Die Nachrichten

Die Nachrichten

Die Nachrichten

Liveblog zum Anschlag in HanauBundesweites Gedenken an die Opfer

Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier spricht während einer Gedenkfeier für die Opfer des Anschlags in Hanau.  (dpa-Bildfunk / Boris Roessler)
Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier spricht während einer Gedenkfeier für die Opfer des Anschlags in Hanau. (dpa-Bildfunk / Boris Roessler)

Nach dem mutmaßlich rassistischen Anschlag in Hanau gibt es bundesweit Gedenkveranstaltungen. Bundespräsident Steinmeier rief in Hanau zu Geschlossenheit und Solidarität auf. Zahlreiche Menschen versammelten sich am Brandenburger Tor in Berlin. Die Ereignisse können Sie in unserem Liveblog nachlesen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Mann hat im hessischen Hanau neun Menschen vor Shishabars erschossen. Er wurde ebenso wie seine Mutter später tot in seiner Wohnung gefunden.
  • Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Motiv aus. Der Generalbundesanwalt ermittelt.
  • In vielen Städten haben Menschen der Opfer gedacht. 

20:00 Uhr
Wir schließen an dieser Stelle unseren Liveblog. Die Nachrichten halten Sie natürlich weiterhin im Radio, im Internet und auf Twitter auf dem Laufenden. Hier finden Sie . Vielen Dank für Ihr Interesse. 

19:47 Uhr
Der Anschlag ist auch das wichtigste Thema in den Kommentaren der Zeitungen von morgen. Hier finden Sie eine erste Auswahl. 

19:27 Uhr
Allein in Hessen haben Tausende Menschen der Opfer gedacht. Allein in Hanau waren es rund 5.000 Bürgerinnen und Bürger.

18:55 Uhr
UNO-Generalsekretär Guterres hat mit Bestürzung auf den Angriff von Hanau reagiert. Er forderte einen verstärkten Kampf gegen Rassismus.

18:42 Uhr
Auch am Brandenburger Tor haben sich zahlreiche Menschen versammelt. 

18:39 Uhr
Bundespräsident Steinmeier ruft zu Geschlossenheit, Rücksichtnahme und Solidarität auf. Zehn Menschen seien aus unserer Mitte gerissen worden durch einen brutalen terroristischen Akt. 

18:32 Uhr
Mit einer Schweigeminute während der Eröffnungsgala am Abend will die Berlinale der Opfer der Gewalttat von Hanau gedenken.

18:30 Uhr
Hessens Ministerpräsident Bouffier ist in Hanau. Er spricht von einem "Tag des Schreckens" und "Tag des Grauens". Aus fast der ganzen Welt habe es Grußbotschaften gegeben. Gerade jetzt müssten die Menschen zusammenstehen. 

18:22 Uhr
Nach Angaben des Chefredakteurs der "Frankfurter Rundschau" haben sich in Frankfurt am Main rund 3.500 Menschen versammelt.

17:52 Uhr
Bundespräsident Steinmeier hat gemeinsam mit Hessens Ministerpräsident Bouffier Kränze an einem der Tatorte in Hanau niedergelegt. 

17:25 Uhr
Die Flaggen vor dem Bundeskanzleramt wehen wegen des Anschlags auf Halbmast.

17:23 Uhr
Für den Abend rufen Parteien, Verbände und Politiker zu einer Mahnwache am Brandenburger Tor in Berlin auf. Bundespräsident Steinmeier ist nach Hanau gereist. Er will sich dort äußern und der Opfer gedenken.

17:00 Uhr
Der Bielefelder Gewalt- und Konfliktforscher Andreas Zick hält es für unwahrscheinlich, dass der Täter aus Hanau als "einsamer Wolf" gehandelt habe. "Es gibt nach Forschungslage keine einsamen Wölfe. Diese Annahme hat die Analyse von Einzelfällen widerlegt", sagte er dem "Westfalen-Blatt". Es gebe zum Tatzeitpunkt Einzeltäter, aber in der wichtigen Phase ihrer Radikalisierung seien sie vernetzt.

Zudem haben die Täter sowohl von Hanau als auch von Halle nach Meinung Zicks Terrorakte aus anderen extremistschen Bereichen nachgeahmt. Das, was in Hanau passiert sei, habe man in Teilen in Paris 2015 gesehen. Der Täter schießt offen und gewissermaßen im Vorbeigehen in eine Bar hinein, wo Menschen sich amüsieren, die dem Feindbild entsprechen, führte der Wissenschaftler aus. 

