten Angst ums Überleben

Andrea Berntzen als Kaja im norwegischen Film "Utøya, 22. Juli" (weltkino filmverleih)

Das Massaker des rechtsradikalen Attentäters Anders Breivik auf der norwegischen Insel Utoya ist Thema eines neuen Films. Regisseur Erik Poppe zeichnet darin das Geschehen aus der Perspektive eines fiktiven Opfers nach. Durch den Verzicht auf Schnitt kontrolliert der Killer den erzählerischen Raum.

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Wohngipfel in Berlin"Das ganze System muss auf den Prüfstand"

Wohnsiedlung in Nürnberg (imago/imagebroker)

Vor dem Wohngipfel in Berlin hat die Architekturkritikerin Laura Weißmüller eine Qualitätsdebatte und neue Ideen im Städtebau gefordert. Zwar sei es am wichtigsten, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sagte sie im Dlf. Doch Fehler wie tagsüber leer stehende Neubauviertel dürften sich nicht wiederholen.

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Uraufführung von "Nackt über Berlin"Schnelle Szenen und schrille Chargen

Zwei Schauspieler (Alexander Pensel und Ali Aykar) befinden sich am Boden. Der eine, Ali Aykar, ist nur mit T-Shirt und Unterhose bekleidet und liegt am Boden. Der andere, Alexander Pensel, kniet hinter ihm und hält den Kopf von Ali Aykar mit beiden Händen fest, sein Gesicht ist verzerrt. Die ganze Szene ist in ein frischgrünes Licht getaucht.  (Falk Wenzel)

Eine kreiselnde Drehbühne und ein starkes Schauspielkollektiv sind die Eckpfeiler der Uraufführung von Axel Ranischs Werk "Nackt über Berlin". Der Text bietet rachsüchtige Teenager, einen übergriffigen Lehrer und ein Coming out. Stellenweise schwach inszeniert, aber mit gutem Gespür für die Figuren.

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Ländliche Regionen"Das Kulturangebot erodiert"

Eine Fotografie von Hortensia Völckers währends der Eröffnungspressekonferenz der Documenta 2017 in Kassel (imago / Rüdiger Wölk)

Das Kulturangebot in ländlichen Regionen verschwinde, sagte Hortensia Völckers, künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, im Dlf. Auf dem Ideenkongress TRAFO stellt sie Wege vor, das zu ändern. Zum Beispiel müssten bestehende Räume so transformiert werden, dass sie zukunftsfähig werden.

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Uraufführung am Staatsschauspiel DresdenSchimmelpfennigs Odyssee fragwürdig inszeniert

Ein Mosaik am Flughafen der tunesischen Insel Djerba mit einer Darstellung der Irrfahrt des Odysseus (imago / UIG)

Der deutsche Dramatiker Roland Schimmelpfennig hat Homers berühmte Irrfahrten des Odysseus ins Heute übersetzt. Entstanden ist ein Stück über Sinnsuche auf dem Meer, aber auch über Flüchtlinge, Entfremdung und Heimat. Am Staatsschauspiel Dresden wurde das Werk uraufgeführt.

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Zum Tod des Philosophen Paul Virilio - Kritiker einer beschleunigten Welt

Der französische Philosoph Paul Virilio (AFP / DANIEL JANIN)

Paul Virilio hat die "Dromologie" erfunden: eine Theorie, die die Geschichte der Menschheit unter dem Gesichtspunkt der Beschleunigung neu schreibt. So sah der französische Philosoph eine "digitale Diktatur" heraufziehen, der er sich selbst verweigerte. Nun ist er im Alter von 86 Jahren gestorben.

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Vielfalt als philosophisches ProblemVernünftig streiten lernen

Gezeichnete Kinder mit bunten Luftballons (imago stock&people / Patrick George)

Wie wichtig Vielfalt ist, merkt man oft erst, wenn sie fehlt, sagte der Philosoph Thomas Grundmann im Dlf. Wenn aber Positionen und Meinungen dogmatisch gegeneinander prallten, könne es Konflikte geben. Hier könne analytische Philosophie helfen, rational und mit klaren Argumenten aufzutreten.

