Montag, 04. Juli 2022

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Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung
Auszeichnung für Heinrich August Winkler

Die feierliche Eröffnung der Buchmesse in Leipzig am Mittwochabend wurde zur Demonstration für die Meinungsfreiheit. Fast alle Redner forderten, Flagge zu zeigen und Partei zu ergreifen für verfolgte Autorinnen und Autoren und Verleger weltweit. Anlass war die Verleihung des "Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung" an den Historiker Heinrich August Winkler.

Volker Ullrich und Heinrich August Winkler | 20.03.2016

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Der deutsche Historiker Heinrich August Winkler, aufgenommen am 16.3.2016 in Leipzig, wo er für seine "Geschichte des Westens" geehrt wurde. (dpa / picture alliance / Hendrik Schmidt)
Heinrich August Winkler wurde in Leipzig für sein vierbändiges Opus magnum "Geschichte des Westens" ausgezeichnet, das 2015 mit dem Band "Die Zeit der Gegenwart" abgeschlossen wurde. Die Laudatio hielt der Historiker und Publizist Volker Ullrich. Der Deutschlandfunk dokumentiert sie in leicht gekürzter Fassung.
Der "Geschichte des Westens" vorausgegangen waren umfangreiche Studien Winklers zur deutschen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert, die zur Jahrtausendwende unter dem Titel "Der lange Weg nach Westen" erschienen. Die westliche Wertegemeinschaft rückte fortan in den Mittelpunkt seines Interesses: Die Teilung der Gewalten, die Idee der unveräußerlichen Menschenrechte, die repräsentative Demokratie sind für Winkler der selbstgesetzte Maßstab, an dem sich der Westen auch künftig messen lassen muss. Man war also gespannt, ob der Geehrte selbst die erwähnte Rolle als Interpret deutscher Historie und Entwicklung mit der aktuellen politischen Situation zusammen denken würde. Heinrich August Winkler vermied in seiner Dankesrede starke Urteile oder politische Ratschläge, ließ aber den eigenen Standpunkt in seiner Dankrede nicht vermissen.
Die Sendung mit Laudatio und Dankesrede können Sie mindestens sechs Monate in unserem Audio-on-Demand-Angebot hören.