16:35 Uhr 
Der mutmaßliche Todesschütze von Hanau hatte nach Auskunft der zuständigen Kreisbehörde im Jahr 2013 eine waffenrechtliche Besitzerlaubnis bekommen. Ein Jahr später sei die erste Waffe darauf eingetragen worden, sagte ein Sprecher des Main-Kinzig-Kreises in Gelnhausen. 2019 sei die Erlaubnis überprüft worden. Dabei werde etwa geschaut, ob die Waffen ordnungsgemäß aufbewahrt werden. Alle Informationen seien den Ermittlern zur Verfügung gestellt worden. 

16:29 Uhr 
Auch Altbundespräsident Christian Wulff meldet sich zu Wort: "Es müssen endlich alle in diesem Land begreifen, dass wir alle dem Hass, der Fremdenfeindlichkeit und dem Rassismus viel deutlicher und lauter entgegentreten müssen - mit allen verfügbaren Mitteln: Mut, Zivilcourage und dem Strafrecht. Der 60-Jährige hatte 2010 in seiner Amtszeit erklärt, der Islam gehöre zu Deutschland. Darauf wurde er vielfach angefeindet.

16:23 Uhr
Rechte Täter sehen sich als Vollstrecker dessen, was andere vielleicht nur verbal äußern, sagte die Rechtsextremismus-Expertin und Linken-Politikerin Martina Renner im Dlf

16:10 Uhr
Nordrhein-Westfalen hat nach Angaben von Landesinnenminister Reul Trauerbeflaggung angeordnet. Ministerpräsident Laschet habe außerdem mehrere für den Abend geplante Karnevalsveranstaltungen in den Landesvertretungen in Berlin und Brüssel  abgesagt, sagte Reul: Wichtig sei jetzt auch, deutlich zu machen, "dass wir eng an der Seite unserer ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger stehen". Die Polizeibehörden des Landes würden in diese Richtung noch einmal "sensibilisiert". Es solle verstärkt Streife an Orten gefahren werden, an denen sich muslimische Mitbürger aufhielten, führte Reul aus. Dies betreffe nicht nur Moscheen.

Nach Angaben des NRW-Innenministers gibt es keine Hinweise auf Verbindungen zu der am vergangenen Freitag aufgeflogenen rechten Terrorzelle. Auch Hinweise auf Verbindungen zu anderen rechtsextremen Netzwerken gebe es bisher nicht.

15:55 Uhr
In zehn Minuten um 16.05 Uhr gibt es im Deutschlandfunk eine kleine Sondersendung. 

15:22 Uhr
Nach Angaben von Generalbundesanwalt Frank hatten die neun Menschen, die vor zwei Shisha-Bars erschossen wurden, alle einen Migrationshintergrund. Es seien zudem sechs weitere Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer.

15:00 Uhr
Generalbundesanwalt Frank sagte, der mutmaßliche Täter von Hanau habe eine "zutiefst rassistische Gesinnung". Das habe die Auswertung von Videobotschaften und einer Art Manifest auf dessen Internetseite ergeben, sagte Frank in Karlsruhe. Es werde geprüft, ob es Mitwisser oder Unterstützer bei dem Anschlag gegeben habe. Dazu würden das Umfeld und die Kontakte des Mannes im In- und Ausland abgeklärt. Medien hatten zuvor aus einer Erklärung zitiert, die dem mutmaßlichen Täter zugeschrieben wird. Darin äußerte er demnach Verschwörungstheorien und rassistisches Gedankengut.

14:53 Uhr
Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky sagte, das, was geschehen sei, widerspräche der jahrhundertealten Kultur der Stadt, die ein tolerantes Miteinander geprägt habe. Deshalb sei das für alle Menschen in Hanau unfassbar.

14:49 Uhr
Hessens Ministerpräsident Bouffier (CDU) betont, die gesamte Landesregierung fühle mit den Angehörigen der Opfer. Dies sei nicht nur ein Angriff auf die Menschen und auf Hanau gewesen, sondern auf die freiheitliche Demokratie. Solche Taten enstünden zunächst im Kopf und aus einem Klima. Das erlebe man weltweit. Bouffier wandte sich besonders an Menschen, die nun Angst hätten, weil sie einen anderen Hintergrund hätten, anders aussähen oder anders sprächen: "Wir werden alles dafür tun, dass Sie keine Angst haben müssen!". Heute ist das Entsetzen, das Unfassbare, das Trauern, aber immer gälte, all denen, die glauben, Menschen ausgrenzen zu sollen und für sich selbst beschließen, zur Waffe zu greifen, entgegenzutreten - so früh wie möglich.