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Daniel Kehlmanns "Tyll" am Schauspiel KölnKrieg im Wassergraben

"Tyll" nach dem Roman von Daniel Kehlmann in einer Bühnenfassung von Julian Pörksen und Stefan Bachmann. Auf dem Bild sehen Sie: Robert Dölle, Melanie Kretschmann, Marek Harloff und Peter Miklusz (Schauspiel Köln / Tommy Hetzel)

Das Schauspiel Köln hat Daniel Kehlmanns hoch gelobten Roman "Tyll" auf die Bühne gebracht. Die Inszenierung meidet allerdings die Schlachtfelder des Dreißigjährigen Krieges. Der Krieg fällt stattdessen ins Wasser. Übrig geblieben ist ein fast schon zu schöner Kostümtheaterabend.

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Toronto Film Festival nach #MeTooFrauen arbeiten doppelt so hart

Schauspielerin Elizabeth Debicki bei der Galavorstellung von Steve McQueens Film "Widows - Tödliche Witwen" beim Toronto International Film Festival 2018. (imago / Sharon Latham)

Beim Internationalen Filmfestival im kanadischen Toronto waren Frauen vor und hinter der Kamera das beherrschende Thema. Auf der Leinwand und davor überzeugten sie durch harte Arbeit und künstlerische Ergebnisse.

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Berlin: "Die Parallelwelt" ISimultan auf zwei Bühnen

Die Paralleltwelt - Eine Simultanaufführung zwischen dem Berliner Ensemble und dem Schauspiel Dortmund. Von Alexander Kerlin, Eva Verena Mülle, Kay Voges / Regie: Kay Voges (Berliner Ensemble / Birgit Hupfeld)

Während die Hauptfigur Fred auf der Bühne in Dortmund stirbt, wird sie in Berlin gerade geboren. Die spannende Frage dahinter: Kann ein Mensch an zwei Orten gleichzeitig sein? Doch anstelle sich dieser Frage und ihren Implikationen wirklich zu stellen, begnügt sich die Inszenierung mit einer perfekten Bild-Regie.

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Dortmund: "Die Parallelwelt" II Simultan auf zwei Bühnen

Die Paralleltwelt - Eine Simultanaufführung zwischen dem Berliner Ensemble und dem Schauspiel Dortmund. Von Alexander Kerlin, Eva Verena Mülle, Kay Voges / Regie: Kay Voges (Berliner Ensemble / Birgit Hupfeld)

Ein Stück, zwei Theaterbühnen: Die Geschichte von Fred beginnt mit dessen Tod und spult dann die Lebensstationen zurück zur Geburt. Dabei spielen die Schauspieler über eine Distanz von 420 Kilometer miteinander. Das erzeugt Komik - und spiegelt den ewigen Kreislauf des Lebens.

Neuauflage von "Tartuffe" nach Molière Zeug zum Kultstück

Das Foto zeigt mehrere Damen im Mieder und einen Kameramann (Theater Basel / Priska Ketterer)

Auch heute noch gilt Molières Komödie "Tartuffe" über den intelligenten Heuchler als lustige Nummer. Das Stück bietet sich für eine Aktualisierung geradezu an. Denn: Heuchler gibt es auch in der Postmoderne zuhauf. Regisseurin Claudia Bauer beweist das am Theater Basel anhand der Bearbeitung von PeterLicht.

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Zukunft der BibliothekenDachverbands-Präsidentin fordert Bibliotheksgesetz

Spielecke in der Kopenhagener Zentralbibliothek.  (Miriam Arndts)

Bibliotheken wandeln sich rasant in Richtung lebendige Lern- und Leseorte. Die Digitalisierung kann für sie auch eine große Chance sein. Barbara Lison, Präsidentin des Dachverbands "Bibliothek und Information Deutschland", will diese Art der Wissens-Vermittlung zur Pflichtaufgabe von Kommunen machen.

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Kölner Kolumba Museum "Wir wollen nachhaltig denken"

Museumsdirektor Stefan Kraus, Leiter des Kolumba Museums Köln posiert am 06.04.2018 in Köln bei einem Pressetermin zur Ausstellung VIP's Union der Künstlerin Haegue Yang im Museum Ludwig die ab 17.04. zu sehen sein wird. Für diese Werkserie stellen u.a. Kölner Prominente ihre Lieblingsstühle zur Verfügung. (dpa / Horst Galuschka)

Sammeln, Erforschen und Vermitteln - die traditionellen Aufgaben des Museums - seien nur mit kontinuierlicher Arbeit zu leisten und nicht mit dem Veranstalten von Events, sagte der Direktor des Kolumba-Museums in Köln. Darum werde sein Haus in diesem Jahr "ganz bewusst" keine neue Ausstellung konzipieren.