14:47 Uhr
Bundesjustizministerin Lambrecht (SPD) betont, ihre Gedanken gälten den Angehörigen der Opfer. Die Bundesregierung sichere alle Unterstützung zu. Man werde alles tun, um so gut wie es geht in einer solchen schwierigen Situation zu helfen. Auch Lambrecht sprach von rechtsextremistischen Hintergründen der Tat. Die Ermittlungen seien aber noch am Anfang. Es müsse geklärt werden, ob der Täter allein gehandelt habe. Eine solche Tat komme nicht aus dem Nichts.

14:43 Uhr
Bundesinnenminister Seehofer (CSU) sagt, er habe an allen öffentlichen Gebäuden in Deutschland Trauerbeflaggung angeordnet. Es scheine so zu sein, dass ein rassistisches Motiv gegeben sei. Rassismus sei Gift, das Verwirrung in den Köpfen auslöse und dafür sorge, dass das Böse hervortrete. Man werde gemeinsam mit dem Land Hessen alles tun, um die Hintergründe der Tat aufzuklären und über Konsequenzen nachzudenken. Am Abend werde mit allen Innenministern darüber beraten, wie in den nächsten Tagen die Sicherheitslage noch besser gewährleistet werden könne - vor dem Hintergrund vieler öffentlicher Veranstaltungen.

14:18 Uhr
Neun Todesopfer von Hanau sollen nach Angaben aus Sicherheitskreisen einen Migrationshintergrund gehabt haben. Außerdem haben demnach vier der fünf Verletzten ausländische Wurzeln.

14:13 Uhr
Seehofer und Lambrecht sind in Hanau angekommen, um sich über die Hintergründe der Gewalttat zu informieren.

14:05 Uhr
Um 14.30 Uhr informieren sich Bundesinnenminister Seehofer (CSU), Bundesjustizministerin Lambrecht (SPD) und Hessens Ministerpräsident Bouffier (CDU) in Hanau vor Ort. Anschließend wollen sie Stellung beziehen.

13:55 Uhr
Bundesaußenminister Maas twittert: "Eure Furcht ist unsere Furcht. Wer Euch bedroht, der bedroht uns."

13:47 Uhr
Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky spricht von "den bittersten, traurigsten Stunden, die diese Stadt in Friedenszeiten jemals erlebt hat". Für Rassismus und Hetze dürfe es keinen Platz geben. Den in der Stadt traditionell gefeierten Fasching sagte Kaminsky ab.

13:37 Uhr
Der türkische Botschafter in Berlin, Aydin, sagt dem staatlichen türkischen Sender TRT Haber, dass unter den Toten fünf Menschen mit türkischer Staatsbürgerschaft seien.

13:33 Uhr
In Ankara äußert sich der türkische Präsident Erdogan. Er sprach von einem "abscheulichen Angriff" und wünsche den Verwundeten, dass sie schnell wieder gesund würden. Die türkische Botschaft werde die Ermittlungsarbeit im Zusammenhang mit dem "rechtsextremen Terroranschlag" genau beobachten. Bei der Gewalttat wurden offenbar vor allem junge Menschen mit türkischen Wurzeln verletzt oder getötet.

13:24 Uhr
Vertreter der beiden großen Kirchen in Deutschland äußern ihr Entsetzen über die Gewalttat. Der Fuldaer Bischof Gerber, zu dessen Bistum Hanau gehört, sagte: "Was wir aktuell an Informationen bezüglich der Hintergründe dieser Tat erfahren, verstört uns zutiefst." Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bedford-Strohm, sagte, er sei fassungslos. Wenn sich bewahrheite, was jetzt bekannt geworden sei, dann sei diese Gewalttat ein "trauriger Beleg für die brutalen Konsequenzen des Gifts, das rechtspopulistische und rechtsextreme Kreise zu streuen versuchen", erklärte Bedford-Strohm in Hannover. "Wer Rassismus und Ausländerfeindlichkeit sät, der muss auch damit rechnen, dass daraus brutale Gewalt erwächst."

13:13 Uhr
EU-Parlamentspräsident Sassoli schreibt auf Twitter, der Verlust von Menschenleben sei eine Tragödie - egal, welche Art von Hass und Gewalt ihm zugrunde liege.