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Jörg Immendorff AusstellungAußen hart und innen ganz weich

Der Künstler Jörg Immendorff vor seiner Skulptur, die den Künstler Josef Beuys mit Affen an der Hand zeigt (picture alliance / dpa - Roland Weihrauch)

Der Maler Jörg Immendorff gehörte zu den bekanntesten Künstlern der Nachkriegszeit - nicht nur in Deutschland. Elf Jahre nach seinem Tod widmet ihm das Haus der Kunst in München eine große Retrospektive: "Für alle Lieben in der Welt" zeigt den Macho, aber auch den sensiblen und verletzlichen Maler.

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"Historians without Borders"Gegen die Instrumentalisierung von Geschichte

Der damalige Außenminister Finnlands Erkki Tuomioja bei einem Treffen am 6.3.2017 mit EU-Kollegen in der lettischen Hauptstadt Riga  (picture alliance / dpa / Valda Kalnina)

Die "Ärzte ohne Grenzen" sind bekannt - was aber machen "Historiker ohne Grenzen"? Der ehemalige finnische Außenminister Erkki Tuomioja hat das internationale Netzwerk gegründet, um gegen den Missbrauch von Geschichte anzugehen und Geschichte als nationales Anliegen zu überwinden.

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Das Deutsche Frauenarchiv geht online"Es bleibt immer noch ein Fäserchen Unfreiheit"

Spannende, teils unbekannte Geschichten von Frauen und der Frauenbewegung aufzubereiten und auffindbar zu machen, ist ein wichtiges Ziel des DDF und der i.d.a.-Einrichtungen, Symbolbild DDF, anonymes Gruppenbild, um 1920 (Digitales Deutsches Frauenarchiv / Jean (Iean) Feldman, Bucaresti, AddF, Kassel)

Die Geschichte der Deutschen Frauenbewegung musste man sich bislang aus 40 autonomen Archiven zusammensuchen. Nun sind die Dokumente, darunter Fotos, Briefe, Tagebücher und Tonaufnahmen erstmals online unter einem Dach abrufbar: dem Digitalen Deutschen Frauenarchiv.

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Franz West im Centre Pompidou"Ich bin wirklich der einzige normale Mensch, den ich kenne"

Das Kunstwerk 'Gekröse' (2011) des österreichischen Künstlers Franz West in der Ausstellung 'Art Unlimited' im Kontext der internationalen Kunstmesse und Kunstschau 'Art Basel', in Basel, Schweiz, am 12.06.2012.  (dpa / Keystone / Georgios Kefalas)

Er wollte Partizipation, lange bevor Teilhabe zum Prinzip wurde. Und holte die Kunst von ihrem Sockel, immer mit einer Portion Ironie. Eine Grenze zwischen Kunst und Leben gab es für ihn nicht. Das Centre Pompidou in Paris widmet dem 2012 gestorbenen Künstler nun eine große Retrospektive.

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Adorno-Preis für Margarethe von Trotta "Endgültig keine Fremde mehr"

Die Regisseurin Margarethe von Trotta bei der Premiere ihres Filmes "Forget about Nick" am 28.11.2017 in Essen. (Caroline Seidel/dpa)

Die Filmemacherin Margarethe von Trotta ist mit dem Adorno-Preis ausgezeichnet worden. In einer bewegenden Rede in der Frankfurter Paulskirche erzählte sie von ihrem Leben als Staatenlose. "Ich war heimatlos", so die Regisseurin. Durch den Preis fühle sie sich nun endlich nicht mehr fremd.

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Mephisto in WienTheater in Zeiten rechter Ideologie

Nicholas Ofczarek (Hendrik Höfgen) als Mephisto am Wiener Burgtheater, September 2018 (Reinhard Werner/Burgtheater )

Klaus Manns Buch "Mephisto" erschien 1936 im Exil: eine Abrechnung mit den Mitläufern und Feiglingen der Nazizeit. Nun zeigt das Wiener Burgtheater eine Bühnenfassung. Sehr aktuell, politisch auf der Höhe der Zeit - aber leider dramaturgisch schwach.

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Internationales Literaturfestival BerlinSuche nach einer postkolonialen Sprache

Ngugi wa Thiong'o verfasste 1986 seinen Essay "Dekolonisierung des Denkens" (picture alliance / dpa / Unrast Verlag)

Bis heute ist Literatur in afrikanischen Sprachen kaum verbreitet. Auf dem Internationalen Literaturfestival Berlin suchten Literaten und Aktivisten nach literarischen Lösungen zwischen politischem Engagement und Kunstfreiheit. Ausgangspunkt war Ngũgĩ wa Thiong’os Essay über die "Dekolonisierung des Denkens".

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Erinnerungskultur in SüdafrikaSchwarze Geschichte im Schatten der Apartheid

Der Südafrikaner Sifiso Ntuli vor der Skyline Johannesburgs (Deutschlandradio / Leonie March)

Die südafrikanische Erinnerungskultur ist voller Lücken, wenn es um die Verdienste der Schwarzen geht. Um die vielen Facetten der Landesgeschichte nachzuzeichnen, organisiert Sifiso Ntuli Touren durch Johannesburg. Sein Wunsch: Stereotype aufbrechen und zum Nachdenken anregen.

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Kulturkorrespondent zu Parlamentswahl in Schweden Steinfeld: "Das war keine Schicksalswahl"

Protestaktion von Gegnern der rechtspopulistischen Partei Schwedendemokraten (Sverigedemokraterna) in Trollhättan/Schweden (imago/kamerapress)

Schweden sei nicht Bullerbü, sondern ein moderner Staat, sagt der Kulturkorrespondent Thomas Steinfeld im Dlf. Und auch wenn die Schwedendemokraten stark abgeschnitten haben, sei das noch lange nicht das Ende der offenen schwedischen Gesellschaft.

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Rauswurf von Rowohlt-Verlegerin Laugwitz"Diese Entscheidung ist mehr als verwunderlich"

Der Stand des Rowohlt Verlages bei der Leipziger Buchmesse, 2017 (imago / Christian Grube)

Als Zeichen einer Verlagskrise deutet Literaturkritiker Helmut Böttiger die Absetzung von Barbara Laugwitz. Angesichts ihres Erfolges bei Rowohlt müsse man wohl von einer Profilierung des Managements ausgehen, sagte er im Dlf. Auch halte er Umstrukturierungen als Grund für möglich.

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Wahrheitskommission in TunesienDamit die Diktatur nicht wiederkommt

Tunesische Frauen und Männer halten bei einer Demonstration Bilder ihrer Kinder hoch, die während der tunesischen Revoluition gestorben sind. (picture alliance / Mohamed Messara)

Vor sieben Jahren haben die Tunesier ihren Diktator Ben Ali verjagt. Eine Wahrheitskommission sollte die Vergangenheit aufarbeiten. Obwohl es noch viel zu tun gäbe, will das Parlament deren Arbeit nicht verlängern. Viele Tunesier wollen diese Jahre auch lieber vergessen.

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Filmfestspiele VenedigNetflix-Produktion gewinnt Goldenen Löwen

5630654 08.09.2018 Director Alfonso Cuaron wins the Golden Lion for Best Film for 'Roma' during the Award Ceremony at the 75th edition of the Venice Film Festival in Venice, Italy, September 8, 2018. Ekaterina Chesnokova / Sputnik Foto: Ekaterina Chesnokova/Sputnik/dpa | (Sputnik)

Der Streaming-Dienst Netflix hat zwei wichtige Preise bei den Filmfestspielen in Venedig eingeheimst. Ein Novum, sagte Filmkritikerin Katja Nicodemus im Dlf. Sie hoffe, dass sich Netflix in Zukunft stärker in den Kinodiskurs einbringe und kritische Debatten anstoße.