13:08 Uhr
Nato-Generalsekretär Stoltenberg drückt seine Anteilnahme mit den Angehörigen der Getöteten und den Verletzten aus. Die Nato stehe an der Seite Deutschlands im Kampf gegen Hass und Gewalt.

13:03 Uhr
Die ermittelnde Bundesanwaltschaft kündigt für 15 Uhr eine Presseerklärung an. 

12:58 Uhr
Hessens Ministerpräsident Bouffier, CDU, spricht in Hanau von einem "tiefen Einschnitt". Es seien "Wunden gerissen". An die Betroffenen gewandt sagt er: "Wir sind an eurer Seite, das gilt für jeden in unserem Land, ganz egal, wo er herkommt und wie er aussieht." Die Regierung werde alles tun, "um gegen Rassismus, gegen Hetze und Hass anzutreten".

12:56 Uhr
In zahlreichen Städten in ganz Deutschland sind Gedenkveranstaltungen für die Opfer von Hanau geplant.

12:55 Uhr
Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer bekräftigt ihre Ablehnung einer Zusammenarbeit der Union mit der AfD. Hanau zeige, wie wichtig diese Brandmauer zur AfD sei, sagt die Bundesverteidigungsministerin in Paris. Diese Partei toleriere Nazis in den eigenen Reihen.

12:50 Uhr
Auschwitz-Überlebende in aller Welt sehen den Tat eine neue Demonstration der Macht rechtsextremen Hasses. Dieser werde immer alltäglicher und könne überall auftreten, teilte das Internationale Auschwitz Komitee mit. Vizepräsident Christoph Heubner sagte in Berlin: "Jeder kann Auschwitz heute in seine eigenen Hände nehmen."

12:45 Uhr
Bundespräsident Steinmeier fährt am Nachmittag nach Hanau. Er drückte sein Entsetzen über die "terroristische Gewalttat" aus. Er stehe an der Seite aller Menschen, die durch rassistischen Hass bedroht würden.

12:42 Uhr
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sieht die Tat von Hanau als Angriff auf die europäischen Grundwerte.

12:38 Uhr
Hier das gesamte Statement der Bundeskanzlerin im Video. Zitat "Rassismus ist ein Gift. Der Hass ist ein Gift."

12:20 Uhr
Die Deutsche Fußball-Liga reagiert: Schweigeminute und Trauerflor bei allen Spielen von Bundesliga und Zweiter Liga am Wochenende.

12.16 Uhr
Bundeskanzlerin Merkel betont, für eine abschließende Bewertung der Tathintergründe sei es noch zu früh. Es werde alles unternommen, um die Hintergründe dieser "schrecklichen Morde" bis ins Letzte aufzuklären. Es weise jedoch viel darauf hin, dass der Täter aus rechtsextremistischen, rassistischen Motiven gehandelt habe.

12:14 Uhr
Bundeskanzlerin Merkel spricht von einem "überaus traurigen Tag für unser Land." Sie empfinde tiefen Schmerz und trauere mit den Angehörigen und Freunden der Opfer. Den Verletzten wünsche sie viel Kraft, ihre körperlichen und seelischen Schmerzen zu überwinden.

12:05 Uhr
Die Stadt München sagt eine öffentliche Karnevalsveranstaltung auf dem Viktualienmarkt aus Pietätsgründen ab.

11:55 Uhr
Die Tatorte in Hanau:

Grafik-Karte mit den Tatorten in Hanau (dpa Grafik)Tatorte in Hanau (dpa Grafik)

11:47 Uhr
Bundeskanzlerin Merkel will sich in Kürze zu der Tat von Hanau äußern.

11:36 Uhr
Die Polizei Hessen hat einen Server für Hinweise aus der Bevölkerung eingerichtet. Er findet sich hier.

11:25 Uhr
Da der Täter auf Menschen in Shisha-Bars geschossen und sich im Netz offenbar rassistisch geäußert hat, fordert auch die Türkei eine rasche Aufklärung der Tat. "Wir erwarten von den deutschen Behörden maximale Anstrengungen, um den Vorfall aufzuklären", schrieb der Sprecher des türkischen Präsidenten Erdogan, Kalin, auf Twitter. Kalin sprach von einem "rassistischen Angriff" und "unseren Bürgern", die bei der Tat ums Leben gekommen seien. Unter den Todesopfern sind nach ersten Erkenntnissen der deutschen Sicherheitsbehörden viele Menschen mit Migrationshintergrund.