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"Chefs-d'oeuvre" in Picasso-Museum ParisWas ein Meisterwerk zum Meisterwerk macht

Ziegen-Skulptur im Pariser Picasso-Museum (Kathrin Hondl)

Wer oder was entscheidet in der Kunst darüber, was ein Meisterwerk ist und was nicht? Dieser Frage geht die Ausstellung "Chefs-d'oeuvre" im Pariser Picasso-Museum nach und wirbt dabei mit dem vielsagenden Versprechen "Picasso wie Sie ihn noch nie gesehen haben".

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Tübinger Memorandum zur Verlagsförderung"Vielfalt der Buchproduktion erhalten"

Mehrere Bücher liegen auf drei Stapeln nebeneinander. (picture-alliance / dpa / Romain Fellens)

Kleinere Verlage stehen in Deutschland unter wirtschaftlichem Druck, viele melden Insolvenz an. Thomas Knubben, Autor im Tübinger Klöpfer & Meyer Verlag, fordert im Dlf einen Fördertopf zur Erhaltung der Verlagskultur.

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Zum Tod von Burt Reynolds"Es ist ein Jammer, dass er genau jetzt sterben muss"

Schauspieler Burt Renoylds in dem Spielfilm "Heat" (1987) (pciture alliance / dpa / Cover Images)

Schnurrbart, enge Hosen, offener Hemdkragen und Kippe im Mund - in den 1970er-Jahren verkörperte Burt Reynolds das Männlichkeitsideal seiner Zeit. Er ließ sich sogar nackt auf einem Bärenfell ablichten. Gestern ist der US-amerikanische Schauspieler im Alter von 82 Jahren gestorben.

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Endspurt bei den Filmfestspielen VenedigEine Parade großer Frauenfiguren

Der Palazzo del Cinema bei den 75. Filmfestsspielen von Venedig in der Außenansicht am Abend in türkisfarbenes Licht getaucht.  (sputnik Foto: Ekaterina Chesnokova/Sputnik/dpa)

In Venedig glänzten in diesem Jahr gleich mehrere Frauen in großen Rollen. Hauptsächlich in düsteren Filmen, in denen es um Gewalt, Verbrechen und Intrigen ging. Favoritin für den Darstellerpreis ist Olivia Colman. In "The Favourite" spiele sie die Königin "zum Niederknien", sagte Katja Nicodemus im Dlf.

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Aufarbeitung im Fall Gurlitt"Dieser Brief ist ein Skandal"

Auf einer Video-Wand an der Bundeskunsthalle erscheint in Bonn (Nordrhein-Westfalen) die Ankündigung für Ausstellung "Bestandsaufnahme Gurlitt".  (Oliver Berg / dpa)

Der Umgang mit dem 2014 verstorbenen Cornelius Gurlitt, in dessen Sammlung sich NS-Raubkunst befand, wird politisch wieder diskutiert. Möglicherweise wurde Gurlitt kurz vor seinem Tod ein Brief geschickt, in dem er massiv unter Druck gesetzt wurde - von staatlicher Seite. Ein Skandal, so Journalistin Catrin Lorch im Dlf.

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"Mr. Gay Syria" und "Palmyra" im KinoNeue Bilder vom Krieg in Syrien

Mahmoud Hassino, Hauptorganisator und Initiator des Wettbewerbs Mr. Gay Syria, bei der Premiere des gleichnamigen Dokumentarfilms im Odeon-Kino auf der Severinstraße. Köln, 04.09.2018 (imago / C. Hardt / Future Image)

"Mr. Gay Syria" und "Palmyra" sind gleich zwei dokumentarische Filme mit neuen ungewohnten Eindrücken aus Syrien. Beide Filme verdeutlichen, dass der Krieg auch ein Kampf um Bilder ist - und wie nah uns Syrien und die Syrer sind.

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Ausstellung zum ehemaligen Flughafen TempelhofReise durch 80 Jahre Zeitgeschichte

Ein Besucher fährt auf dem als Tempelhofer Freiheit bezeichneten ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin mit einem Windsegel Longboard. A Visitor rides a lomgboard using a sail of windsurf at the urban park on the airfield of the former airport in Berlin Tempelhof known as Tempelhofer Feld. Tempelhofer Feld a Visitors runs on the as Temple Hofer Freedom former Airport Tempelhof in Berlin with a Wind sails Long Board a Visitor Rides a Using a Sail of Wind Surf AT The Urban Park ON The AIRFIELD of The Former Airport in Berlin Tempelhof known As Temple Hofer Field Temple Hofer Field (imago stock&people)

Eine Ausstellung zum Tempelhofer Feld in Berlin erzählt die Geschichte des Areals und zeigt seine wechselvolle Geschichte: Als Zwangsarbeiterlager im Zweiten Weltkrieg, als Tor zur Welt einer geteilten Stadt und heute als Naherholungsgebiet.

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Von Donnersmacks "Werk ohne Autor" beim Filmfestival in Venedig"Eine obszöne Fatalität spricht aus dem Film"

Florian Henckel von Donnersmarck vor dem Logo der Filmfestspiele in Venedig. (dpa / picture alliance / Ekaterina Chesnokova)

Drei Jahrzehnte deutscher Geschichte im NS-Staat, der DDR und der jungen BRD erzählt der Film "Werk ohne Autor" anhand der Biografie eines deutschen Malers. Eine ästhetisch und historisch fragwürdige Spurensuche, sagte Katja Nicodemus im Dlf.

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Alltagsgegenstände von Holocaust-Opfern"Erinnerungsstücke mit ungeheurer Kraft"

Portrait des Archivleiters des Jüdischen Museums Berlin, Aubrey Pomerance (Jüdisches Museum Berlin/ Ernst Fesseler)

Die "Achse des Holocaust" im Jüdischen Museum in Berlin versammelt auf den ersten Blick einfache Alltagsgegenstände ermordeter Juden. Doch gerade diese Erinnerungsstücke erzählten schmerzhafte Geschichten von Verlust, Deportation und Ermordung, sagte Archivleiter Aubrey Pomerance im Dlf.

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Theatermacher zur Bewegung "Aufstehen""Von links AfD-Wähler und Nichtwähler zurückholen"

Sahra Wagenknecht (2vr), Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke, Ludger Volmer (r, Bündnis 90/Die Grünen), Simone Lange (verdeckt, SPD), Oberbürgermeisterin der Stadt Flensburg, und Bernd Stegemann (3vr), Autor und Dramaturg, stellen in der Bundespressekonferenz offiziell die Bewegung «Aufstehen» vor.  (dpa/picture alliance/ Bernd von Jutrczenka)

Was könnte linke Politik heute? Dafür müsse man den Menschen "wieder zuhören", sagte Bernd Stegemann, Dramaturg und Mitinitiator von "Aufstehen", im Dlf. Denn das Potenzial an Wut, Ängsten und Ungeduld werde momentan nur von einer einzigen Partei instrumentalisiert. Das sei eine "falsche Entwicklung".

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Brand im Nationalmuseum in Rio de JaneiroKatastrophe für die Kultur Brasiliens

Feuerwehrleute versuchen einen Brand im brasilianischen Nationalmuseum zu löschen - ein Großbrand hat weite Teile des brasilianischen Nationalmuseums in Rio de Janeiro zerstört.  (dpa / Fabio Teixeira)

Große Teile des brasilianischen Nationalmuseums in Rio de Janeiro sind durch einen Brand zerstört worden. 20 Millionen Ausstellungstücke sind womöglich für immer verloren. Allerdings: Für viele Brasilianer ist dies ein Drama mit Ansage. Denn die Katastrophe hätte verhindert werden können.

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Filmkritiker über das Filmfestival Venedig"Insgesamt ein sehr guter Jahrgang"

Filmregisseur László Nemes stellt seinen Film 'Sunset' beim 75. Filmfestival Venedig vor (3. September, 2018). (Ekaterina Chesnokova / Sputnik / dpa )

Starke Frauenfiguren bestimmen die Filme des 75. Filmfestivals von Venedig in diesem Jahr, dabei läuft im Wettbewerb nur ein Film von einer Regisseurin. Gesehen hat Filmkritiker Rüdiger Suchsland bereits einige gute Filme - sein bisheriger Favorit ist "Sunset" des ungarischen Filmemachers László Neme.

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Karl-Siegbert Rehberg über den "Mythos Dresden"Zerstörung und Identität

Am 73. Jahrestag der Zerstörung Dresdens haben tausende Bürger zum Gedenken eine Menschenkette gebildet. (Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa)

Keine deutsche Stadt definiere sich so über vergangene Schönheit und Kriegszerstörung wie Dresden, sagte der Soziologe Karl-Siegbert Rehberg im Dlf. Ihre besondere Stellung in Ostdeutschland habe die Stadt zur Bühne gemacht - auch für rechtsradikale Aufmärsche.