11:23 Uhr
Bundespräsident Steinmeier äußerte ebenfalls seine Trauer und sein Entsetzen. Er sei aber dennoch überzeugt: "Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland verurteilt diese Tat und jede Form von Rassismus, Hass und Gewalt. Wir werden nicht nachlassen, für das friedliche Miteinander in unserem Land einzustehen."

11:18 Uhr
Auch die Spitzen der EU-Kommission wie Kommissionschefin von der Leyen, der Präsident des Europaparlaments, Sassoli, oder der Präsident des Europäischen Rates der Staats- und Regierungschefs, Michel, verurteilten die Tat.

11:04 Uhr
Der Koordinationsrat der Muslime meint, die Orte des Angriffs wie auch das bekanntgewordene Bekennerschreiben zeigten, dass Migranten, insbesondere Muslime das Ziel gewesen seien. Es sei jetzt die Zeit, zusammenzurücken und zusammenzustehen, erklärte Koordinationsratssprecher Zekeriya Altug.

10:48 Uhr
Der Zentralrat der Juden in Deutschland trauert um die Opfer.


10:37 Uhr
In der Stadt Hanau soll am Donnerstagabend eine Mahnwache für die Opfer des schweren Gewaltverbrechens stattfinden. Dazu habe Oberbürgermeister Kaminsky aufgerufen, sagte eine Stadtsprecherin. Die Gedenkveranstaltung soll am Abend um 18 Uhr auf dem Marktplatz beginnen. Gleichzeitig kündigte der Deutsche Gewerkschaftsbund anlässlich der Gewalttat eine Kundgebung zur gleichen Zeit an der Frankfurter Paulskirche an.

10:30 Uhr
Hessens Ministerpräsident Bouffier will zusammen mit Bundesinnenminister Seehofer und Hessens Innenminister Beuth im Laufe des Tages nach Hanau fahren. Bouffier sprach von einem furchtbaren Verbrechen. Es schockiere, mache sprachlos und "unendlich traurig", sagte der Regierungschef in Wiesbaden. Die Taten in Hanau seien ein Verbrechen, das in seiner Dimension außergewöhnlich sei.

10:10 Uhr
Der hessische Landtag hat mit einer Schweigeminute der Opfer der tödlichen Schüsse in Hanau gedacht. Die für Donnerstag vorgesehene Landtagssitzung in Wiesbaden wurde danach abgebrochen. Innenminister Beuth ordnete Trauerbeflaggung an öffentlichen Gebäuden an.

10:00 Uhr
Der hessische Innenminister Beuth bestätigte einen mutmaßlichen rechtsextremen Hintergrund der Gewalttaten von Hanau. Beuth sagte im Landtag in Wiesbaden, nach derzeitigen Erkenntnissen sei ein "fremdenfeindliches Motiv" gegeben. Darauf deute etwa eine Homepage des mutmaßlichen Täters hin, auf der er sich "ausländerfeindlich geäußert sowie Verschwörungstheorien verbreitet" haben soll. Zudem soll er legal im Besitz einer Waffe und Sportschütze gewesen sein. Der CDU-Politiker erklärte, bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um einen 43-jährigen Deutschen aus Hanau. Er sei zusammen mit seiner 72-jährigen Mutter tot in einer Wohnung aufgefunden worden. Polizeilich sei er noch nicht in Erscheinung getreten.

9:08 Uhr
Kanzlerin Merkel sagt wegen der Ereignisse in Hanau ihre Reise zur Leopoldina nach Halle ab.

8:48 Uhr
Auch Außenminister Maas äußert sich erschüttert. Nach dieser grausamen Nacht seien die Gedanken bei den Toten, ihren Familien und Angehörigen.

6:19 Uhr
Regierungssprecher Seibert schreibt auf Twitter: "Die Gedanken sind heute morgen bei den Menschen in #Hanau, in deren Mitte ein entsetzliches Verbrechen begangen wurde. Tiefe Anteilnahme gilt den betroffenen Familien, die um ihre Toten trauern. Mit den Verletzten hoffen wir, dass sie bald wieder gesund werden."

05:14 Uhr
Polizeibeamte stürmen in Hanau ein Reihenhaus und finden die Leiche des mutmaßlichen Täters, zusammen mit einer weiteren Leiche.

0:53 Uhr
Die Polizei bestätigt, dass bei den Schüssen in Hanaus acht Menschen getötet wurden.

23:33 Uhr (19.02.)
Agenturen berichten über Schüsse im hessichen Hanau mit mehreren Toten.

Nachrichtenportal