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Wie Kriegserfahrungen nachwirken"Ich war Großvaters nachgeborener Zeuge"

Französische Soldaten stürmen vorwärts in der Schlacht um Verdun im Jahr 1916 (picture-alliance / dpa / AFP)

Der Autor Kurt Oesterle bekam vom Großvater erzählt, er habe als Däumling in dessen Ohr gesessen, als dieser im Ersten Weltkrieg kämpfte - und nichts von den schrecklichen Kriegserlebnissen. "Die Erbschaft der Gewalt beginnt bei mir mit einer nicht böswilligen Unterlassung", sagte Oesterle im Dlf.

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Ewige Sommerzeit?Nie wieder eine Stunde geschenkt

Ein kleiner Hund ist hinter einer großen Uhr zu sehen, daneben ein Blumenstrauß (dpa/ Rolf Kremming)

In einer Online-Umfrage hat die Mehrheit der teilnehmenden EU-Bürger gegen die Zeitumstellung votiert. "Die Menschen wollen das, wir machen das", kommentierte Kommissionschef Juncker. Droht jetzt die ewige Sommerzeit? Schon melden sich warnende Stimmen: Die Zeitumstellungsumstellung hätte auch negative Folgen.

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Remarques "Schwarzer Obelisk" in HannoverFiguren im Überfluss, geschickt inszeniert

Intendant Lars-Ole Walburg steht am 03.01.2013 in Hannover (Niedersachsen) vor dem Schauspielhaus. (dpa/ Jochen Lübke)

Romane auf die Theaterbühne zu bringen, ist nicht immer einfach. Schon gar nicht ein Figuren-Wimmelbild wie Erich Maria Remarques "Der schwarze Obelisk" um einen Grabsteinverkäufer in der Zwischenkriegszeit. Dem Intendanten des Schauspiels Hannover Lars-Ole Walburg gelingt das aber.

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Robert-Delaunay-Ausstellung in ZürichRasende und splitternde Moderne

Air, Fer, Eau, Etude Robert Delaunay, Air, fer, eau. Étude pour un mural, 1936–1937 Gouache auf Papier und Holz, 47 x 74,5 cm Albertina, Wien. Sammlung Batliner (© Albertina, Wien, Sammlung Batliner/Kunsthaus Zürich)

Der 1885 geborene französische Künstler Robert Delaunay war zunächst noch von den Impressionisten beeinflusst, wurde dann aber zum Vorreiter einer immer abstrakter werdenden Kunst. Die Moderne ist hier Bedrohung und Verführung. Das Kunsthaus Zürich widmet ihm die Schau "Robert Delaunay und Paris".

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Choreograph Paul Taylor gestorbenGigant des Modern Dance

Der Choreograph Paul Taylor im Jahr 1968 (Topfoto / imago)

Der Choreograph Paul Taylor hat den modernen amerikanischen Tanz geprägt wie kaum ein anderer. Merce Cunningham, Martha Graham und George Balanchine tanzten in seinen Rollen. Am Mittwoch starb Paul Taylor mit 88 Jahren in New York.

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Kircheneinsturz in RomViele italienische Denkmäler in schlechtem Zustand

Blick auf das eingestürzte Dach der Kirche San Giuseppe dei Falegnami und die umliegenden Gebäude. (imago stock&people / IPA Roma)

Glücklicherweise ist niemand zu Schaden gekommen, als ganz in der Nähe des Forum Romanum ein Kirchendach einstürzte. Es war erst 2015 restauriert worden. Wie bei der Brücke in Genua steht nun der Vorwurf der schlampigen Instandhaltung im Raum. Dabei heißt die Kirche nach dem Schutzpatron der Schreiner.

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Ausstellung zu 100 Jahre FrauenwahlrechtAls Frauen sich politische Partizipation erkämpften

1910 demonstrieren Sufragetten vor den Londoner "Houses of Parliament". Auf ihren Plakaten steht: "Votes for Women", "Womens Social & Political Union". (dpa /picture-alliance )

Es war ein historischer Tag: Am 19. Januar 1919 durften Frauen in Deutschland erstmals wählen. Wie die Frauenbewegung, auch international, für ihre Rechte eintrat, zeigt die Ausstellung "Damenwahl" im Historischen Museum Frankfurt. Und die Schau fragt auch nach der Gleichstellung heute.

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Neuer Musikpreis der KlassikbrancheOPUS statt ECHO

Ein Echo-Preis steht am 09.10.2016 in Berlin während der Preisverleihung Echo Klassik 2016 vor einer Logo-Wand. (dpa / Clemens Bilan)

Nach dem Ende der ECHO-Musikpreise startet die Klassikbranche einen eigenen Musikpreis. Musikkonzerne, unabhängige Platten-Label, Verlage und Konzertveranstalter wollen den "Opus Klassik" erstmals im Oktober in Berlin verleihen. Alles anders als beim ECHO? Einschätzungen von Dlf-Musikkritiker Uwe Friedrich.

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Nach den Ausschreitungen in Chemnitz"Gewalt, die ich in der Form bisher nicht erlebt habe"

News Bilder des Tages 27.8.18 - Ausschreitungen bei Pro Chemnitz Veranstaltung - Nach dem Tod eines jungen Mannes bei einer Messerstecherei am frühen Sonntagmorgen, versammelten sich mehrere tausend Personen aus dem gesamten rechtsextremen Spektrum und Hooligan Milieu in Chemnitz. Die Polizei unterschätzte die Lage und es kam zu Ausschreitungen. Immer wieder wurde Hetzjagd auf Journalisten und Gegenprotest gemacht. Hierbei wurden auch mehrere Personen verletzt. *** 27 8 18 Riots at Pro Chemnitz Event After the death of a young man in a stabbing on early Sunday morning, several thousand people from the entire right-wing extremist spectrum and hooligan milieu gathered in Chemnitz. The police underestimated the situation and riots Journalists and counter-protest made In this case, several people were injured Copyright: xMichaelxTrammerx (imago stock&people)

Gewalt und Ablehnung der liberalen Grundordnung: Die Situation in Chemnitz empfinde er als "fürchterlich", sagt Frédérick Bußmann, Generaldirektor der dortigen Kunstsammlungen. Er plant eine Ausstellung über Justiz und Selbstjustiz außerhalb des Museums.

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Literaturkritikerin Sigrid Löffler Der westliche Kanon löst sich auf

Die österreichische Publizistin, Kulturkorrespondentin und Literaturkritikerin Sigrid Löffler. (dpa / picture alliance / Manfred Krause)

Ein Kanon der Literatur sei keine Liste der Lieblingsbücher, sagte die Literaturkritikerin Sigrid Löffler im Dlf. Er entstehe über lange Zeiträume und setze sich aus Texten zusammen, die im Gedächtnis der Menschen lebendig blieben. Heute sei der sogenannte westliche Kanon aber in Auflösung begriffen.

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Kunstprojekt Berliner MauerBerlin soll wieder eine Mauer bekommen

Ein Wegweiser mit der Aufschrift "Dau" führt in den Schinkel Pavillon, wo im Rahmen einer Pressekonferenz das Mauer- und Kunstprojekts "DAU Freiheit" vorgestellt wird. (dpa / Jörg Carstensen)

Das Projekt eines temporären Mauerbaus rund um das Kronprinzenpalais in Berlin ist umstritten. Im Rahmen eines Performance-Projekts des russischen Regisseurs Ilya Khrzhanovsky könnten bald Impressionen eines totalitären Staates erlebbar werden.

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Ausstellung im Arp-MuseumImpressionisten im Japanfieber

Die Darstellung zeigt das "Magical Girl" im japanischen Comic (Manga) "Pummelpanda". Das Bild ist Bestandteil der Ausstellung «Im Japanfieber. Von Monet bis Manga» im Arp Museum. (Pummelpanda 2018/Arp Museum/dpa)

Monet und eine Manga-Wand: Eine neue Ausstellung im Arp-Museum in Remagen widmet sich der Begeisterung für japanische Kunst. Selten gezeigte Gemälde sowie japanische Comics und Filme sollen den Bogen von den Impressionisten bis in die Gegenwart spannen - das gelingt aber nur zum Teil.

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